Starke Torwartleistung bei den Nordhessen

Handball-Bundesligist MT Melsungen zeigt gute Reaktion: 30:23 bei Frisch Auf Göppingen

MT Melsungens Timo Kastening (links) setzt sich gegen Göppingens Marcel Schiller durch. Im Hintergrund: Kai Häfner.
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Zwei Nationalspieler im Duell: Melsungens Timo Kastening (links) setzt sich gegen Göppingens Marcel Schiller durch. Im Hintergrund: Kai Häfner.

Zehn Tage nach der Pleite gegen Coburg gelang der MT Melsungen in der Handball-Bundesliga ein überzeugender 30:23-Sieg bei Frisch Auf Göppingen.

Kassel – Das erste von drei Spielen innerhalb von sieben Tagen – und gleich ein Ausrufezeichen: Handball-Bundesligist MT Melsungen entschied das schwere Spiel bei Frisch Auf Göppingen mit 30:23 (20:12) zu seinen Gunsten. Unser Schnellcheck:

WIe sah die Reaktion der Melsunger aus?

Nach der schmerzhaften Heimpleite gegen Schlusslicht Coburg musste eine Reaktion her – und die war wahrlich beeindruckend. Zwar hatten die Hausherren auch einige personelle Probleme, das konnte aber nicht die Leistung der Gäste schmälern. Eine Frage muss allerdings erlaubt sein: MT, warum nicht immer so?

Welches Fazit zog der Melsunger Coach?

Gudmundsson freute sich über die gute Einstellung seines Teams: „Das war eine Antwort auf das schlechte Spiel gegen Coburg. Wir hatten eine überragende Abwehr mit zwei guten Torhütern.“

Wie fanden die Nordhessen in die Partie?

Angriffsmäßig war erst einmal überhaupt nichts auszusetzen: Jeder Wurf ein Treffer. Julius Kühn, Lasse Mikkelsen und Kai Häfner taten das, was Trainer Gudmundur Gudmundsson von ihnen erwartet: Sie übten mächtig Druck aus. In der Defensive lief es nach einigen kleinen Problemen zunehmend besser. Dem wiedergenesenen Finn Lemke sei Dank. Zudem nahm Torwart Silvio Heinevetter dem Kontrahenten einige Bälle weg – darunter zwei Siebenmeter von Axel Goller und Nationalmannschaftskollege Marcel Schiller. Nach einer knappen Viertelstunde führte ein Doppelschlag von Melsungens Kreisläufer Marino Maric zum 9:4 (14.).

War es nicht auch das Duell zweier Rückraumschützen?

Ja, die beiden Halblinken Kühn und Sebastian Heymann sind deutsche WM-Hoffnungen. Nach einem rustikalen Einsteigen des Melsungers knallte der Göppinger aber heftig auf den Boden, musste vom Feld und war dann zeitweilig keine wirkliche Option für die Heimmannschaft mehr. Kühn war unterdessen genauso wenig zu stoppen wie Häfner. Die beiden Halben setzten zudem ihre Mitstreiter gekonnt ein. Zu den Nutznießern gehörte der Rechtsaußen Timo Kastening.

Welche Ansprüche meldeten die Göppinger bis zur Pause noch an?

Wenige bis gar keine. FAG-Trainer Hartmut Mayerhoffer probierte viel aus. Zwischenzeitlich betrug der Rückstand seines Teams zehn Tore. Es roch längst nach Vorentscheidung. Den Göppingern erging es ein bisschen so wie den Wetzlarern im Oktober – die Mittelhessen lagen seinerzeit gegen die MT zur Pause 7:16 zurück.

Wie war der Einstieg der MT in Halbzeit zwei?

Nicht optimal. Es dauerte schon ein paar Minuten, bis die Melsunger wieder Ordnung in ihr Spiel bekamen. Es fehlte etwas die Geschlossenheit. Vielleicht war schon die nächste Aufgabe im Hinterkopf. Jedenfalls schrumpfte der Vorsprung etwas, es entstand jedoch nicht der Eindruck, als sollte es noch einmal spannend werden. Insbesondere auch, weil Nebojsa Simic nach seiner Einwechselung für Heinevetter gewaltig aufdrehte – da war mal wieder viel Spektakel dabei. „Ich war voll bereit – alles hat geklappt“, resümierte Simic. 

Das Torwartduell ging klar an die MT. Das macht Hoffnung für das nächste Punktspiel am morgigen Dienstag ab 18 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den TVB Stuttgart.

Wie war die Übertragung bei Sky?

Kommentator Markus Götz fasste die Leistung der Melsunger treffend zusammen: „Es kam eine Reaktion, das war solide – und Melsungen hatte zwei exzellente Torhüter.“ Dem war nichts hinzuzufügen. (Björn Mahr)

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