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Handball-Bundesligist MT Melsungen spielt 28:28 beim TBV Lemgo Lippe

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Von: Björn Mahr

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Melsunger Trainer: Roberto Garcia Parrondo. ARCHI
Melsunger Trainer: Roberto Garcia Parrondo. © Pressebilder Hahn

Handball-Bundesligist MT Melsungen spielt zwei Tage nach dem 30:37 gegen den HSV Hamburg beim TBV Lemgo Lippe 28:28. Unser Schnellcheck:

Zweites Saison-Auswärtsspiel, erster Punktgewinn: Handball-Bundesligist MT Melsungen erreichte beim TBV Lemgo Lippe ein 28:28 (12:12). Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatten die Nordhessen in Lemgo auch unentschieden gespielt - damals noch unter Ex-Trainer Gudmundur Gudmundsson. Sein Nachfolger Roberto Garcia Parrondo wurde damals wenige Wochen später verpflichtet. Unser Schnellcheck.

Wie war die Melsunger Startphase?

Besser als in den ersten beiden Saisonspielen. MT-Trainer Roberto Garcia Parrondo hatte Ivan Martinovic anstelle des Kapitäns Kai Häfner in die Anfangsformation beordert - und der Kroate erwies sich als belebendes Element. Da zudem Nebojsa Simic im Melsunger Tor sofort hellwach war und seine aggressiven Vorderleute ihm die Arbeit erleichterten, lag der Gast erst einmal vorn. Dimitri Ignatow und Andre Gomes stellten auf 7:4 (15,).

Was machten die Nordhessen aus diesem vielversprechenden Beginn?

Zu wenig. Oder um es ganz deutlich zu machen: Sie verspielten den Vorsprung innerhalb weniger Minuten und gerieten sogar mit 7:8 in Rückstand. TBV-Torwart Urh Kastelic nahm einige Würfe der Gäste weg. Zudem bereitete Tim Suton der MT-Deckung immer wieder einige Probleme. Zumindest ging es mit einem Unentschieden in die Pause. Zwar kamen die Lipper durch Lukas Hutecek 20 Sekunden vor Ende der ersten Hälfte zum 12:11, nach einer Auszeit ließ Parrondo mit dem siebten Feldspieler angreifen. Mit Erfolg: Pass von Agustin Casado auf Arnar Freyr Arnarsson - und der Isländer holte einen Siebenmeter heraus. Den Strafwurf verwandelte wer? Genau, der starke Ivan Martinovic, dem auch der erste Treffer des Abends in der Phoneix-Contact-Arena gelungen war.

48 Stunden zuvor gegen den HSV erwischte Melsungen einen glänzenden Start in Halbzeit zwei. Wie war es diesmal?

Es ließ sich unter den Augen einiger mitgereister Fans gut an. Rogerio Moraes und Martinovic trafen zum 16:13. Doch Lemgo ließ sich nicht abschütteln. Kastelic und Suton prägten weiter das TBV-Spiel und wandelten den Rückstand in eine 18:17-Führung um. Es blieb spannend. Es blieb umkämpft. Auch wenn die MT durch David Mandic, Youngster Julian Fuchs und Rogerio Moraes (20:18) antwortete. Zehn Minuten vor Schluss war der Ausgang der Partie völlig offen (24:24). Weiterhin setzten die Torhüter die Akzente.

Wann fiel die Entscheidung?

Melsungen haderte in der heißen Phase mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen. Kurz hintereinander kassierten Aidenas Malasinskas und Agustin Casado Zeitstrafen. Trotz doppelter Unterzahl zeigte die MT aber wenig Schwächen. Und hatte 18 Sekunden vor Ende beim Stand von 28:28 Ballbesitz. Allerdings fiel das 29. Tor nicht mehr. Zwar schlug ein Wurf von Martinovic im Kasten ein, aber erst nach Ende der Spielzeit.

Gab es einen Mann des Spiels?

Nicht nur einen. Die Torhüter auf beiden Seiten verdienten sich Bestnoten. Simic kam auf 18, Kastelic auf 13 Paraden. Aber auch Martinovic (8/2 Tore) zeigte eine starke Vorstellung.

Wie war die Übertragung bei Sky?

Kommentator Vincent Schuster ließ nach der Partie MT-Kapitän Kai Häfner das Ergebnis einordnen. Der Melsunger Routinier stellte fest: „Wir haben noch einige Baustellen vor uns. Die Tendenz ist aber die richtige.“

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