Handball-DHB-Pokal

MT Melsungen stürmt gegen Eisenach ins Halbfinale

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Eisenach. Wahnsinns-Erfolg für die Melsunger Bundesliga-Handballer: Mit einem 31:25 (18:14)-Sieg im Viertelfinale des DHB-Pokals beim ThSV Eisenach schaffte die MT den angepeilten Einzug ins Halbfinale.

Zum zweiten Mal nach 1996 ist es, dass die Nordhessen beim Final Four (13./14 April) in Hamburg dabei sein werden. Was sie auch optisch deutlich machten, indem sie sich sofort nach Spielende die passenden T-Shirts in rot und weiß überstreiften - umjubelt von den eigenen Anhängern. Bei den Nordhessen stand zwar überraschend Kreisläufer Anton Mansson nach überstandenem Nasenbeinbruch im Aufgebot, dafür fehlte neben Rekonvaleszent Chris Zufelde kurzfristig der spielstarke Grigorios Sanikis (Erkältung).

Aktualisiert um 07.15 Uhr.

Die Schwächung machte sich in der Offensive nicht bemerkbar. Abgeklärt, unaufgeregt, geduldig – so präsentierten sich die Melsunger am gegnerischen Kreis und beschworen gegen die 6:0-Deckung der Wartburgstädter von allen Positionen viel Gefahr herauf. In der zwölften Minute markierte Patrik Fahlgren in unwiderstehlicher Manier das 7:4. Schwächen in der Abwehr Das Manko der MT: die eigene Defensive. Die Hintermannschaft zeigte im ersten Abschnitt nicht die erhoffte Aggressivität. Wiederholt ließen sich die Gäste zudem durch kluge Aktionen von Tomas Sklenak und Hannes Jon Jonsson überlisten. Und Torwart Per Sandström hinterließ auch bei einigen Würfen einen unglücklichen Eindruck.

Erst kurz vor der Pause erkämpften sich die Handballer aus der Bartenwetzerstadt einige Male am eigenen Kreis den Ball und bauten den Vorsprung teilweise sogar auf fünf Treffer (17:12) aus. Noch kein Ruhekissen, zumal dem früheren Melsunger Schlussmann Radek Musil nach seiner Einwechslung doch die eine oder andere Parade glückte. Immerhin konnte sich der Favorit nach dem Wechsel in der Verteidigung steigern. Nachdem Sandström glänzend gegen Girts Lilienfelds gehalten und damit eine prima Konterchance des ThSV entschärft hatte, setzte sich die MT nach Treffern von Savas Karipidis (Siebenmeter) und Fahlgren auf 22:16 (40.) ab.

Mehr und mehr verzweifelten die Hausherren - trotz der fantastischen Unterstützung durch fast 3000 Fans in der Werner-Aßmann-Halle - an der von Daniel, Kubes und Felix Danner organisierten Hintermannschaft. Mehr und mehr wurde klar, wer Erst- und wer Zweitligist ist. Von 24:20 zogen die Melsunger dank der Treffer von Nenad Vuckovic sowie des treffsicheren Alexandros Vasilakis sowie der Reflexe von Sandström auf 28:20 davon (53.). Die Vorentscheidung in der packenden Partie, was auch die 300 mitgereisten Anhänger wussten. Sie skandierten „Finale - oho. So weit ist es aber noch nicht.

Eisenach: Musil, Gorobtschuk – Trautvetter 3, Sklenak 4, Wöhler 2, Jonsson 6, Luther 2, Miljak, Stölzner, Kaluzinski, Hansen 1, Schiffner, Heinemann 6/3, Lilienfelds 1.

Melsungen: Sandström, Appelgren – Stenbäcken 1, Mansson, Kubes, Fahlgren 6, Schröder 1, Vasilakis 7, Hildebrand, Danner 3, Karipidis 5/4, Allendorf 3, Vuckovic 5, Pregler. SR: Grobe/Kinzel (Braunschweig). - Z: 2800 (ausverkauft).

Tickethinweis: Wer beim Final Four in Hamburg die MT Melsungen unterstützen möchte, kann ab heute ein attraktives Paket (ab 199 Euro) ordern. Es umfasst Eintrittskarten für beide Spieltage, dazu die Fahrt mit dem Sonderzug, eine Übernachtung im Hotel sowie das neue Pokal-T-Shirt. Bestellt werden kann das Paket ab sofort über die Homepage der MT www.mt-melsungen.de oder in der MT-Geschäftsstelle in Melsungen. Die Fahrt mit dem Sonderzug kommt ab 300 Teilnehmern zustande. Die MT erhält als Endrunden-Teilnehmer ein Kontingent von 1000 Tickets für beide Tage.

Stimmen zum Spiel

MT-Trainer Michael Roth: „Der Druck für uns war riesengroß. Deshalb gratuliere ich meiner Mannschaft zu einem couragierten und engagierten Auftritt. Eisenach hat uns bis zum Schluss gefordert.“

Eisenachs Coach Adalsteinn Eyolfsson: „Melsungen hat ein Stück mehr Qualität gezeigt. Als wir die Chance hatten, ins Spiel zurückzukehren, haben wir uns Fehler geleistet, die die MT eiskalt bestraft hat. Trotzdem hat meine Mannschaft viel Willen gezeigt.“

MT-Spieler Jonathan Stenbäcken: „Schon jetzt ist das eine ganz ganz tolle Saison für uns. Wir haben heute kein überragendes Spiel gezeigt. Entscheidend war, dass wir in der zweiten Halbzeit konzentrierter waren.“ (bjm)

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