Handball-Bundesliga

33:29 – MT Melsungen beweist beim SC DHfK Leipzig Nervenstärke

Voller Einsatz am eigenen Kreis: Die Melsunger Arnar Freyr Arnarsson (von links), Finn Lemke und Julius Kühn stellen sich den Leipzigern Philipp Weber und Maciej Gebala hervor.
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Voller Einsatz am eigenen Kreis: Die Melsunger Arnar Freyr Arnarsson (von links), Finn Lemke und Julius Kühn stellen sich den Leipzigern Philipp Weber und Maciej Gebala hervor.

Endlich wieder ein Sieg: Nach zuletzt drei Niederlagen gegen die Top-Klubs Magdeburg, Kiel und Flensburg haben die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen die äußerst unangenehme Aufgabe beim SC DHfK Leipzig mit 33:29 (13:13) zu ihren Gunsten entschieden.

Kassel – Endlich wieder ein Sieg: Nach zuletzt drei Niederlagen gegen die Top-Klubs Magdeburg, Kiel und Flensburg haben die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen die äußerst unangenehme Aufgabe beim SC DHfK Leipzig mit 33:29 (13:13) zu ihren Gunsten entschieden. Zwar hatten die Nordhessen teilweise auch so ihre kleinen Schwierigkeiten, insbesondere die letzten 20 Minuten hatten aus MT-Sicht aber viel Positives.

„Wir werfen 20 Tore in der zweiten Halbzeit. Das zeigt, wie gut wir im Angriff gespielt haben“, bilanzierte Trainer Gudmundur Gudmundsson. „Unsere Abwehr stand praktisch über die gesamten 60 Minuten gut.“ Und auch die Torhüter Silvio Heinevetter und Nebojsa Simic verdienten sich ein dickes Lob.

Es war das Duell zweier Tabellennachbarn – und so war es auch keine Überraschung, dass die erste Hälfte recht ausgeglichen verlief. Beide Mannschaften strotzten dabei nicht gerade vor Selbstvertrauen: Fehler hier, Fehler dort. Optisch war Melsungen etwas besser. Ab der zehnten Minute spiegelte sich das auch im Ergebnis wider. Kai Häfner (2) und Timo Kastening wandelten den 3:4-Rückstand in eine 6:4-Führung um (16.).

Das Problem der Nordhessen – einmal mehr: Sie belohnten sich oft nicht für ihre Ballgewinne am eigenen Kreis. Und davon gab es reichlich, weil Schlussmann Heinevetter einige wichtige Paraden zeigte. Seine spektakulärste Tat: In der 22. Minute holte er einen knallharten Wurf des dynamischen Leipziger Rückraummanns Philipp Weber aus dem Winkel.

Kurz vor der Pause hatte Melsungen alle Möglichkeiten, um sich mit einem kleinen Vorsprung in die Kabine zu verabschieden. Zumal die Gastgeber auch einige Schwächen offenbarten: Felix Danner nutzte einen kapitalen Fehlpass des SC DHfK zum 13:11. Doch dann ließ die MT einiges liegen. Die logische Folge: Luca Witzke und Lucas Krzikalla glichen für die Sachsen zum 13:13-Pausenstand aus. Schon etwas, worüber sich die Melsunger mächtig ärgern mussten.

Und der Frust darüber wurde nach dem Wiederanpfiff auch nicht weniger. Weber war für die Heimannschaft zum 14:13 erfolgreich. Wenn die Melsunger den Kontrahenten ins Positionsspiel zwingen konnten, dann war aus MT-Sicht alles in Ordnung. Doch nicht gut war das Rückzugsverhalten. Etliche Gegentreffer kassierten die Gäste aus der ersten und zweiten Welle. Was dazu führte, dass die Sachsen durch Weber (2) und Alen Milosevic aus einem 18:19 ein 21:19 machten.

Keine leichte Situation für die Melsunger. Doch eine, an der sie mental nicht zerbrachen. Im Gegenteil: Die MT zeigte Nervenstärke. Wie im Fall von Tobias Reichmann, der auch nach zwei verworfenen Siebenmetern noch den Gang zur ominösen Linie nicht fürchtete – und mit dem 21:21 belohnt wurde.

Die Melsunger strahlten nun von allen Positionen Gefahr aus. Domagoj Pavlovic übte viel Druck auf den Kontrahenten auf – und Julius Kühn, Häfner, Arnar Freyr Arnarsson und auch Michael Allendorf waren Nutznießer.

Ein Name darf aber an dieser Stelle auch nicht fehlen: Nebojsa Simic. Der Montenegriner, der für Heinevetter ins Spiel kam, zeichnete sich hinter einer beweglichen Melsunger Deckung mehrfach aus. Darunter war auch ein gehaltener Siebenmeter (Krzikalla, 47.).

Bis zur 50. Minute hatten sich die Gäste auf 27:24 abgesetzt. Jetzt waren die Melsunger tonangebend. In den Schlussminuten setzte der ersatzgeschwächte SC DHfK alles auf eine Karte – und versuchte mit einer Manndeckung, noch eine Trendwende einzuleiten. Die Antwort der MT? Ein Treffer von Pavlovic zum 32:28 (58.). Kastening legte kurz darauf zum 33:28 nach.

Der Auftritt speziell in den letzten 20 Minuten macht Hoffnung, dass die Melsunger auch am Samstag (20.30 Uhr) Punkte einfahren. Denn schon 48 Stunden nach der Partie in Leipzig erwarten sie in der Kasseler Rothenbach-Halle das wieder erstarkte Frisch Auf Göppingen. (Björn Mahr)

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