Gegen Wetzlar

MT Melsungen siegt 31:29 - Müller überragt im Hessenderby

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Wetzlar. Welch’ ein Paukenschlag des heimischen Handball-Bundesligisten! In der ersten Hälfte scheinbar abgehängt, erkämpfte sich die MT Melsungen im ausverkauften Jubiläumsderby der Handball-Bundesliga einen 31:29 (14:14)-Erfolg bei der HSG Wetzlar. .

Die Mannschaft von Michael Roth feierte diesen Sieg auf dem Parkett der Rittal-Arena noch ausgiebig

Mittendrin und obenauf: Nationalspieler Michael Müller, mit acht Treffern und Nerven wie Drahtseilen der Matchwinner der MT.

Von Beginn an war’s ein erbitterter Abnutzungskampf vor beiden Toren. Zunächst mit Vorteilen für die Gäste, denn die Melsunger 5:1-Deckung funktionierte in der Anfangsphase hervorragend. „Spitze“ Michael Allendorf nahm Ivano Balic den nötigen Spielraum, seine Nebenleute verschoben gut, Felix Danner machte die Mitte dicht und Torwart Appelgren war von vom Anpfiff weg hellwach.

Allerdings belohnten sich die Melsunger nicht für ihr aufgebautes Bollwerk. Bestes Beispiel: Bei eigenem 4:3-Vorsprung hatte Rechtsaußen Hildebrand völlig frei die Chance zu erhöhen – und vergab. Selbst aus einer Überzahl machte die MT danach nichts, stattdessen brachte Vladan Lipovina seine Mannschaft erstmals in Führung (5:4).

Für Mannschaftskamerad Tönnesen offensichtlich das Signal, die Bremsen zu lösen. Drei Treffer des Rückraumrechten zum 9:6 ließen die HSG-Fans frohlocken. Nach dem 10:6 durch Linksaußen Manaskov drohte gar ein einseitiges Nachbarduell, ehe sich die Nordhessen, aufgerüttelt von Trainer Roth, wieder fingen.

Insbesondere Michael Müller drehte nun auf, vortrefflich attestiert von der zweiten Reihe, den eingewechselten Momir Rnic und Jeffrey Boomhouwer. Noch wichtiger war, dass die Umstellung auf eine 6:0-Deckung umgehend Früchte trug und den Wetzlarer Angriff erlahmen ließ. Die Folge: Eine erfolgreiche Melsunger Aufholjagd, die Linkshänder Müller Sekunden vor der Pause mit seinem fünften Tor zum 14:14 krönte.

Die Grundlage zu einer Partie auf des Messers Schneide nach dem Wechsel, wozu nach drei Melsunger Holztreffern auch Torwart Sandström beitrug, als er einen Siebenmeter von Weltmeister Joli entschärfte, der sich bis dahin vom Punkt schadlos gehalten hatte.

Nicht zu halten war in dieser Phase dagegen der wieselflinke Manaskov, dem drei Treffer in Folge zum 21:18 (41.) gelangen. Doch die Nordhessen ließ sich wieder nicht beirren - und glichen durch Nenad Vuckovic und Johannes Sellin zum 21:21 (44.) aus.

Und blieben ganz, ganz cool im Hexenkessel der Rittal-Arena. Auch als der eingewechselte Javier Hombrados Vuckovic und Sellin zwei „Freie“ wegnahm. Mehr noch: In Unterzahl erzielte Regisseur Vuckovic per Kempa-Trick mit Rechtsaußen Sellin das 28:27 (56.). Und Momir Rnic am Rande des Zeitspiels das 29:27 (57.). Die Ouvertüre zum krönenden Abschluss des Tabellensechsten, den der überragende Müller mit seinen Treffern sieben und acht zum 31:29 besorgte.

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