Drei Neuzugänge im Kader des Bundesligisten

Rückkehr nach 125 Tagen: Handballer der MT Melsungen sind in die Vorbereitung gestartet

Um MT-Neuzugang Timo Kastening (Mitte) kümmern sich (von links) Khamis Mizar und Sabrina Teschner  sowie  Julius Kühn und Nebojsa Simic.
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Auf das Styling kommt es an: Um MT-Neuzugang Timo Kastening (Mitte) kümmern sich (von links) Khamis Mizar und Sabrina Teschner vom Melsunger Salon Trendcutter sowie die Teamkollegen Julius Kühn und Nebojsa Simic.

Mit einigen Fotoshootings ist Handball-Bundesligist MT Melsungen in die Vorbereitung auf die nächste Saison gestartet. Wir waren vor Ort.

Kassel - Vor dem Haupteingang der Kasseler Rothenbach-Halle sind zwei Fachkräfte am Freitagmorgen damit beschäftigt, das auswuchernde Unkraut zu entfernen. Auch im Gebäude herrscht Aufbruchstimmung. Denn die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen steigen um 8 Uhr in die Saisonvorbereitung ein – traditionell mit Fotoshootings.

Das Geburtstagskind: Vor dem Start in den dreitägigen Fotomarathon gratuliert Manager Axel Geerken den frisch gebackenen Vätern Yves Kunkel, Nebojsa Simic und Kai Häfner. Was im kollektiven Wiedersehenstrubel aber etwas untergeht: Häfner wird 31 Jahre alt. Ein Ständchen der Kollegen steht noch aus. Zwar bedauert es der Nationalspieler, den Jubeltag nicht voll umfänglich mit seiner Familie verbringen zu können, freut sich aber umso mehr, wenn er Sohnemann Levi Hans wieder im Arm halten kann: „Es gibt nicht viel Schöneres, als wenn er mich anlächelt.“

Bitte recht freundlich: MT-Spieler Kai Häfner (links) mit Fotograf Alibek Käsler.

Die Rückkehr: 125 Tage ist es her, seitdem die MT-Profis zum letzten Mal das Spielfeld betraten. „Es war ganz schön, endlich mal wieder zur Halle fahren zu dürfen“, sagt Torjäger Julius Kühn schmunzelnd. Felix Danner ergänzt: „Es fühlt sich gut an, den Boden zu spüren.“ Der sieht aus wie neu, ist grundgereinigt.

Zuletzt waren sie mit ihrem Team am 7. März beim 28:26-Heimsieg gegen Wetzlar dort. Als der Kontakt zu den Zuschauern schon deutlich eingeschränkt war und sich Torwart Simic das Hallenmikrofon von Sprecher Bernd Kaiser schnappte, um ein paar Worte an die Fans zu richten: „Es tut mir leid, dass wir wegen des Scheiß-Virus’ heute nicht mit euch feiern können.“ Jetzt hofft der Montenegriner, dass „wir die neue Saison ohne Unterbrechung und mit Zuschauern durchbringen können.“ Am 1. Oktober soll der Spielbetrieb aufgenommen werden.

Das Personal: Alle da – bis auf Michael Allendorf. Der Linksaußen wird wegen einer privaten Verpflichtung erst leicht verspätet dazu stoßen. Erstmals im Melsunger Dress zeigen sich indes die Neuen: die Nationalspieler Silvio Heinevetter und Handballer des Jahres Timo Kastening sowie Arnar Freyr Arnarsson, der erst am Vortag zusammen mit Trainer Gudmundur Gudmundsson aus Island angereist ist.

Torhüter Silvio Heinevetter trägt jetzt das rote Trikot der MT Melsungen.

Seit Mittwoch lebt Handball-Ausnahmetorwart Heinevetter in Kassel. „Die Wohnung ist noch nicht ganz fertig, ein paar Möbel fehlen noch“, erklärt der prominente Neuzugang aus Berlin. Nordhessens Metropole sieht er als seinen neuen Lebensmittelpunkt an. Schon am ersten Arbeitstag begleitet ein Team des Senders Sky den Handballer, der auch durch seine Beziehung zur Schauspielerin Simone Thomalla einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist.

Die Erwartungen: Die MT gilt aufgrund der personellen Veränderungen als heißer Anwärter auf eine Top-Platzierung. Allein sechs aktuelle deutsche Nationalspieler stehen im Kader. „Ich bin gespannt, wie Mannschaft, Umfeld und Fans ticken. Ich denke, dass es ganz gut passen kann“, sagt Kastening, „wir alle haben das Ziel, uns weiterzuentwickeln.“

Das Programm: Bis morgen werden die Melsunger Profis in allen Variationen abgelichtet – Fotos für Weihnachten und Ostern inklusive. MT-Fotograf Alibek Käsler und Kameramann Christian Lehrke haben ebenso alle Hände voll zu tun wie die Stylisten Sabrina Teschner und Khamis Mizar vom Salon Trendcutter in Melsungen.

„Wir produzieren jetzt auch schon einen neuen Trailer“, erkläutert die für das MT-Marketing zuständige Christine Höhmann. Involviert in die Abläufe ist die Kasseler Agentur Von Übermorgen. Zwischen Fotoshootung und Ausdauerlauf in der Karlsaue können sich die Spieler in der Halle an einer Imbissbar stärken, die Christoph Brand von den Fliegenden Köchen bestückt hat. In Coronazeiten müssen dabei die Brötchen sowie andere Leckereien abgepackt sein.

Am Montag stehen an der Uni Kassel die Leistungsdiagnostiktests an. „Unsere Spieler müssen zwar Trainingspläne erfüllen. Nach der langen Pause ist es dennoch wichtig zu wissen, wo sie jetzt stehen“, sagt Geerken. Einen Tag später geht es dann erstmals zu einem regulären Mannschaftstraining in die Melsunger Stadtsporthalle. „Darauf bin ich sehr gespannt“, betont Danner. Ihr letztes Training mit Körperkontakt hatten er und seine Kollegen im März.

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