Handball-Bundesligist schlägt Balingen 36:23

Rund um das Spiel der MT Melsungen: Marics Kämpferqualitäten

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Harter Zweikampf: Marino Maric (rechts) hält sich hier Vladan Lipovina vom Leib. 

Es war ein Schützenfest in der Rothenbach-Halle: Die MT Melsungen feierte am zweiten Weihnachtstag ihre Revanche gegen Balingen und noch viel mehr. Rund um das Spiel:

Kassel - Ein überglücklicher Torwart, ein überraschender Siebenmeterschütze und ein weihnachtlicher Premierensieg – der 36:23-Heimerfolg der MT Melsungen in der Handball-Bundesliga gegen HBW Balingen-Weilstetten lieferte ausreichend Gesprächsstoff. 

Nebojsa Simic hat seine Wette gewonnen

Eigentlich hatte Melsungens Schlussmann Nebojsa Simic zwei gute Gründe, um gegen die Gallier von der Alb über sich hinauszuwachsen. Zunächst einmal ging es ihm natürlich darum, mit seiner Mannschaft Revanche zu nehmen für die Pleite in der Hinserie

Im Hinterkopf hatte er während der Partie aber auch eine Wette mit seinem montenegrinischen Landsmann Vladan Lipovina auf Balinger Seite. „Er durfte nicht mehr als drei Tore werfen, und ich habe immer mitgezählt“, sagte Simic schmunzelnd. Am Ende stand Lipovina bei drei Treffern – und Simic strahlte bis über beide Ohren. „Ich muss glücklich sein“, resümierte der 26-Jährige. Zumal er auf 16 gehaltene Bälle kam.

Marino Maric: Für die EM gerüstet

Marino Maric fand eher schwer ins Spiel. In der ersten Halbzeit verzeichnete der kroatische Kreisläufer auch einige Fahrkarten. Umso beeindruckender, wie er sich in die Partie kämpfte.

In der elften Minute erhielt Maric Sonderapplaus, weil er HBW-Spielmacher Martin Strobel fair stoppte. Wenig später bügelte er im Angriff einen Fehlpass von Lasse Mikkelsen aus und holte einen Strafwurf heraus. „Ich hatte von Beginn an das Gefühl, dass unser Spiel heute funktioniert. Kämpferisch hat das richtig Spaß gemacht“, stellte der 30-Jährige fest. 

Für ihn standen fünf Tore zu Buche. Der Kroate empfahl sich damit für wichtige Aufgaben bei der EM im Januar. „Marino hat insgesamt ein super Spiel gemacht“, lobte Trainer Heiko Grimm. Und dabei mochte der Coach eigentlich keinen Akteur besonders hervorheben.

Strafwurf verwandelt: Youngster Dimitri Ignatow

Warf seinen ersten Siebenmeter in der Handball-Bundesliga: Der junge MT-Rechtsaußen Dimitri Ignatow. 

An potenziellen Siebenmeterschützen mangelt es der MT nicht: Mal wirft Michael Allendorf, mal Tobias Reichmann, mal Lasse Mikkelsen. Auch Yves Kunkel käme in Betracht. Beim Sieg der MT über Balingen traf ein Akteur von der Linie, der noch nie für die Melsunger Bundesliga-Mannschaft von dort werfen durfte: Youngster Dimitri Ignatow. 

Ihm gelang das Tor zum 32:18 (53.). „So cool, wie es ausgesehen hat, war ich aber gar nicht. Der erste Siebenmeter-Treffer in der Bundesliga ist schon etwas Besonderes“, erklärte der Rechtsaußen. „Bislang durfte ich nur mal im Training.“

Premierensieg gefeiert: Erster Heimsieg der MT am zweiten Weihnachtstag

Wenn die MT bislang an einem zweiten Weihnachtstag ran musste, lief es längst nicht immer so wie gestern. Es war überhaupt erst der dritte doppelte Punktgewinn in der Bundesliga-Geschichte an diesem Feiertag – und sogar erst der erste Heimsieg. 

Gegen den THW Kiel (2007, 31:36) und den SC Magdeburg (2010, 29:29) hatte es nicht für zwei Zähler gereicht. Gegen Balingen gab es endlich mal wieder etwas zu feiern. Zumindest die Zuschauerzahl war identisch mit der aus dem Kiel-Spiel. Denn auch diesmal kamen 4300 Fans.

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