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EHF-Pokal: MT Melsungen startet mit Sieg in Gruppenphase

Kassel. Handball-Bundesligist MT Melsungen feierte am Abend in der Kasseler Rothenbachhalle einen 31:27 (16:14)-Sieg gegen das schwedische Team Eskilstuna Guif. Der Schnellcheck von HNA-Sportredakteur Florian Hagemann.

Hat die MT ihren Elch-Test bestanden?

Letzten Endes schon, auch wenn es am Anfang ein hartes Stück Arbeit war und nach der Lehrstunde gegen Kiel am vergangenen Mittwoch (32:41) längst noch nicht alles rund lief bei den Melsungern. Allerdings hatten sie die Partie gegen Eskilstuna auch schon zu Beginn so weit im Griff, dass sie immer dann konsequent und konzentriert auftraten, wenn die Gäste drohten, an ihnen vorbeizuziehen. So blieb es aus MT-Sicht bei einem einmaligen Rückstand - dem zum 0:1. Fortan hatte fast immer die Mannschaft von Michael Roth die Nase vorn. Nur viermal gelang Eskilstuna noch der Ausgleich - zum 2:2, zum 9:9, zum 11:11 und zum 12:12 in der 25. Minute.

Zur klaren Angelegenheit wurde es erst in der zweiten Halbzeit, als die MT ihre Kraft ausspielte, das variablere Team stellte und sowohl in Abwehr als auch in Angriff noch eine Stufe beherzter zu Werke ging. Zudem ließ der Gegner nun erkennbar nach. Er machte einfache Fehler und lud die MT mitunter zum Torewerfen ein. Die zog nun davon: Nach 43 Minuten stand es 24:17. Jetzt flutschte es. Am Ende hieß es 31:27.

MT Melsungen gegen Eskilstuna Guif

Wie sieht es nun in der Gruppe aus?

Der erste Spieltag der Gruppenphase ist absolviert. Die MT belegt in der Tabelle Rang zwei hinter der kroatischen Mannschaft Nexe. Die besiegte bereits am Freitagabend das ungarische Team Balatonfüred mit 31:19.

Wie war die Atmosphäre? 

Die Zuschauerzahl halbierte sich im Vergleich zu dem Bundesligaspiel am Mittwochabend gegen Kiel nahezu. Dafür war das Ergebnis ja besser. Gegen Eskilstuna kamen lediglich 2136 Besucher in die Kasseler Rothenbachhalle. Es ist aber nur ein Gerücht, dass einige kurz vor dem Eingang abgebogen sind - und lieber die Erotikmesse in den angrenzenden Hallen besuchten. Die Atmosphäre beim Handball war aber auch recht heiß. Immerhin hatten die Schweden auch ein paar Fans mitgebracht. Das Problem: Sie erkannte kaum jemand, weil sie wie die MT-Anhänger in Rot und Weiß gekleidet waren. Und als über die Hallenlautsprecher Abba zu hören war, gingen sie genauso mit wie die heimischen Zuschauer.

Was kam einem Spanisch vor?

Manch Pfiff der dänischen Schiedsrichter, die es am Anfang recht gut mit den Schweden meinten. Auf Deutsch gesagt: Das kam einem Spanisch vor. Ein großer Aufreger war es aber nicht.

Wer war bester Schwede?

Der beste Schwede kam aus Island und stand bei Eskilstuna im Tor. Aron Rafn Edvardsson hielt nicht nur die ersten beiden MT-Siebenmeter von Michael Allendorf und Johannes Sellin, sondern sein Team lange im Spiel. Ansonsten boten aber vor allem die Schweden auf Melsunger Seite eine gute Partie: Mikael Appelgren war wie gewohnt der Rückhalt, auf den sich seine Teamkollegen verlassen konnten. Und Patrik Fahlgren zeigte nicht nur wegen seiner sieben Tore eine überdurchschnittliche Leistung.

Wie geht es nun weiter?

Am Mittwoch heißt es Hessenderby statt internationale Aufgabe: Dann reist die MT zur Bundesligapartie nach Wetzlar. Am Samstag tritt sie in Kroatien gegen Nexe an.

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