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Bei Generalprobe auf Rang drei: MT Melsungen bezwingt FC Porto beim Turnier in Selestat

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Von: Björn Mahr

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Feuern die Kollegen an: Ben Beekmann (links) und Dimitri Ignatow.
Feuern die Kollegen an: Ben Beekmann (links) und Dimitri Ignatow. © Alibek Käsler

Die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen unterlagen beim Turnier im französischen Selestat dem Team vom HBC Nantes, schlugen aber den FC Porto

Eine Niederlage, ein Sieg – Handball-Bundesligist MT Melsungen hat sich beim Euro-Tournoi im französischen Selestat gut verkauft. Nach dem 31:34 (14:21) im Halbfinale gegen den HBC Nantes gelang dem Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo am Sonntag ein 31:26 (11:11) gegen den portugiesischen Spitzenklub FC Porto. Dem früheren Verein von Melsungens Andre Gomes, der 2021 aus Porto nach Melsungen gewechselt war.

„Ich habe einige Freunde im Team“, sagte Gomes im Vorfeld. Kein Wunder also, dass er Spieler wie Portos Victor Iturriza herzlich begrüßte und sich mit ihnen vor dem Aufwärmen kurz austauschte. Geschenke an die alten Kollegen verteilte er aber nicht.

Die erste Halbzeit verlief weitgehend ausgeglichen. Nach einer Viertelstunde stand es 6:6. „Es war über das gesamte Spiel gesehen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Auftritt am Vortag“, bilanzierte Melsungens Assistenzcoach Arjan Haenen. Etliche Glanzparaden zeigte Torwart Nebojsa Simic.

Nicht zu stoppen: Melsungens Andre Gomes (Mitte) findet in Portos Deckungsverbund eine Lücke.
Nicht zu stoppen: Melsungens Andre Gomes (Mitte) findet in Portos Deckungsverbund eine Lücke. © Alibek Kä#sler

„Wir haben doch noch mehr gewechselt als in einem Punktspiel“, räumte Sportdirektor Michael Allendorf ein. Nach der Pause setzte sich die MT auf 23:20 ab. Gestützt auf eine kompakte Deckung und einen starken Spielmacher Agustin Casado, der wichtige Akzente im Angriff setzte. „Wir hatten gegen Ende den Gegner gut im Griff“, stellte Allendorf fest. Damit erreichte das Team Platz drei. Trotzdem war die Fehlerzahl im MT-Spiel noch zu groß. Julius Kühn fand genauso wie am Vortag nicht zu seinem Spiel.

Knapp 24 Stunden zuvor hatten die Nordhessen ihre erste Niederlage in einem offiziellen Testspiel während dieser Vorbereitung kassiert. Champions-League-Teilnehmer Nantes schlug vom Anwurf weg ein hohes Tempo an – und Melsungen hatte zunächst unerwartet große Probleme, dem Kontrahenten zu folgen. „Solche Tests bringen uns aber weiter“, befand Allendorf nach der Generalprobe für den Rundenstart.

Haenen kommentierte: „In der ersten Hälfte haben wir unter unserem Niveau gespielt. Die Abwehr stand ganz gut. Wir hatten jedoch zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Und das wurde bestraft.“

Ähnlich fiel das Fazit von Rechtsaußen Dimitri Ignatow aus: „Die erste Halbzeit ist leider überhaupt nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt und besprochen haben. Wir hatten nicht die nötige Härte und Intensität.“ Der Rückkehrer sagte aber auch: „Erfreulicherweise haben wir in der zweiten Hälfte gezeigt, was in uns steckt.“

Nach der Pause legte die MT unter den Augen einiger mitgereister Anhänger zu, konnte aber nur noch verkürzen. Kurz vor Ende stand es 30:32. Der Bundesligist war sogar in Ballbesitz, schlug daraus aber kein Kapital. Bester Schütze war Kapitän Kai Häfner (sechs Tore).

Direkt nach dem Spiel ging es gestern im Bus zurück nach Kassel. „Wir konnten viel an der Abwehr und am Angriff feilen. Das war wichtig“, erklärte Ignatow. Nach der Rückkehr haben die MT-Profis heute trainingsfrei. Morgen beginnt die Vorbereitung auf das erste Punktspiel am Samstag ab 20.30 Uhr bei den Rhein-Neckar Löwen. (Björn Mahr)

MT-Statistik

Statistik Melsungen (gegen Porto): Simic, Morawski, Ullrich - Kühn, Malasinskas 1, Casado 7, Ignatow 4, Moraes 3, Beekmann, Drosten, Arnarsson 3, Gomes 4, Kalarash, Häfner 1, Fuchs 2, Martinovic 5/2, Mandic 1.

Melsungen (gegen Nantes): Simic, Morawski, Ullrich - Kühn, Malasinskas 1, Casado 3, Ignatow 3, Moraes 4, Beekmann, Drosten, Arnarsson 3, Gomes 5, Kalarash, Häfner 6, Fuchs 1, Martinovic 2/2, Mandic 3.

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