Heimspiel in der Handball-Bundesliga verlegt

Schock für die MT Melsungen: Drei Profis positiv auf Corona getestet

Melsungens Timo Kastening ist einer von drei Spielern, die positiv getestet wurden.
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An Corona erkrankt: Melsungens Timo Kastening ist einer von drei Spielern, die positiv getestet wurden.

Eigentlich sollte die MT Melsungen am Dienstagabend ihr nächstes Heimspiel in der Handball-Bundesliga bestreiten. Nun hat das Team drei weitere Coronafälle. Die Partie gegen den TVB Stuttgart muss verlegt werden.

Kassel – Die bittere Nachricht kam um halb zehn am Montagabend. Handball-Bundesligist MT Melsungen hat drei weitere Coronafälle. Und weil die Nationalspieler Silvio Heinevetter und Timo Kastening sowie Linksaußen Yves Kunkel positiv auf Covid-19 getestet wurden, muss die für heute geplante Begegnung in Kassel gegen den TVB Stuttgart verlegt werden.

„Das ist ein echter Schock für die Spieler, für die Mannschaft und für den Verein“, erklärte MT-Manager Axel Geerken, „gerade vor dem Hintergrund der Ereignisse beim Thema Corona bei uns in den letzten Wochen.“ Erst im November hatte es Kapitän Finn Lemke erwischt. „Wir denken jetzt überhaupt nicht daran, wie es für uns in der Liga weitergeht, sondern das Wichtigste ist, dass sich die betroffenen Spieler in Ruhe und vollständig erholen“, betonte Geerken. Die betroffenen Akteure zeigen maximal leichte Symptome.

Fest steht trotzdem: Die Melsunger werden nach dem letzten Spieltag vor Heiligabend schon mit fünf Begegnungen im Rückstand sein. Denn zuvor fielen bereits die Partien in Flensburg, in Kiel, in Hannover und gegen Magdeburg aus. Und es ist davon auszugehen, dass auch das Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag bei den Eulen aus Ludwigshafen ausfallen muss. Es stellt sich aber jetzt nicht nur die Frage, wie die MT noch so viele Spiele nachholen kann. Denn: Dass es mit Heinevetter und Kastening zwei deutsche Nationalspieler getroffen hat, macht es auch für die WM-Vorbereitung der DHB-Auswahl nicht leichter. Am 3. Januar soll es in Neuss losgehen.

Die Melsunger waren am späten Sonntagabend aus Göppingen zurückgekehrt. Mit einem guten Gefühl, nachdem sie bei Frisch Auf 30:23 gewonnen hatten. Dort hatten sich alle mit Nebojsa Simic, dem Tormann der MT gefreut. Nach seiner Einwechslung in der 41. Minute kassierte der Montenegriner nur noch vier Gegentreffer und hielt in der Schlussphase sage und schreibe mehr als 60 Prozent der Bälle, die auf sein Tor kamen.

Dabei hatte sich ein Torwartwechsel nicht unbedingt angekündigt. Silvio Heinevetter parierte speziell im ersten Abschnitt ebenfalls famos. „Es war ein bisschen Bauchgefühl dabei, wir haben aber auch die Statistik im Blick und gemerkt, dass jetzt die Zeit gekommen ist“, erklärte MT-Coach Gudmundur Gudmundsson. Die Entscheidung, die er zusammen mit seinem Co-Trainer Arjan Haenen traf, war jedenfalls richtig.

Simic reagierte danach nicht nur prächtig, sondern zeigte auch die nötigen Emotionen. Gefühlt nach jeder gelungenen Aktion klopfte er sich auf die stolz geschwellte Brust. Das hinterließ auch beim Gegner spürbar Eindruck.

Überhaupt zeigten die Nordhessen eine überzeugende Mannschaftsleistung. Kai Häfner, genauso wie Julius Kühn je achtmal erfolgreich, strich „die große Einsatzbereitschaft“ in der Mannschaft heraus. Auch für Regisseur Mikkelsen hatte er ein dickes Lob parat: „Lasse hat das richtig cool gespielt und hatte die volle Kontrolle über das Spiel.“ Wann es nun für die MT weitergeht, steht erst einmal in den Sternen.

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