Pleite im hohen Norden

20:36 – Handball-Bundesligist MT Melsungen geht bei der SG Flensburg-Handewitt unter

Chancenlos: Kai Häfner (links) kann Johannes Golla (SG) nicht stoppen. Rechts: Arnar Freyr Arnarsson.
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Chancenlos: Kai Häfner (links) kann Johannes Golla (SG) nicht stoppen. Rechts: Arnar Freyr Arnarsson.

Sein erstes Punktspiel als Melsunger Handball-Cheftrainer führte Gudmundur Gudmundsson im März 2020 nach Flensburg. Damals gab es eine 23:30-Niederlage. Der zweite Besuch mit der MT im nördlichsten Bundesliga-Standort war noch um einiges ernüchternder.

Kassel - Sein erstes Punktspiel als Melsunger Handball-Cheftrainer führte Gudmundur Gudmundsson im März 2020 nach Flensburg. Damals gab es eine 23:30-Niederlage. Der zweite Besuch mit der MT im nördlichsten Bundesliga-Standort war noch um einiges ernüchternder. Nicht einmal 48 Stunden nach der Partie in Kiel kassierten die Nordhessen eine 20:36 (9:21)-Packung. Kurzum: eine desolate Vorstellung.

Das dritte Auswärtsspiel innerhalb von sechs Tagen – es lief komplett an den Melsungern vorbei. „Nach den harten Wochen ist die Mannschaft in ein Loch gefallen“; resümierte Gudmundsson. Seine Mannschaft war mental und körperlich überhaupt nicht auf der Höhe.  Das 1:0 der Flensburger durch Lasse Svan, der sein 600. Bundesligaspiel absolvierte, glich Domagoj Pavlovic noch aus. Dann liefen die Gäste aber nur noch einem Rückstand hinterher. Und das, obwohl ihr Torwart Nebojsa Simic noch eine starke Leistung zeigte. Doch seine Deckung fand überhaupt nicht zur Kompaktheit.

Und im Angriff vergaben die Melsunger etliche Möglichkeiten. Zwar musste die SG auf ihren Stammtorhüter Benjamin Buric (Muskelfaserriss) verzichten, die Schwächung bei den Norddeutschen konnten sie aber nicht nutzen. In der 28. Minute stand es aus Sicht der Gäste bereits 8:19. Sowohl der Ex-Melsunger Johannes Golla als auch der zukünftige MT-Profi Alexander Petersson trugen sich in die Torschützenliste ein. Allerdings fiel bei den Gästen auch früh Kai Häfner (Knieprobleme) aus. So kam Tobias Reichmann teilweise auf der ungewohnten Position im rechten Rückraum zum Einsatz.

Wer die Hoffnung hatte, die Melsunger könnten sich nach dem Wechsel noch einmal berappeln, der sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Der Rückstand wuchs immer weiter an (13:29, 44.). Die Begegnung hatte aus Sicht der SG längst den Charakter einer besseren Trainingseinheit. Da absehbar war, dass für die Nordhessen nichts mehr zu holen sein würde, nahm Gudmundsson einige Wechsel vor. So durfte der A-Jugendliche Paul Kompenhans, der anstelle des verletzten Ole Pregler mit nach Schleswig-Holstein gereist war, ran. Und der Youngster sorgte noch für einige positive Aktionen im MT-Spiel. Ihm gelangen in der Männer-Bundesliga seine ersten drei Treffer in seiner Karriere. Auch der für Simic eingewechselte Silvio Heinevetter hatte noch gute Szenen. Der Rest des Teams? Schwach. (Björn Mahr)

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