Handball-Bundesligist feilt jetzt an der Abwehr

MT Melsungen zieht nach Gudmundsson-Einstieg positives Zwischenfazit

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Abklatschen mit den Trainern: Melsungens Tobias Reichmann (links) wird von Chefcoach Gudmundur Gudmundsson (Mitte) und de ssen Assistenten Arjan Haenen an der Ersatzbank empfangen.  

„Der Sieg war wichtig“, sagt Gudmundur Gudmundsson. „Er hat uns etwas Luft verschafft, mir und der Mannschaft.“ Dem neuen Trainer des Handball-Bundesligisten MT Melsungen war die Erleichterung nach dem 28:26-Heimerfolg gegen die HSG Wetzlar deutlich anzumerken.

Kein Wunder: Der Isländer hatte in seiner ersten Woche als Nachfolger des entlassenen Heiko Grimm nur drei Übungseinheiten, aber schon drei Punktspiele.

„Gudmi kann Partien gut lesen. Wir wissen jetzt schon, dass wir uns auf ihn verlassen können“, stellt Rechtsaußen Tobias Reichmann fest. Gudmundssons persönliche Bilanz liest sich mehr als zufriedenstellend: zwei Siege über Silkeborg und Wetzlar sowie eine Niederlage bei Meister Flensburg. „Wir können uns noch in allen Bereichen verbessern“, lautet eine Erkenntnis des 59-Jährigen. „Am Montag legen wir direkt los.“

Seit gestern kann Gudmundsson intensiver mit seinem Team arbeiten: Erst am Donnerstag, 19. März, hat die MT bei Frisch Auf Göppingen ihren nächsten Auftritt. Und in dieser Woche fehlen lediglich Julius Kühn, Kai Häfner und Reichmann, die sich mit der deutschen Nationalmannschaft auf den Test am Freitag ab 18 Uhr (ARD) in Magdeburg gegen die Niederlande vorbereiten.

„Wir können die nächsten Tage gut dazu nutzen, um an der Abwehr zu feilen“, sagt Linksaußen Yves Kunkel. Manager Axel Geerken ergänzt: „Wir haben jetzt schon kleine Schritte nach vorn gemacht. Es gibt aber noch viel zu tun.“ Wichtigstes Ziel: die Leistungen der Mannschaft weiter stabilisieren. Umso mehr, als die Melsunger noch in drei Wettbewerben vertreten sind.

Im Europapokal tritt die MT am 22. März im polnischen Oppeln an. Zum Abschluss der Gruppenphase im EHF-Cup wartet am 28. März noch ein Heimspiel gegen Benfica Lissabon. In der Bundesliga. In diesem Zeitraum gibt’s drei wichtige Bundesliga-Aufgaben: Nach der Partie in Göppingen stehen die Heimspiele gegen Nordhorn (26. März) und gegen Minden (31. März) auf dem Plan. Am 4. und 5. April findet das Final Four im DHB-Pokal statt. So weit schauen die Melsunger jedoch nicht nach vorn.

Auch der Blick auf die Tabelle wird vermieden – trotz der Niederlagen der unmittelbaren Konkurrenten Berlin, Hannover und Rhein-Neckar Löwen am Sonntag. „Ich habe mich selbst oft erwischt, dass ich auf die anderen geschaut habe – und dann haben wir danach aber unser eigenes Spiel verloren“, erklärt Kühn selbstkritisch. Deshalb hält er sich mit Prognosen zurück. Kühn sagt nur so viel: „Wir haben ein hartes Restprogramm. Es kommen noch einige schwere Spiele, aber darin steckt immer auch eine Chance.“

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