2420 Zuschauer in der Flens-Arena

Serie gerissen: Handball-Bundesligisten MT Melsungen verliert 24:27 bei der SG Flensburg-Handewitt

Einer gegen zwei: Melsungens Julius Kühn (mit Ball) wird hier von Jim Gottfridsson und Simon Hald bedrängt.
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Einer gegen zwei: Melsungens Julius Kühn (mit Ball) wird hier von Jim Gottfridsson und Simon Hald bedrängt.

Zwei Tage vor Heiligabend verlor Handball-Bundesligist MT Melsungen bei der SG Flensburg-Handewitt 24:27.

Kassel – So deutlich wie im vergangenen Frühling war es bei weitem nicht. Damals verlor die MT Melsungen in der Handball-Bundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt 20:36. Unter dem Strich stand für die MT diesmal eine 24:27 (11:13)-Niederlage beim Deutschen Vizemeister. „Wir hatten zu viele kleine Fehler“, bedauerte MT-Kapitän Kai Häfner am Sky-Mikrofon.

Damit endete auch eine kleine Erfolgsserie der Nordhessen, die zuletzt zweimal in der Liga und einmal im Pokal gewannen.

Die Melsunger traten in der Besetzung an, die am Sonntag nach deutlichem Rückstand noch gegen Erlangen gewann. So viel schon mal vorweg: Diesmal gerieten sie im ersten Durchgang nicht arg ins Hintertreffen. Das erste Tor im Spiel erzielte MT-Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson nach Pass von Domagoj Pavlovic, der trotz leichter Verletzungsprobleme auf der Mitte begann und etliche Akzente setzte.

Dabei war die erste Hälfte von aggressiven Deckungsformationen geprägt. Die MT überzeugte zudem im Rückzugsverhalten. Selten gelang es der SG, ihre Qualitäten im Tempogegenstoß auszuspielen. Wenn sie erfolgreich war, dann zeichneten sich insbesondere die Rückraumstrategen Jim Gottfridsson und Mads Mensah Larsen aus.

MT-Torschütze: Timo Kastening.

Bis zur 15. Minute schaffte es keines der beiden Teams, sich etwas abzusetzen – Pavlovic verkürzte für die Gäste auf 6:7. Dann lief es vorübergehend nicht gut für die Nordhessen. Sieben Minuten blieben sie ohne eigenen Torerfolg, ehe Timo Kastening zum 7:9 vollendete (22.).

In der 25. Minute führte Flensburg 11:7. Nichts, was die Melsunger von ihrem Weg abbrachte. Nur Momente später war die MT wieder nah dran – durch Häfner, Tobias Reichmann (Siebenmeter) und Elvar Örn Jonsson. So war nach der ersten Halbzeit noch alles drin. Und das, obwohl Melsungens Torwart Silvio Heinevetter nicht so viele Paraden hatten wie sein Gegenüber Kevin Möller.

Trainer Roberto Garcia Parrondo nahm einen Wechsel auf der Torhüterposition vor. Nebojsa Simic löste Heinevetter ab. Doch die guten Aktionen im Melsunger Kasten hielten sich weiter in Grenzen. Immerhin: Die MT blieb in Schlagdistanz. Auch Yves Kunkel trug sich nun in die Torschützenliste ein. In der 40. Minute markierte Julius Kühn das 17:18.

Parrondo entschied sich jetzt dafür, dass sein Team mit dem siebten Feldspieler operiert. Teilweise mit Gleb Kalarash und Marino Maric am Kreis. Punktuell brachte die Umstellung Erfolg. In der 53. Minute hätte Kalarash auf 23:24 stellen können, scheiterte aber am eingewechselten Flensburger Schlussmann Benjamin Buric.

Zwar waren nur etwas mehr als 2400 Fans in der Flens-Arena, das Publikum feuerte aber die Heimmannschaft nun unentwegt an. Mit den Zuschauern im Rücken bekam die SG die Begegnung zusehends besser unter Kontrolle. Teitur Örn Einarsson und Gottfridsson sorgten für einen beruhigenden 26:22-Vorsprung. „Flensburg hat immer gute Lösungen gefunden“, sagte Sky-Experte Stefan Kretzschmar. Melsungen öffnete in den Schlussminuten die Abwehr. Jonsson erzielte das 23:26. Enger wurde es aber nicht mehr. Dafür ließen die Nordhessen zu viel liegen.

Die MT bestreitet nun noch ein Spiel im Jahr 2021. Am Montag gastiert die Mannschaft ab 19.05 Uhr bei den Füchsen Berlin. (Björn Mahr)

Die Statistik

SG Flensburg-Handewitt - MT Melsungen 27:24 (13:11)

SG: Buric (4 GT/3 P,), Möller (20 GT/7 P.) - Golla 2, Hald 1, Svan 4, Wanne 2, Meyer-Siebert, Steinhauser, Mensah Larsen 3, Gottfridsson 8, Müller, Jakobsen, Semper 2, Mensing, Einarsson 5, Lindskog.

MT: Heinevetter (13 GT/3 P.), Simic (14 GT/4 P.) - Maric, Kühn 3, Reichmann 1/1, Beekmann, Kunkel 2, Jonsson 5, Arnarsson 2, Kalarash, Häfner 4, Petersson, Kastening 2, Pavlovic 5, Hörr.

SR: Schulze/Tönnies (Magdeburg) - Z: 2420 - Siebenmeter: 0/0:2/1 - Zeitstrafen: 2:6 Minuten

Spielstände: 2:3 (7.), 7:5 (15.), 11:7 (25.), 13:11 - 16:12 (34.), 18:17 (40.), 22:20 (47.), 27:24.

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