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Handball-EM: Unser Experte Finn Lemke blickt auf deutsches Auftaktspiel gegen Belarus

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Von: Björn Mahr

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Drei erfahrene deutsche Spieler: Patrick Wiencek, Philipp Weber und Johannes Golla (von links).
Drei erfahrene deutsche Spieler: Patrick Wiencek, Philipp Weber und Johannes Golla (von links). © Sascha Klahn

Spiel Nummer eins für die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft: In Bratislava trifft das Team von Bundestrainer Alfred Gislason heute ab 18 Uhr (ARD) auf Belarus. Unser EM-Experte Finn Lemke, der verletzungsbedingt nicht bei der Nationalmannschaft in der Slowakei sein kann, wirft einen Blick auf die erste Aufgabe der DHB-Auswahl.

Kassel – Spiel Nummer eins für die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft: In Bratislava trifft das Team von Bundestrainer Alfred Gislason heute ab 18 Uhr (ARD) auf Belarus. Unser EM-Experte Finn Lemke, der verletzungsbedingt nicht bei der Nationalmannschaft in der Slowakei sein kann, wirft einen Blick auf die erste Aufgabe der DHB-Auswahl.

Lemke über …

Auftaktspiele: „Sehr besonders und sehr emotional. Jede Mannschaft bereitet sich auf diesen Moment, auf diese Begegnung intensiv vor. Diesem ersten Auftritt gehen viele Gespräche voraus. Im Spiel selbst geht es hoch her. Das deutsche Team hat mit Philipp Weber, Julius Kühn, Kai Häfner, Andi Wolff, Patrick Wiencek, Marcel Schiller und auch Johannes Golla Handballer mit genügend Erfahrung. Diese Jungs werden den Takt vorgeben. Es kann sein, dass es im ersten Spiel noch nicht in allen Bereichen Klick macht. Aber das ist auch nicht schlimm. Die Hauptsache ist, dass sich das Team dann im Verlauf des Turniers kontinuierlich verbessert. Teams wie Frankreich, Dänemark und Spanien machen es seit Jahren vor.“

Taktische Möglichkeiten: „Das Spiel ist im Angriff so ausgerichtet, dass Sebastian Heymann und Julius Kühn ihre Wurfstärke im linken Rückraum ausspielen können. Zudem sieht man, dass Kai Häfner neben Philipp Weber viele Entscheidungen treffen darf. In der Abwehr gibt es noch Verbesserungspotenzial. Aber das ist auch keine Überraschung, dass bei dieser verjüngten Mannschaft noch nicht alles optimal läuft. Alfred Gislason hat zwar auch eine 3:2:1-Deckungsformation einstudiert, die erste Formation ist aber die 6:0. Im Testspiel gegen die Franzosen hat unser Team viele Gegentreffer aus der ersten und zweiten Welle kassiert. Wie ich Alfred kenne, wird das nicht noch einmal passieren. Das Rückzugsverhalten wird sich verbessern.“

Finn Lemke
Unser Experte: Finn Lemke. © Andreas Fischer

Alfred Gislason: „Ihn zeichnet eine große Abgeklärtheit aus. Seine Ruhe, die wird er auf unsere Mannschaft übertragen. Er gibt jedem Spieler wertvolle Tipps an die Hand. Ich habe es ja selbst bei den Olympischen Spielen erlebt. Alfred stellt dir viel, und ich meine viel, Material über den Gegner zur Verfügung. Du weißt praktisch alles, was dich erwartet. Mir gefällt diese Herangehensweise. Ich bin ein Fan von Analysen.“

Hoffnungsträger: „Ich bin sehr gespannt auf Basti Heymann. Von ihm erwarte ich Großes. Seine gute Übersicht, seine Wurfkraft, sein Abwehrspiel – bei ihm bekommst du das ganze Paket.“

Gegner Belarus: „Mit Ex-Bundesliga-Coach Juri Schewzow hat Belarus einen echten Trainerfuchs. Es ist egal, mit wem ich mich über ihn unterhalten habe – alle haben gesagt, dass Schewzow immer ganz besondere Sachen auspackt. Grundsätzlich haben die Belarussen ein sehr groß gewachsenes und wurfgewaltiges Team. Der Kontrahent ist kein Fallobst.“

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