Dritter Sieg in Serie

33:27 - MT Melsungen fegt VfL Gummersbach vom Feld

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Schwer zu greifen: Julius Kühn, der beste Werfer der MT. 

Kassel. Wer zu spät kommt, den bestraft die MT. Und wie! Erst stand der VfL Gummersbach auf der Autobahn im Stau, dann in der Kasseler Rotenbach-Halle auf verlorenem Posten.

Wie ein Orkan fegten die Melsunger Bundesliga-Handballer am Donnerstagabend ihren Rivalen zumindest eine Halbzeit lang vom Parkett. Nach nicht einmal vier Minuten führten sie schon 3:0, am Ende stand mit 33:27 (17:8) der dritte Sieg in Folge.

Vom Anpfiff weg knüpfte die Nordhessen an ihren starken Auftritt in Wetzlar an. Mit dem starken Johan Sjöstrand im Tor, mit Lasse Mikkelsen in der Schaltzentrale und Michael Allendorf nur wenige Stunden nach der Geburt seiner Tochter Luise Magdalena auf Linksaußen dominierten die Hausherren klar. Das Fehlen von Felix Danner, der sich kurzfristig erkältet abmelden musste, wurde gegen die Obebergischen problemlos kompensiert.

Ein ums andere Mal stellte der starke und sehr bewegliche Abwehrverbund der MT den Gegner vor hohe, vor unüberwindbare Hürden. Zunächst kamen die Melsunger durch Julius Kühn, Mikkelsen und Michael Müller durch die Mitte zum Erfolg. Als sich Gummersbach mit einer nun offensiveren Deckung darauf eingestellt hatte, fanden die Gastgeber über die sicheren Außen Allendorf und Tobias Reichmann den Weg zum Tor.

So erfolgreich, dass die Gäste nach elf Minuten bereits die erste Auszeit nahmen. 7:3 führten die Melsunger zu diesem Zeitpunkt bereits. Und sie ließen nicht locker. Keinen Deut. Kanonier Kühn gegen seinen x-Klub ging einmal mehr voran, doch diesmal bestach die MT durch ihre Stärke in der Breite.

Schon nach zwölf Minuten und nur einer einigen Parade musste Carsten Lichtlein den Platz im VfL-Kasten räumen, aber sein Nachfolger Matthias Puhle kam auch erst im zweiten Durchgang auf Touren und brachte die Melsunger dann doch mit einigen Paraden aus dem Rhythmus.

Als Gästetrainer Bahtijarevic seine zweite Auszeit nahm, ware erst 16 Minuten gespielt. 12:4 (!) führten die Melsunger. Doch wer nun auf ein Aufbäumen der Gmmersbacher gewartet hatte, musste sich gedulden. Denn die MT gab weiter Vollgas, ließ in zehn Minuten nur zwei Gegentore zu und zog immer weiter davon. Beim 16:5 (24.) war erstmals ein Elf-Tore-Vorsprung erreicht, bem 17:8 die Pause erreicht.

Nun wurde bereits über den höchsten Sieg der Melsunger Bundesliga-Geschichte spekuliert. Doch das 37:23 gegen Erlangen aus dem Jahr 2015, es bleibt der Rekord. Denn nach dem Wechsel erwischte der VfL einen Blitzstart. Drei Treffer in Folge zum 11:17 verkürzten den Rückstand auf sechs Tore (32.). Nun war die MT zu behäbig n de Abwehr, zeigte im Angriff zu wenig Biss. Was auch an zahlreichen personellen Wechseln lag.

Immerhin: Sjöstrand im Kasten blieb die verlässliche Größe und ein nimmermüder Rückhalt. In der Offensive versuchten es die Hausherren nun mit sieben Mann, und sie kamen nun endlich auch über den Kreis zum Erfolg. Ein Weg, der lange Zeit versperrt war. Und: Auf Rechtsaußen kam nun auch Lokalmatador Dmitri Ignatow zum Zug. So gut, dass er nach zwei scharfen Diagonalpässen auch seine ersten beiden Bundeslga-Treffer bejubeln konnte.

Beim 20:15 (39.) war Gummersbach bis auf fünf Tore heran, nach einer Auszeitaber berappelten sich die Melsunger wieder. Konnten verkraften, dass der Iraner Pouya Norouzi mit Wurfgewalt und Schnelligkeit auftrumpfte. Und feierten schließlich einen klaren Erfolg.

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Den Spielplan der MT Melsungen finden Sie in diesem Artikel

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