MT Melsungen hat eine wichtige Woche vor sich

Szene aus dem Hinspiel im Oktober: MT-Spielmacher Patrik Fahlgren (rechts) hängt Stuttgarts Can Celebi ab. Foto: Schachtschneider 

Kassel. Die MT Melsungen hat eine wichtige Woche vor der Brust. Sowohl am Mittwoch in Stuttgart als auch im EHF-Pokal in Pamplona kann der Handball-Bundesligist einen großen Schritt machen.

Weiter geht’s. Nach einem verlängerten freien Wochenende wartet auf die Handballer der MT Melsungen die nächste Aufgabe. Die Mannschaft von Trainer Michael Roth gastiert am Mittwoch ab 20.15 Uhr beim TVB Stuttgart. Und ein Blick auf die Bundesliga-Tabelle verrät: Mit einem Sieg kann die MT den direkten Kontrahenten abschütteln und einen großen Schritt weg von der Abstiegszone machen.

Umgekehrt heißt die Konstellation aber auch: Verlieren die Nordhessen in der Stuttgarter Scharrena, schlittern sie erneut in den Abstiegskampf hinein. „Unser Weg ist steinig. Wir sind kein Favorit mehr“, sagt MT-Coach Roth. Gleichwohl fordert er von seiner Mannschaft zwei Punkte: „Teams, die hinter uns stehen, müssen wir schlagen. Wir wollen nicht wieder in den Tabellenkeller rutschen.“

Nicht nur deshalb spricht der Trainer von einer wichtigen Woche. Er blickt zudem auf die Auswärtspartie am Samstag im EHF-Pokal. Dann reist die MT ins spanische Pamplona und hat es mit Helvetia Anaitasuna zu tun. Auch dort kann der Bundesligist einen großen Schritt machen, und zwar im Hinblick auf den Gruppensieg und das Erreichen des Viertelfinales. An der Motivation würde es in dieser Woche jedenfalls nicht mangeln, versichert Roth.

Aber erst mal geht es ins Schwabenland. Beim TVB ist die Stimmung „durchwachsen“, wie Michael Schweikardt es ausdrückt. Einem deutlichen Sieg beim Bergischen HC zum Auftakt ins neue Jahr folgte eine Heimpleite gegen Erlangen. „Uns fehlt Konstanz. Aber wir stehen über dem Strich. Darauf kommt es letztlich an“, sagt der 33 Jahre alte Spielmacher, der von 2010 bis 2012 das MT-Trikot trug.

An Selbstvertrauen mangelt es den Baden-Württembergern nicht. Die kleine, kompakte Halle wird mit rund 2200 Zuschauern abermals ausverkauft sein. „Das ist ein Hexenkessel. Und es ist nicht abwegig, dass wir zwei Punkte holen“, sagt Schweikardt. Die MT wäre nicht der erste vom Papier her bessere Gegner, der „bei uns stolpert“. Damit das klappt, müsse Schlussmann Johannes Bitter einen guten Tag erwischen. Zudem sei der TVB abhängig von einer stabilen Defensive.

Im Hinspiel funktionierte die Abwehr eher schlecht. Da kassierte Stuttgart eine deutliche 25:37-Pleite. Aber Schweikardt relativiert: „Wir lagen schnell zurück. Und Trainer Markus Baur hat dann im Angriff viel mit sieben gegen sechs experimentiert. Das lief nicht gut.“

Seit seinem Wechsel in die Heimat läuft es dafür bei Schweikardt umso besser. Nach der Verpflichtung von Michael Kraus habe er zwar nicht mehr eine so tragende Rolle wie zuvor. „Aber ich bekomme meine Spielzeiten und bin rundum zufrieden“, sagt der Schwabe. Logisch, dass er gegen seinen Ex-Klub besonders motiviert sein wird.

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