Sieben Erwartungen an den heimischen Bundesligisten

Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig: Macht es die MT Melsungen diesmal mit Köpfchen?

Michael Allendorf (Nummer 22, linkes Bild) fällt vorerst aus - Yves Kunkel (links) ist bei der MT Melsungen wieder erste Wahl auf Linksaußen.
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Da gehts lang: Da Michael Allendorf (Nummer 22) vorerst ausfällt, ist Yves Kunkel (links) wieder erste Wahl auf Linksaußen.

Vier Tage nach der 28:30-Niederlage gegen den TVB Stuttgart steht Handball-Bundesligist MT Melsungen eine weitere knifflige Aufgabe ins Haus. Heute ab 19 Uhr empfängt die Mannschaft den SC DHfK Leipzig. Wir bieten ein Liveradio und einen Ticker an.

Kassel – Das nächste Heimspiel – der nächste Gegner auf Augenhöhe. Vier Tage nach der 28:30-Niederlage gegen den TVB Stuttgart steht Handball-Bundesligist MT Melsungen eine weitere knifflige Aufgabe ins Haus. Heute ab 19 Uhr empfängt die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson in der Kasseler Rothenbach-Halle den SC DHfK Leipzig.

Vor dem spannungsgeladenen Duell haben wir in sieben Punkten formuliert, was von der MT zu erwarten ist:

1. Ein weiterer leidenschaftlicher Auftritt: Eines kann man den Melsungern nach der WM-bedingten Pause nicht vorwerfen – nämlich, dass sie nicht alles gegeben hat. Sowohl in den Sieg in Essen als auch in die Partie gegen Stuttgart wurde kräftig investiert. „Ich erhoffe mir, dass wir auch gegen Leipzig vollen Einsatz bringen“, sagt Rückraumschütze Kai Häfner.

2. Mehr Geduld im Angriff: Wer das Spiel gegen die Schwaben aufmerksam verfolgt hat, dem wird aufgefallen sein, dass sich die Nordhessen im Angriff zu oft für den riskanten Pass entschieden haben. Die Folge: Sie kassierten etliche Tempogegenstöße. „Wir müssen uns bessere Chancen erarbeiten“, fordert Gudmundsson. Das heißt: mit Köpfchen spielen und Druck aufbauen. In Essen war Domagoj Pavlovic ein kluger Stratege gewesen. „Wir müssen unsere Fehler minimieren“, betont Häfner.

Große Hoffnungen ruhen bei der MT auch auf Kai Häfner.

3. Ein kaltschnäuziger Linksaußen: Im ersten Abschnitt dieser Saison war auf Yves Kunkel Verlass. Im Kalenderjahr 2021 nahm er noch nicht Rhythmus auf. Da er in Essen wenig Akzente setzte, bekam gegen Stuttgart der erfahrene Michael Allendorf seine Chance. Und der zweitdienstälteste Melsunger Profi steigerte sich im Verlauf der Partie. „In der zweiten Hälfte lief es gut“, resümierte Allendorf. Jetzt fällt er aber aus. Bei seinem zweiten von zwei Toren erlitt er einen Achillessehnenanriss – drei Wochen Pause. „Das ist doppelt ärgerlich, weil ich wahrscheinlich eine gute Chance gehabt hätte, erneut anzufangen“, erklärt der 34-Jährige. Kunkel wird nun heute wieder beginnen.

4. Starke Auftritte von Julius Kühn und Timo Kastening: Nach der Weltmeisterschaft in Ägypten hatten der Halblinke Kühn und der Rechtsaußen Kastening keine Probleme beim Wiedereinstieg in den Liga-Alltag: Insgesamt 34 Treffer gelangen dem Duo an den ersten beiden Spieltagen. Damit gingen die Hälfte aller Melsunger Tore auf ihr Konto. „Beide sind zurzeit gut drauf“, lobt Gudmundsson, „und was wichtig ist: Sie können ihre Kollegen mitreißen.“

5. Mehr Entlastung von der Bank: Das Stuttgart-Spiel hat es noch einmal eindeutig gezeigt: Es fehlen der MT die Alternativen, um die besonders beanspruchten Kühn und Häfner zu entlasten. „Unser Ziel ist es weiterhin, so gut es geht die Kräfte zu verteilen“, stellt Gudmundsson klar. Marino Maric und Stefan Salger sind Kandidaten, um für Häfner in der offensiven 6:0-Abwehr auf einer Halbposition zu decken. Lasse Mikkelsen ist eine Option für den Rückraum.

6. Ein gut funktionierendes Torwartgespann: Gegen Essen ergänzten sich Silvio Heinevetter und Nebojsa Simic recht ordentlich. Gegen Stuttgart waren die beiden Schlussleute zwar nicht schlecht – aber irgendwie auch nicht richtig gut. Da geht definitiv mehr.

7. Ein Heimsieg: Kleine Preisfrage: Wann hat die MT das letzte Mal ein Spiel in Kassel gewonnen? Antwort: Es war am 29. November gegen den Bergischen HC – 32:31. Mit einem Erfolg würden die Melsunger ihre nach wie vor gute Ausgangsposition untermauern. Nach Minuspunkten liegen sie zusammen mit Magdeburg und den Rhein-Neckar Löwen auf Rang vier. (Björn Mahr)

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