Siebter Tabellenplatz ist sicher

Letztes Heimspiel: MT gewinnt 28:26 gegen Leipzig

Kassel. Das letzte Heimspiel der MT Melsungen in der Handball-Saison ist absolviert. Gegen den SC DHfK Leipzig gab es einen 28:26-Sieg. Unser Schnellckeck zum Spiel:

Wie emotional war denn der Nachmittag?

Gemessen auf einer Skala von eins bis zehn? Auf jeden Fall eine Zehn. Der Nachmittag stand schließlich auch im Zeichen der Verabschiedungen einiger verdienter Melsunger Profis. Die MT-Fans hatten über der Stehplatztribüne vor dem Spiel ein überdimensionales Transparent mit dem Trikot von Nenad Vuckovic aufgehängt. Nach neuneinhalb Jahren verlässt der Serbe den Klub in Nordhessen. „Schon seit einigen Tagen ist das für mich alles etwas komisch“, erklärte der seit Wochen verletzte Routinier vor dem Spiel. Im Anschluss an die Begegnung werden neben Vuckovic noch Patrik Fahlgren, Momir Rnic, Johannes Sellin, René Villadsen und Svetislav Verkic durch Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke und Manager Axel Geerken sowie den MT-Fanclubs verabschiedet. Dazu gibt es vor allem was? Kräftigen Beifall von 4300 Zuschauern in der ausverkauften Rothenbach-Halle.

Was bedeutet dieser Erfolg für die MT?

Also zunächst einmal hat Melsungen seine unglaubliche Bilanz weiter ausgebaut: Jetzt steht die MT bei 19:1 Punkten aus zehn Spielen. Mit dem Sieg über Leipzig haben die Nordhessen aber auch den siebten Platz sicher. Theoretisch kann die MT sogar noch auf den sechsten Rang vorrücken. Allerdings gastiert sie am kommenden Samstag zum Rundenabschluss beim designierten Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen.

Wie war das Spiel der Melsunger gegen Leipzig?

Viel besser als das Hinspiel. Aber das war auch keine Überraschung. Im Oktober 2016 unterlag die MT nach schwacher Vorstellung in Leipzig 20:23. Nun hatte das Team von Trainer Michael Roth anfangs einige Probleme und lag auch 1:3 zurück (3.).

Dann bekam der Tabellensiebte über einen starken Philipp Müller die Begegnung gut in den Griff. Johannes Sellin vollendete einen Konter über Michael Allendorf zum 7:5 (10.). In der 21. Minute verwertete Marino Maric einen Pass von Michael Müller zum 13:10 (21.). Ärgerlich nur aus Sicht der Heimsieben: Melsungen verpasste es etwas leichtfertig, zur Pause höher als mit zwei Treffern Abstand zu führen. Denn aus dem Rückraum war der Gast bis dahin nur über Aivis Jurdzs und Andreas Rojewski gefährlich. Die MT hatte in Johan Sjöstrand auch den besseren Torwart.

Letztes MT-Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig

So war klar: Das kann noch richtig spannend werden. Zumal die Sachsen über eine aggressive Deckung mehr Stabilität in ihr Spiel bekamen und den Kontrahenten vor Probleme stellten. Wie umkämpft das Spiel nun war, zeigt die Tatsache, dass in den ersten 15 Minuten nach Wiederbeginn lediglich fünf Tore gefallen waren (19:18).

In der Schlussphase waren die Hausherren – gestützt auf einen fantastischen Sjöstrand – etwas cleverer als der SC DHfK. Aber erst nach dem 27:24 von Momir Rnic (59.) bog Melsungen auf die Siegerstraße ein. Damit war die Revanche nach der Hinspielpleite gelungen.

Wer war der Mann des Nachmittags?

Es gab nicht einen, sondern zwei. Der eine? Nenad Vuckovic. Er verschenkte schon vor der Partie Aufwärmshirts mit seinem Autogramm an Fans. Der andere? Johan Sjöstrand. Der Torwart wurde von Minute zu Minute besser. Bis zur 50. Minute hatte er 19 Bälle pariert – das hieß: 50 Prozent gehaltene Würfe. Einfach weltklasse.

Das Spiel kommentierte Jens Nähler. 

Rubriklistenbild: © Fischer

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