Handball-Bundesliga in der Rothenbach-Halle

MT Melsungen wehrt sich gegen THW Kiel tapfer, verliert aber letztlich klar gegen Rekordmeister

MT Melsungen Logo Stand Juli 2017
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Die MT spielte am Samstagabend gegen den THW Kiel.

Mehr als 3000 Fans, großartige Stimmung in der Kasseler Rothenbach-Halle – aber kein Sieg. Handball-Bundesligist MT Melsungen musste sich dem Rekordmeister THW Kiel klar mit 26:33 (12:16) geschlagen geben.

Kassel - Vor 3186 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle musste Handball-Bundesligist MT Melsungen die erste Saison-Niederlage einstecken. Allerdings gegen keinen Geringeren als den deutschen Rekordmeister THW Kiel, der sich beim 33:26 (16:12) an der Fulda in erstaunlicher Frühform präsentierte.

Erstmals seit fast eineinhalb Jahren war die Kasseler Rothenbach-Halle wieder gut gefüllt. Und die Stimmung auf den Rängen sorgte dafür, dass die Gastgeber dem klaren Favoriten von der ersten Sekunde an einen heißen Kampf lieferten. Allen voran: Elvar Örn Jonsson. Der isländische Neuzugang stellte die THW-Abwehr vor einige Probleme. Auch Schlussmann Nebojsa Simic zeichnete sich wiederholt aus und genoss sichtlich den Applaus der Zuschauer.

Ein kleiner Knackpunkt im Spiel: Nach Jonssons 6:7 hatte Timo Kastening die Chance, zum 7:7 auszugleichen, scheiterte aber am Kieler Torwart Niklas Landin. Kurz darauf stand es dann 6:10, weil der Rekordmeister unheimlich Druck ausübte. Jonsson und sein Landsmann Arnar Freyr Arnarsson hatten alle Hände voll zu tun. Bitter, dass Arnarsson früh mit zwei Zeitstrafen belastet war. Seinen Part übernahm Finn Lemke.

Die Gäste setzten sich in der 25. Minute durch Hendrik Pekeler auf 15:10 ab. Deutlicher wurde es nicht. Lemke blockte, was zu blocken war. Unter den Augen vom früheren Melsunger Trainer Hrvoje Horvat, der zusammen mit seinem gleichnamigen Sohn (Kroatiens Nationalcoach) sowie dem MT-Aufstiegskapitän und aktuellen deutschen Co-Trainer Erik Wudtke interessiert das Geschehen auf dem Feld verfolgte, verkürzten die Gastgeber durch Domagoj Pavlovic zumindest auf 12:16.

So souverän wie der THW auftrat, war zur Pause klar, dass es für die MT schwer werden würde mit einem Erfolgserlebnis gegen den Champions-League-Gewinner von 2020. Die Heimmannschaft machte sich erst mal an die Arbeit: Kapitän Kai Häfner zum 13:16. Allerdings fehlte den Melsungern in einigen Situationen das nötigen Spielglück. Zudem hatten sie mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter Pech. Was zur Folge hatte, dass der THW nach Michael Allendorfs 14:17 vier Treffer in Folge zum 21:14 markierte. Es roch stark nach Vorentscheidung.

In puncto Einsatzbereitschaft war der MT kein Vorwurf zu machen. Sie traf aber eben auf einen fantastischen THW Kiel, der noch nicht einmal die ganze Breite im Kader ausnutzen musste. Kleine Mutmacher waren das Dreher-Tor von Allendorf zum 15:21 und die Paraden von Simic, der Landin in nichts nachstand. Apropos Allendorf: Er bot eine starke Leistung.

In der46. Minute verwertete der für Kastening eingewechselte Tobias Reichmann ein herrliches Anspiel von Jonsson zum 22:27. Die Melsunger gaben sich nicht auf, sie wehrten sich tapfer. Doch ernsthaft in Gefahr bringen konnte das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson den Favoriten nicht mehr. Zumal der THW sehr abgezockt auftrat und sich immer auf seine Hintermannschaft und Welthandballer Niklas Landin im Tor verlassen konnte. Auch der Bruder des Torwarts, Linksaußen Magnus Landin, setzte wichtige Akzente.

Am kommenden Donnerstag steht für die Nordhessen das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann gastieren die Füchse Berlin ab 19.05 Uhr auf dem Kasseler Messegelände. Für die Begegnung gibt es noch ausreichend Karten zu kaufen.

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