Auch der Schweizer Sidorowicz mischt mit

Melsunger Profis bei der EM: Jetzt sind Simic und Maric Gegner

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Bei der MT Kollegen, bei der EM Gegner: Torwart Nebojsa Simic (links) und Kreisläufer Marino Maric. 

Die Fans des Handball-Bundesligisten Melsungen schauen in den kommenden Tagen in erster Linie auf die deutschen EM-Teilnehmer der MT: Julius Kühn, Kai Häfner und Tobias Reichmann. 

Doch mit einem Auge werden die Anhänger auch verfolgen, wie sich drei andere Akteure der Melsunger bei der Europameisterschaft schlagen.

Wir haben mit dem kroatischen Kreisläufer Marino Maric, dem montenegrinischen Torwart Nebojsa Simic sowie dem für die Schweiz spielenden Rückraumstrategen Roman Sidorowicz gesprochen.

Marino Maric

Seine Erwartungen: „Durch die Auftritte in den vergangenen Jahren ist die Euphorie etwas gedämpft. Allerdings wird von uns immer erwartet, dass wir eine Medaille holen. Das Halbfinale ist auf jeden Fall drin. Wir haben eine starke Mannschaft. Das zeigt sich schon an unseren drei Mittelmännern Domagoj Duvnjak, Luka Cindric und Igor Karacic. Mit Marin Sego haben wir auch einen sehr guten Torwart. Das Problem ist unser linker Rückraum - da haben wir eigentlich nur den Leipziger Marko Mamic. In der Abwehr müssen wir abwarten, was mit dem Magdeburger Zeljko Musa wird. Er fehlte zuletzt verletzt. Uns kommt auf jeden Fall zugute, dass wir zunächst in Österreich spielen werden. Viele Kroaten leben dort. Ich weiß noch, wie wir bei der EM 2010 in Graz angefeuert wurden. Jetzt erwarte ich ähnlich viel Unterstützung.“

Seine persönlichen Ziele: „Ich bin heiß, ich fühle mich topfit, ich will helfen. Es hat mir gutgetan, dass ich viel Spielzeit zuletzt in Melsungen bekommen habe. Witzig ist es natürlich, dass ich auf meinen MT-Kollegen Nebojsa Simic treffen werde. Wir haben schon während der Übungseinheiten in Melsungen ein paar Späße dazu gemacht.“

Nebojsa Simic

Seine Erwartungen: „Kroatien ist unserer Gruppe der absolute Top-Favorit. Wir wollen Zweiter werden. Dazu werden wir allerdings zwei Siege gegen Serbien und Weißrussland brauchen – und Montenegro hat noch nie ein Spiel bei einer EM gewonnen. Ein Sieg wäre also eine Premiere. Immerhin haben wir in der Qualifikation gut gespielt – der Sieg gegen Weltmeister Dänemark hat uns viel Selbstvertrauen gegeben.“

Seine persönlichen Ziele: „Wenn du für die montenegrinische Nationalmannschaft spielst, dann bekommst du kein Geld. Es ist eine Herzensangelegenheit. Wir wollen die Menschen in Montenegro stolz machen. Dabei ist es mir vollkommen egal, ob ich 20 Paraden habe oder nur zwei – letztlich zählt nur der mannschaftliche Erfolg.“

Roman Sidorowicz

Für die Schweiz im Einsatz: Roman Sidorowicz.

Seine Erwartungen: „Es ist zwar schon länger her, dass unser Team bei einem großen Turnier dabei war. Wir nehmen aber nicht nur teil, um ein bisschen Spaß zu haben. Dabei wissen wir schon, dass wir eine schwere Gruppe erwischt haben.

Zum Auftakt haben wir gegen Co-Gastgeber Schweden nichts zu verlieren. Wir wollen dennoch gut ins Turnier starten und werden – auch wenn es langweilig klingt – nur von Spiel zu Spiel schauen.“

Seine persönlichen Ziele: „Ich möchte wieder zu meiner Bestform zurückfinden. Es ist mein erstes großes Turnier – und da will ich mich natürlich zeigen. Etwas nervös werde ich wahrscheinlich vor meinem ersten Spiel bei einer Europameisterschaft sein.“

Unser Experte Michael Roth hat nicht nur Spieler des Handball-Bundesligisten MT Melsungen im Blick. Er schaut bei der Handball-EM vor allem auf die deutsche Nationalmannschaft.

Drei Melsunger Profis stehen im EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft.

Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihr EM-Auftaktspiel gegen die Niederlande. Der deutsche Gegner baut auf mehrere Profis aus der 1. Bundesliga.

Von Björn Mahr

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