Vor der Partie Deutschland - Kroatien

Handball-EM: MT-Spieler Marino Maric -  Seine Familie fiebert am Samstag auf der Tribüne mit

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Großchance vertan: Der kroatische Kreisläufer Marino Maric (links) ist hier aus Nahdistanz an Österreichs Torwart Thomas Eichberger gescheitert.

Im Verein sind sie Kameraden, mit ihren Nationalteams heute Gegner: Kroatiens Kreisläufer Marino Maric spielt heute auch gegen seine Melsunger Freunde Julius Kühn, Kai Häfner und Tobias Reichmann in der DHB-Auswahl.

Vor einer Woche wusste Marino Maric nicht, wann er bei dieser Handball-Europameisterschaft noch einmal am Kreis eingesetzt werden kann. „Ich hatte heftige Rückenschmerzen“, sagt der kroatische Kreisläufer von der MT Melsungen. Für das letzte Vorrundenspiel gegen Serbien war der 29-Jährige keine wirkliche Alternative.

Maric nutzte aber die folgende Tage, um seine Rückenprobleme in den Griff zu bekommen. Bis zum Spiel am Donnerstag gegen Österreich war er zumindest wieder so weit hergestellt, dass er punktuell helfen konnte. „Ich bin froh, dass ich ein wenig Einsatzzeit bekommen habe“, erklärte Maric nach dem 27:23-Sieg. Umso mehr, als er nun mit einem guten Gefühl in das nächste Spiel gehen kann. Und das hat es in sich. Heute um 20.30 Uhr (live im ZDF) geht es in der Wiener Stadthalle gegen den Mitfavoriten aus Deutschland. Auch Marics Frau und seine drei Kinder werden auf der Tribüne mitfiebern.

„Für beide Mannschaften ist es ein Schlüsselspiel“, betont der MT-Profi. „Da gibt es nur eines: 60 Minuten Vollgas.“ Das Melsunger Motto passt auch insofern, als er es mit drei Vereinskameraden zu tun bekommt: Julius Kühn, Kai Häfner und Tobias Reichmann. Zudem macht Maric Bekanntschaft mit seinem zukünftigen Klubkollegen Timo Kastening.

Zwar sind sie in Wien im gleichen Hotel untergebracht, sie gehen sich aber zumeist aus dem Weg. Einzige Ausnahme: der gestrige Freitag. Da trafen sie sich in der Lobby des Hilton Garden Inn zum Kaffeetrinken. „Das können wir auch gern am Sonntag noch einmal wiederholen. Vor allem, wenn Marino dann ganz viel schlechte Laune hat“, erklärt Kühn mit einem breiten Grinsen.

Bereits im Oktober verloren Maric und seine Landsleute zwei Tests gegen die DHB-Auswahl in Zagreb und Hannover jeweils mit einem Treffer Unterschied. Nun hofft er, dass dem deutschen Team heute das Lachen vergeht. „Gegen Österreich waren wir schon richtig gut“, sagt der kroatische Kreisläufer, dem bislang sechs Tore bei diesem Turnier gelangen. Am Donnerstag ließ er eine Großchance verstreichen.

Dabei zeichnet sich Maric bislang vor allem durch kluge Sperren aus. Er schafft es, einen Verteidiger des Kontrahenten zu isolieren und damit den Rückraumstrategen Igor Karacic, Luka Cindric und Domagoj Duvnjak Freiräume zu ermöglichen. Sofern der Rücken mitspielt.

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