Melsunger mischen im Kampf um Europa mit

So heiß wird der Schlussspurt in der Handball-Bundesliga

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Es geht um jeden Zentimeter: Der Flensburger Hampus Wanne (vorn) im Zweikampf mit Kiels Steffen Weinhold. 

Drei Spieltage noch – dann ist Saisonende in der Handball-Bundesliga. Die beste Nachricht vor Beginn der heißen Phase: Für neun Klubs steht noch viel auf dem Spiel. 

Darauf können sich die Fans in den kommenden drei Wochen freuen:

Das Titelrennen

Eines ist sicher: Der Meister wird aus Schleswig-Holstein kommen. Zwischen Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt und Rekordmeister THW Kiel muss die Entscheidung fallen. Aktuell haben die Flensburger zwei Punkte mehr auf dem Konto. Allerdings muss die SG noch gegen die Füchse Berlin (29. Mai) und beim Bergischen HC (9. Juni) ran – zwei Gegner, die selbst noch jeden Punkt benötigen. Siehe nächster Punkt.

Der Kampf um Europa

Zwar haben die Rhein-Neckar Löwen und der SC Magdeburg als Dritter und Vierter einen Startplatz im EHF-Cup bereits sicher. Dahinter ist aber nicht einmal eine Tendenz erkennbar. Berlin, die MT Melsungen, der Bergische HC und Frisch Auf Göppingen kämpfen um zwei weitere Plätze – sie trennen nur zwei Zähler. Nach dem Kieler Triumph am vergangenen Wochenende im EHF-Pokal bedeutet nun auch Rang sechs eine Teilnahme im internationalen Geschäft.

Heiko Grimm, Melsunger Trainer.

„Wir haben es uns hart erarbeitet, dass es jetzt noch um einiges geht“, sagt MT-Trainer Heiko Grimm voller Vorfreude vor dem Schlussspurt. Dem kann Kapitän Finn Lemke nur beipflichten: „Es ist gut, wenn du mit deiner Mannschaft noch ein Ziel hast, was du greifen kannst. Wir spielen um eine Europacup-Teilnahme und nicht wie andere vielleicht nur um einen einstelligen Tabellenplatz.“ Lemke hofft, im Heimspiel am Donnerstag ab 19 Uhr (Rothenbach-Halle Kassel) gegen die TSV Hannover-Burgdorf dabei zu sein. Zurzeit leldet er unter einer Steißbeinprellung. Definitiv zwei Wochen ausfallen wird Roman Sidorowicz (Innenbandverletzung im Sprunggelenk). Angeschlagen sind zudem Felix Danner, Philipp und Michael Müller.

Der Abstiegskampf

Zwei Teams werden den Gang in die Zweitklassigkeit antreten – drei Mannschaften müssen noch zittern. Dabei hat der VfL Gummersbach (13 Punkte) einen kleinen Vorsprung auf die SG Bietigheim (11) und die Eulen aus Ludwigshafen (8). Allerdings haben die Oberbergischen am letzten Spieltag am 9. Juni noch die knifflige Aufgabe in Bietigheim zu bewältigen. Da könnte es zu einem Showdown kommen.

Die Emotionen

Je näher das Saisonende rückt, desto stärker rücken auch die Abschiede großer Bundesliga-Persönlichkeiten ins Bewusstsein. Bei Kiel beendet Erfolgstrainer Alfred Gislason seine Laufbahn als Vereinscoach, bei Flensburg hört der langjährige Kapitän Tobias Karlsson auf. Das werden emotionale Abgänge.

Zudem bestreiten einige Ausnahmespieler ihre vorerst letzten Partien in der höchsten deutschen Klasse. Der fast 40-jährige Gudjon Valur Sigurdsson wechselt von den Löwen nach Paris, und Flensburgs Rasmus Lauge geht zum ungarischen Topklub Veszprem. Darüber hinaus heuert Kiels Nationaltorwart Andi Wolff in Kielce/Polen an.

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