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Handball-Bundesligist MT Melsungen: Finn Lemke musste noch einmal unters Messer

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Von: Björn Mahr

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Da war es passiert: Finn Lemke lässt sich von MT-Physiotherapeut René Kagel behandeln.
Da war es passiert: Finn Lemke lässt sich von MT-Physiotherapeut René Kagel behandeln. © Dieter Schachtschneider

Finn Lemke muss sich noch einige Zeit gedulden, bis er Handball-Bundesligist MT Melsungen wieder zur Verfügung steht. Nun musste er erneut unters Messer.

Kassel – Die einen genießen teilweise fernab von Deutschland ihren kurzen Winterurlaub, die anderen stecken dagegen mit ihren Nationalmannschaften in der EM-Vorbereitung. Und Finn Lemke? Der Abwehr-Hüne des Handball-Bundesligisten MT Melsungen ist weiter außer Gefecht gesetzt. An dem Tag, als sich seine Kollegen mit einem überraschenden 29:28-Sieg in Berlin in die Pause verabschiedeten, wurde Lemke bei einem Spezialisten in München noch einmal am rechten Sprunggelenk operiert.

Was für den 29-Jährigen durchaus etwas Positives ist. Denn nun ist klar, weshalb Lemke auch drei Monate nach seinem verletzungsbedingten Ausscheiden gegen den TuS N-Lübbecke immer noch Probleme hatte. Im Dezember wurde er nun in München mit einem Spezialgerät untersucht. „Dort sind freie Gelenkkörper entdeckt worden, die jetzt entfernt wurden“, erklärt Melsungens Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch. Für Lemke heißt es nun in den nächsten Wochen, den Fuß ruhig zu halten. Wann er wieder auf dem Feld steht, wird sich erst in mehreren Wochen zeigen, wenn ihn die nächste Reha erwartet.

„Ich lasse mir die gute Laune nicht vermiesen“, sagt der 2,10-m-Mann. Als er im Krankenbett in München die Partie der MT-Kameraden in Berlin am Bildschirm verfolgte, soll es Gerüchten zufolge auch für seinen Zimmernachbarn nicht ganz so entspannt gewesen sein. Schlimm sei es für Lemke nur in einem Augenblick im November gewesen. „Da hatte ich schon die Tasche gepackt“, berichtet der MT-Profi. Dann bekam er aber von der medizinischen Abteilung kein Grünes Licht für das Comeback. Das Warten ging weiter.

Hätte sich Lemke im September nicht schwer verletzt, würde er sich jetzt womöglich in Großwallstadt mit der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) auf die Europameisterschaft einstimmen. Aufgrund seiner langen Erfahrung hätte er durchaus eine wichtige Stütze für das Deckungszentrum sein können – auch wenn es bei Bundestrainer Alfred Gislason immer weniger Spezialisten geben soll.

„Die Nationalmannschaft ist in meinem Kopf gerade ganz weit weg. Aber wenn das Turnier losgeht, werde ich natürlich die Spiele schauen“, sagt Lemke und schiebt schmunzelnd nach: „Ich kann ja vorerst eh nur liegen.“ (Björn Mahr)

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