Andere Modelle für Restrunde im Gespräch

Handball-Bundesligist MT Melsungen stellt sich auf viele Spiele ein

MT-Melsungen-Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson (links) und Melsungens Trainer Gudmundur Gudmundsson.
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Im Januar mit Islands Auswahl unterwegs: MT-Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson (links) und Melsungens Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Wie geht es in den infizierten MT-Profis? Wie sieht die weitere Planung aus? So stellt sich die aktuelle Situation bei Handball-Bundesligist MT Melsungen dar.

Kassel – Drei Bundesliga-Spiele pro Woche? Nach der Weltmeisterschaft im Januar könnte es für die Handballer der MT Melsungen Schlag auf Schlag gehen. Die Nordhessen haben corona- und quarantänebedingt bislang erst zehn Spiele bestritten – so wenig wie kein anderes Team in der Klasse. Mittlerweile muss die MT schon sechs Partien nachholen. Das heißt: Es sind noch 28 Saisonspiele offen.

Melsungens Manager Axel Geerken geht nicht mehr davon aus, dass „die Serie mit 38 Spieltagen zu Ende gespielt wird“. Er kann sich durchaus einige Alternativlösungen vorstellen. „Es werden bereits andere Modelle erarbeitet. Wir müssen darüber vernünftig diskutieren“, sagt Geerken. Möglich wäre beispielsweise ein Saisonende mit Playoffs. Es könnte wie in der vergangenen Saison aber auch eine Quotientenlösung geben.

Die Verantwortlichen der Handball-Bundesliga (HBL) halten aktuell aber (noch) am Spielplan fest. „Wir streben an, alle 38 Spiele durchzuführen“, hatte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Sonntagnachmittag bei Sky erklärt. Drei Spiele pro Woche sind dann teilweise nicht zu vermeiden.

Für die MT soll es nach der Weltmeisterschaft im Januar in Ägypten am ersten Februar-Wochenende mit einem Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen weitergehen. „Wir haben sehr gut gegen Göppingen gespielt. Daran wollen wir dann anknüpfen“, sagt Coach Gudmundur Gudmundsson. Die Vorbereitung der Melsunger auf die Restrunde beginnt am 4. Januar – dann steht zunächst ein individuelles Übungsprogramm auf dem Plan. Das erste Mannschaftstraining ist für den 11. Januar geplant.

Allerdings wird der Kader zu diesem Zeitpunkt bei Weitem nicht komplett sein. Mit Julius Kühn, Tobias Reichmann, Timo Kastening, Silvio Heinevetter und Kai Häfner sind fünf Profis mit der deutschen Nationalmannschaft dann auf dem Weg Richtung Ägypten. Das Gleiche gilt für den Kroaten Marino Maric sowie den isländischen MT-Trainer Gudmundsson und Melsungens Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson.

Zudem muss Torwart Nebojsa Simic am 6. und 9. Januar mit Montenegro in der EM-Qualifikation gegen Schweden ran. Ob Simic schon direkt am 11. Januar wieder ins Training einsteigen wird, muss sich zeigen. Mit dabei sein wird der eine oder andere A-Jugendliche, zumal Domagoj Pavlovic dann noch verletzungsbedingt fehlen wird. Zuletzt zählte Paul Kompenhans wiederholt zum Kader.

Im Januar für Montenegro im Einsatz: Torwart Nebojsa Simic.

Die Einheiten werden dann Assistenzcoach Arjan Haenen und Athletiktrainer Florian Sölter leiten. „Ich mache zurzeit die Pläne. Wir werden alles dafür tun, um unsere Spieler so vorzubereiten, dass sie auch viele Spiele innerhalb kürzester Zeit verkraften können“, betont Gudmundsson. Testspiele lassen sich wegen der strengen Hygienevorschriften wohl nicht integrieren.

Zurzeit ist fast das komplette Melsunger Team in Quarantäne. Nur für Kapitän Finn Lemke, Haenen (beide haben nach überstandenen Corona-Infektionen Antikörper gebildet) und den verletzten Pavlovic (in der fraglichen Zeit kein Kontakt zum Team) wurde keine häusliche Isolation angeordnet. Die infizierten Spieler Heinevetter, Kastening und Yves Kunkel zeigen keinerlei Symptome. Am gestrigen Montag wurde die Mannschaft erneut getestet. (Björn Mahr)

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