Fahlgren: Konzept ging auf

MT: Handballer jubeln über Sieg in Bietigheim – Samstag gegen Nexe

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Cool bleiben, Jungs! Melsungens Regisseur Patrik Fahlgren (Mitte, hier mit seinen MT-Kollegen Jeffrey Boomhouwer und Marino Maric) erzielte mit seiner Mannschaft einen Kantersieg in Bietigheim.

Kassel. Wer nach dem unerwartet klaren 35:23-Sieg der MT Melsungen am Mittwochabend in der Handball-Bundesliga bei der SG BBM Bietigheim einen Blick auf die Tabelle warf, dem fiel eines sofort ins Auge. Die MT ist dem Tabellenfünften Frisch Auf Göppingen gewaltig auf die Pelle gerückt.

Beim zweiten Hinsehen wurde noch etwas Anderes augenscheinlich: Die Nordhessen haben die viertbeste Offensivabteilung der Klasse. Mit 772 Treffern haben sie bei gleicher Anzahl Spiele kaum weniger als etwa Titelanwärter Rhein-Neckar Löwen (777).

Nach der Begegnung in Bietigheim lobte Trainer Michael Roth die „Explosivität“ seines Teams im Angriff: „Meine Jungs haben die Aufgabe super gelöst.“ Wozu er auch die Arbeit in den anderen Mannschaftsteilen zählte.

„Die Gründe für unseren Erfolg liegen immer noch hinten“, betonte Regisseur Patrik Fahlgren, „mit einer sicheren Deckung kommen wir zu den einfachen Toren aus dem Gegenstoß. Und das Konzept ist in Bietigheim voll aufgegangen.“ Zumal Torwart Mikael Appelgren seine hervorragende Form im März mit Paraden am Fließband erneut unter Beweis stellte. Kann er diese konservieren, haben die Kroaten von RK Nexe am Samstag (20 Uhr) im Europacup sowie die Füchse Berlin am kommenden Mittwoch (19 Uhr, jeweils Rothenbach-Halle Kassel) nichts zu lachen.

Letztlich fehlte den Melsungern sogar nicht viel für den höchsten Saisonsieg. Zumindest wurde ebenso deutlich gewonnen wie beim 40:28 im Dezember vor heimischer Kulisse gegen den Bergischen HC. „Solch ein Ergebnis ist absolut nicht selbstverständlich“, erklärte Roth rundum zufrieden. Die endgültige Entscheidung führten seine Schützlinge im zweiten Abschnitt herbei. Zunächst hatten sie sich von 16:12 auf 18:12 abgesetzt, dann zogen sie sich von 21:16 auf 27:18 ab. „Der Sieg war gut für Selbstbewusstsein“, stellte Kreisläufer Marino Maric fest.

Auch wenn die Partie gegen Nexe nur noch statistischen Wert hat, weil die MT bereits als Gruppensieger feststeht, so freut sich Maric ganz besonders auf diese Begegnung. Es ist das Wiedersehen mit seinen kroatischen Landsleuten. Falls er sie heute noch nicht treffen kann, da das Abschlusstraining der beiden Teams zu unterschiedlichen Zeiten in der Rothenbach-Halle stattfinden könnte, so wird er doch nach der Schlusssirene am Samstag mit einigen Kumpels noch gemütlich beisammen sitzen.

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