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Viel Jubel und ein Kabinengruß: MT Melsungen verabschiedet sich mit einem guten Gefühl in die Pause

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Von: Björn Mahr

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Bester Laune: die MT-Handballer mit (hinten von links) Nebojsa Simic, Elvar Örn Jonsson, Manuel Hörr, Ben Beekmann, Marino Maric, Gleb Kalarash sowie (MItte) Kai Häfner, Domagoj Pavlovic, Yves Kunkel, Julius Kühn, Arnar Freyr Arnarsson, Timo Kastening und (vorn) Tobias Reichmann und Alexander Petersson bejubeln in der Kabine den Sieg in Berlin.  
Bester Laune: die MT-Handballer mit (hinten von links) Nebojsa Simic, Elvar Örn Jonsson, Manuel Hörr, Ben Beekmann, Marino Maric, Gleb Kalarash sowie (MItte) Kai Häfner, Domagoj Pavlovic, Yves Kunkel, Julius Kühn, Arnar Freyr Arnarsson, Timo Kastening und (vorn) Tobias Reichmann und Alexander Petersson bejubeln in der Kabine den Sieg in Berlin.   © Alibek Käsler

Nach dem Sieg bei den Füchsen Berlin gehen die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen mit einem guten Gefühl in die Pause.

Kassel – An einem besonderen Abend durfte ein Foto aus der MT-Kabine nicht fehlen. Und so schickten die Melsunger Handballer nach dem überraschenden 29:28-Sieg beim Bundesliga-Konkurrenten Füchsen Berlin über die Sozialen Netzwerke noch einen Gruß aus den Katakomben der Max-Schmeling-Halle: mit Jubel, Trubel, Heiterkeit. Ein Kabinenfoto hatte die MT zuletzt am 2.Mai 2019 nach einem 27:22-Erfolg in Ludwigshafen verbreitet. Seitdem hatte es wenig Anlass gegeben, um solche Momente auszukosten. Bis zum Montagabend, als die Nordhessen zum Rückrundenauftakt in einem wahren Handball-Krimi triumphierten.

„Das war eine sehr gute Leistung“, stellte Manager Axel Geerken fest, „man erkennt deutliche Fortschritte. Die Mannschaft hält an ihrem Plan fest.“ Tatsächlich ließ sich das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo trotz eines zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstands nicht vom Weg abbringen – und wurde belohnt. „Wir haben eine starke Vorstellung geboten und gut in der Abwehr gestanden“, bilanzierte Parrondo zufrieden. In den letzten Sekunden parierte zunächst der hervorragend aufgelegte MT-Schlussmann Silvio Heinevetter gegen Lasse Andersson, dann gelang Gleb Kalarash nach einem Tempogegenstoß noch der umjubelte Siegtreffer. Der Rest war eine Party in Rot und Weiß.

Stark an alter Wirkungsstätte: MT-Torwart Silvio Heinevetter.
Stark an alter Wirkungsstätte: MT-Torwart Silvio Heinevetter. © Alibek Käsler

„Es war eine lange, aber sehr schöne Rückfahrt“, berichtete Co-Trainer Arjan Haenen, „wir gehen jetzt mit einem sehr guten Gefühl in die Winterpause.“ Erst nach der Europameisterschaft am 6. Februar geht es für die Melsunger im Viertelfinale des DHB-Pokals beim TBV Lemgo Lippe weiter.

Als der Mannschaftsbus von Berlin Kurs in Richtung Kassel nahm, fehlten schon einige Spieler. „Der Urlaub hat praktisch mit dem Abpfiff begonnen. Wir haben uns in der Kabine voneinander verabschiedet“, sagt Geerken.

Die Spieler, die mit nach Nordhessen zurückkehrten, gönnten sich im Bus ein Bierchen. Dazu zählte beispielsweise Kalarash, der erst gestern Mittag in seine Moskauer Heimat flog. Wie breit sein Grinsen nach der Ankunft in Russland war, ist nicht bekannt. Aber seinen Auftritt in Berlin wird er so schnell nicht vergessen. Eigentlich im Oktober als Abwehrstratege für den langzeitverletzten Finn Lemke verpflichtet, zeigte der 31-Jährige nun auch noch seine Qualitäten als Kreisläufer. Sechs Tore – in Worten: SECHS – erzielte der Russe.

„Das ist auch nichts ganz Neues für mich. Ich habe früher ja regelmäßig im Angriff gespielt“, sagte Kalarash. In Berlin ersetzte er den kurzfristig ausgefallenen Arnar Freyr Arnarsson – und war mehr als nur ein Ersatz. „Ich war bereit“, stellte der Neuzugang aus Balingen fest.

Fünf Tage zuvor bei der Niederlage in Flensburg hatte er zweimal kein Glück im Abschluss. Dort war er vor seinem ersten Wurf aber auch kalt von der Bank gekommen. „Den zweiten hätte ich dann aber reinmachen müssen“, sagt Kalarash selbstkritisch.

Nun, in Berlin, bekam er Pässe von Julius Kühn, von Domagoj Pavlovic, von Kapitän Kai Häfner und vier, fünf Sekunden vor Ende dann auch noch von Alexander Petersson. Letztlich hatte Kalarash nur einen einzigen Fehlwurf gegen Füchse-Schlussmann Dejan Milosavljev, mit dem der 31-Jährige früher bei Vardar Skopje zusammengespielt hatte.

Jetzt steht der MT-Abwehrrecke bei acht Saisontoren. Nach der Leistung vom Montagabend ist davon auszugehen, dass noch einige Treffer hinzukommen. Er hat seine Qualitäten unter Beweis gestellt – und durfte auch auf dem anschließenden Kabinenfoto des nordhessischen Bundesligisten nicht fehlen. (Björn Mahr)

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