Sonntag mit der MT in Leipzig

Julius Kühn - mit Schnurrbart will er sich oben festbeißen

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Unterstützt die Aktion Movember: Julius Kühn (links, hier mit MT-Teamkollege Felix Danner beim Rasieren).

Kassel. In dieser Woche sagt Julius Kühn so Sätze wie: "Wir können ein Ausrufezeichen setzen." Und: "Wir können uns oben festbeißen." Der Torjäger des Handball-Bundesligisten MT Melsungen weiß sehr wohl um die große Bedeutung der Partie am Sonntag, 5. November, ab 15 Uhr (Sky) beim SC DHfK Leipzig.

Nur bei einem Sieg würde die MT den Füchsen aus Berlin und den Rhein-Neckar Löwen dicht auf den Fersen bleiben. Dass Kühn den Blick fürs Wesentlich nicht verliert, ist nicht selbstverständlich. Am vergangenen Wochenende war der 24-Jährige ein begehrter Interviewpartner bei den Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft.

Zudem ist seit wenigen Tagen bei Youtube ein Video verfügbar, in dem der Hüne sein schauspielerisches Talent zeigen muss. Die MT unterstützt erneut - genauso im übrigen wie etwa Kassels Eishockey-Huskies - die Aktion Movember. Dazu lassen sich die Männer im November Schnurrbärte wachsen, um auf das Thema Männergesundheit hinzuweisen. Das Geld, das dafür gesammelt wird, wird für die Erforschung und Vorbeugung von Prostatakrebs genutzt.

Der MT-Hüne spielt in diesem Video der Handball-Bundesliga den Außenreporter für Moderator und Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer - und ertappt dabei seinen Coach Michael Roth, wie dieser sich in Melsungen von einem Barbier den Bart stutzen lässt.

„Andere Leute machen dies sicher besser als ich“, sagt Kühn schmunzelnd zu seiner schauspielerischen Einlage. Kumpels haben ihn die Szenen mit ihm in den vergangenen Tagen immer wieder zugeschickt: „Die bespaßen sich, seitdem das Video online ist.“

Am Montag ist Kühn in der um 23 Uhr beginnenden Sendung Heimspiel des Hessen-Fernsehens zu Gast. Nicht nur, um seine Eindrücke von der Partie in Leipzig zu schildern, sondern auch um einen Ausblick auf das Derby am nächsten Samstag (20.30 Uhr, Rothenbach-Halle) gegen die HSG Wetzlar zu geben.

„Diese Verpflichtungen gehören dazu. Und wir wollten durch unsere Transfers ja auch diese Aufmerksamkeit“, erklärt Roth. Der Trainer selbst nimmt am Sonntag ab 17 Uhr (frei empfangbar auf Sky Sport News HD) in Leipzig am Handball-Talk von Stefan Kretzschmar teil.

Zuvor gibt es für Kühn in der Partie in der Arena ein schnelles Wiedersehen mit zwei Kollegen aus der DHB-Auswahl: Denn Rückraumstratege Philipp Weber und Linksaußen Yves Kunkel waren genauso wie MT-Kollege Finn Lemke beim Lehrgang in Berlin dabei. Über die Neuauflage vom Pokal-Achtelfinale, das Melsungen im Oktober in eigener Halle verloren hatte, wurde nicht gesprochen.

„Der Fokus lag komplett auf der Nationalmannschaft“, betont Kühn. Dies macht auch der Rechtshänder Weber deutlich. Der Ex-Wetzlarer, in der vergangenen Serie Bundesliga-Torschützenkönig, stellte nach der Rückkehr ins Leipziger Vereinstraining fest: „Abgeschaut haben wir uns nichts, denn wir wissen um die Stärken jedes Gegners.“ Der 25-Jährige fügt hinzu: „Wir werden uns wieder einen guten Matchplan zurechtlegen.“

Dazu wollen er und seine Mitstreiter vor allem mit der nötigen Aggressivität gegen Julius Kühn vorgehen. Denn der 1,98 m möchte seine Wurfgewalt voll zur Geltung bringen: „In diesem Monat stehen richtungsweisende Spiele an.“ Bei Sky ist die MT-Partie in Leipzig sogar das Topspiel. Das heißt: sieben Kameras und mit Henning Fritz und Martin Schwalb zwei Experten. Aber Kühn ist so viel Aufregung ja gewohnt. 

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