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Es geht um Hamburg: MT Melsungen startet in die wichtigste Woche der Saison

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Von: Björn Mahr

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Das Melsunger Torwartgespann: Silvio Heinevetter (links) und Nebojsa Simic.
Das Melsunger Torwartgespann: Silvio Heinevetter (links) und Nebojsa Simic. © Andreas Fischer

Die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen erwarten in der Bundesliga den HSV Hamburg und spielen dann im Pokal beim TBV Lemgo Lippe.

Kassel - Es geht für die Handballer der MT Melsungen in dieser Woche um Hamburg – und das im doppelten Sinne. Zunächst empfängt das Bundesliga-Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo am Donnerstag ab 19.05 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle den HSV Hamburg. Drei Tage später am Sonntag ab 18.30 Uhr können sich die Melsunger mit einem Erfolg im Pokal-Viertelfinale beim TBV Lemgo Lippe für das Final Four am 23. und 24. April qualifizieren – und das findet wo statt? Genau, in Hamburg.

„Wir konzentrieren uns aktuell nur auf den HSV“, sagt Torjäger Julius Kühn, „wir wissen aber schon auch, dass kurz danach noch ein großes Spiel ansteht.“ Es ist wahrscheinlich die wichtigste Woche für die Nordhessen in dieser Saison. „Natürlich wollen wir noch einmal zum Final Four nach Hamburg“, erklärt Torwart Nebojsa Simic, „und dann dürfen wahrscheinlich sogar mehr Zuschauer dabei sein als letztes Jahr.“ Im vergangenen Juni waren die Nordhessen im Endspiel an Lemgo gescheitert.

„Erst mal brauchen wir den hundertprozentigen Fokus für den HSV“, betont der erfahrene Schlussmann Silvio Heinevetter, „ich blicke insgesamt positiv auf die nächsten Tage. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Leute mehr wieder zur Verfügung haben.“ Zuletzt beim 22:22 gegen den SC DHfK Leipzig waren Andre Gomes und Alexander Petersson nach überstandenen Covid-Erkrankungen komplett ohne Trainingsvorbereitung ins Aufgebot gerückt. Der zuvor ebenfalls infizierte Youngster Paul Kompenhans hatte noch gefehlt.

„Wenn man sich noch mal das ganze Spiel betrachtet, hatten wir den Sieg auch nicht verdient. Es hätte am Ende sogar in die andere Richtung laufen können“, sagt Heinevetter rückblickend. Er war nach dem Abpfiff einer der ersten, der die enttäuschten Kollegen aufzumuntern versuchte.

Dem 37-Jährigen selbst war es gelungen, eine Top-Leistung zu zeigen. Nachdem zuvor Simic gegen Balingen und in Minden voll überzeugt hatte, gab diesmal er den Vorderleuten den nötigen Rückhalt. „Wir sind ein gutes Gespann. Es gibt kein Machtgerangel“, stellt Heinevetter klar. Hinter den Flensburgern Benjamin Buric und Kevin Möller sind die MT-Keeper laut Statistik aktuell das zweitbeste Duo. Regelmäßig können die Melsunger Paraden in zweistelliger Höhe vorweisen. „Wir haben die nötige Kontinuität“, kommentiert Simic.

In dieser Woche wird auch viel von den Torhütern abhängen. Heinevetter freut sich auf das Gastspiel des HSV. Mit Hamburgs Johannes Bitter, seinem langjährigen Torwartkollegen im Nationalteam, steht er im guten Kontakt. (Björn Mahr)

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