MT Melsungen: Schröder rettet das Unentschieden in Minden

Minden. Der Pokal-Enttäuschung zum Trotz bleibt die MT Melsungen auf Kurs Richtung angestrebten sechsten Platz. Neun Tage nach der unglücklichen Halbfinalniederlage gegen den späteren Pokalsieger Füchse Berlin erkämpfte sich der heimische Handball-Bundesligist nach starkem Finish ein 28:28 (15:15)-Remis bei GWD Minden.

Damit hält die MT "Verfolger" Magdeburg auf Distanz.

MT-Trainer Roth überraschte mit einer auf drei Positionen geänderten Anfangsformation sowie mit einer 5:1-Deckung. Eine Variante, die die Gastgeber durchaus vor Probleme stellte. Besonders deren zuletzt hoch gelobter Rückraum, der erstmal gar nicht auf Touren kam. Dagegen spielte die von Nenad Vuckovic klug geführte Offensive ihre Angriffe geduldig aus oder nutzte die Ballgewinne der eigenen Abwehr zu pfleilschnellen Tempogegenstößen. So waren die Gäste nach elf Minuten auf 7:3 davongezogen.

Eine Führung, die in der Kampa-Halle jedoch alles andere als ein Ruhekissen ist. Das musste auch der Pokal-Halbfinalist erfahren. Plötzlich - nach einigen Fahrkarten - traf Torjäger Bilbija, plötzlich erwachten seine Nebenleute, griffen in der Deckung beherzter zu und starteten damit den eigenen Tempogegenstoßexpress. Plötzlich fand Oliver Tesch einige Lücken am Kreis - und plötzlich stand es 7:7 (15.) dank eines Mindener 4:0-Laufs in nur zwei Minuten.

Die Folge: Ein offener Schlagabtausch, den sich die MTer gern erspart hätten, den sie aber entschlossen annahmen. Besonders wertvoll dabei Vuckovics Ausgleich zum 15:15 fünf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Und als der Serbe in der 34. Minute einen Tempogegenstoß zum 18:16 abschloss, war sogar die Chance da, erneut das Kommando zu übernehmen. Sein Team nutzte sie nicht. Dalibor Doder und Yves Kunkel glichen zum 20:20 (40.) aus, so dass das Spiel weiter auf des Messers Schneide stand.

Ehe die Ostwestfalen, gestützt auf ihren überragenden Torwart Vortmann, beim 25:22 (50.) nach drei Treffern hintereinander durch Svitlica, Kunkel und Bilbija alle Trümpfe in Hand hatten. Zumal Linksaußen Kunkel nach zwei weiteren vergeblichen Melsunger Angriffsversuchen auf 26:22 (55.) erhöhte. Doch wie in der ersten Hälfte trog der Schein. Nach feiner Aufholjagd und Appelgrens Paraden hämmerte Malte Schröder zwei Sekunden vor Schluss den Ball zum 28:28 unter die Latte. Ein Punkt, über den Michael Roth nach eigenen Aussagen "durchaus froh" war.

Minden: Persson (0/1), Vortmann (14/27); Schäpsmeier 3, Rambo 1, Kunkel 5, Südmeier 2, Torbrügge, Tesch 4, Oechsler, Svavarsson, Schmidt, Svitlica 5/3, Doder 4, Bilbija 4.

Melsungen: Appelgren (17/24), Sandström (23.-33., 2/4); Stenbäcken 2, Mansson 3, Sellin (5/4), Kubes, Fahlgren 4, Schröder 4, Ph.Müller 1, Allendorf 6, Vuckovic 2, M. Müller 1, Forstbauer, Hildebrand, Danner, Zufelde.

SR: A. Pritschow/M. Pritschow.

Zuschauer: 2400.

Siebenmeter: 4/3:5/4.

Zeitstrafen: 8:4-Minuten.

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