Handball

MT Melsungen auf Umweg: Flieger konnte in Calden nicht landen

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Die Erleichterung ist deutlich sichtbar: Die Melsunger nach dem Sieg bei Olympiakos Piräus. Zu erkennen sind (von rechts) Michael Allendorf, Julius Kühn und Lasse Mikkelsen sowie mit dem Rücken zur Kamera Timm Schneider, Kai Häfner und Finn Lemke.

Sportlich haben sie ihr Ziel erreicht, der Rückflug aus Athen aber endete für die Handballer der MT Melsungen mit einem Umweg über Paderborn. Nebel verhinderte die Landung in Kassel-Calden.

In 600 Metern Höhe über Immenhausen, nur Sekunden vor der geplanten Landung auf dem Airport Kassel gab es dann doch noch einen Rückschlag für die Handballer der MT Melsungen und ihren großen Anhang. Denn die bis dahin perfekte Tour nach Athen endete nicht kurz nach Mitternacht in Calden. 

Wegen Nebels konnte der MT-Charterflieger nicht in Calden landen. „Wir warteten schon auf das Aufsetzen, als der Pilot doch wieder hochzog“, berichtet Pressesprecher Bernd Kaiser am Montag.

MT Melsungen: Rückreise dauerte etwas länger - Busse mussten organisiert werden

Nur zwölf Minuten später landete der Airbus dann sicher in Paderborn. Aber: Der MT-Tross und die Mannschaft, die schon am Donnerstag wieder in Berlin spielen muss, kam so erst gegen fünf Uhr in die heimischen Betten. „Bis mitten in der Nacht zwei Busse für 150 Personen zum Transport nach Calden organisiert und Fahrer heraus geklingelt waren, das dauerte eben seine Zeit“, erläutert Kaiser.

Handballer aus Melsungen freuen sich über den Einzug in die Europapokal-Runde

So bleibt also eine gewisse Müdigkeit nach einem Griechenland-Trip, der immerhin ergebnismäßig ein voller Erfolg war mit dem 20:19-Sieg bei Olympiakos Piräus und dem Einzug in die nächste Europapokal-Runde. „Jetzt sind wir da, wo wir unbedingt hinwollten. Darüber können wir uns freuen“, sagte Spielmacher Lasse Mikkelsen. „Unser Ziel ist das Final Four“, betonte MT-Trainer Heiko Grimm. Im kommenden Mai wird der Sieger des EHF-Cups zum dritten Mal in Berlin ermittelt.

Handball Europapokal: Gruppenphase wird im Februar ausgetragen

Bis dahin ist es für die Melsunger allerdings noch ein weiter Weg. Im Februar wird die Gruppenphase ausgetragen. Auf welche Teams die Melsunger dann treffen, entscheidet sich am Donnerstagmittag. Dann werden ab 11 Uhr in der Zentrale der Europäischen Handball-Föderation (EHF) in Wien die vier Gruppen ausgelost. Voraussichtlich bietet der Verband wieder eine Liveübertragung im Internet an. MT-Manager Axel Geerken wird zusammen mit Geschäftsstellen-Mitarbeiter Markus Groß in die österreichische Hauptstadt reisen.

In der dritten Qualifikationsrunde durften sich die Melsunger über ein Treffen mit Grigorios Sanikis freuen. Ein Wiedersehen mit einem weiteren ehemaligen Melsunger Profi ist nun nicht mehr möglich. Der frühere Linksaußen Ivan Brouko scheiterte jetzt mit SKA Minsk an den Rhein-Neckar Löwen. Rein deutsche Duelle sind ebenfalls noch nicht möglich. 

Europapokal: Kräftemessen der Melsunger Handballer mit Klubs aus Spanien und Frankreich wahrscheinlich

Sehr wahrscheinlich sind Kräftemessen mit Klubs aus Spanien und Frankreich, da aus diesen Ländern noch jeweils drei Teams in den Lostöpfen vertreten sind. Mit Holstebro und dem zukünftigen Verein von MT-Torwart Johan Sjöstrand, TTH Holstebro, sind noch zwei starke dänische Teams im Rennen. Bekannt ist den Melsungern aus der Spielzeit 2016/17 lediglich Benfica Lissabon.

Donnerstag geht es gegen die Füchse Berlin

Erst mal gilt die volle Aufmerksamkeit der Nordhessen nun den nationalen Wettbewerben. Am Donnerstag gastieren sie ab 19 Uhr in der Bundesliga bei den Füchsen Berlin, fünf Tage später gibt es das gleiche Duell im DHB-Pokal in Kassel. Um in diesen Duellen bestehen zu können, muss sich die MT im Angriff steigern.

„Nur 19 Gegentreffer – das ist gut. Aber 20 eigene Treffer sind viel zu wenig“, bilanzierte Mikkelsen. „Wir haben in der Offensive schlechte Lösungen gefunden“, ergänzte Linksaußen Michael Allendorf. Mehr Lob verdiente sich die Hintermannschaft. Der erfahrene Allendorf resümierte: „Nach der Pause haben wir viel besser verschoben, Olympiakos hat aber auch nachgelassen.“

Handball Europapokal: Es war für die MT der insgesamt vierte Pflichtspielsieg in Folge

„Ein ganz besonderer Abend“, stellte Finn Lemke, immerhin langjähriger deutscher Nationalspieler, fest. „Ich freue mich riesig auf den Heimflug mit unseren Fans.“ Da wusste er aber noch nicht, dass die Rückreise etwas länger dauern würde.

Vor Kurzem hat Dimitri Ignatov seinen Vertrag bei der MT Melsungen bis 2024 verlängert. Wir haben das Melsunger Eigengewächs interviewt.

Zwei Tage nach dem Pokaltriumph musste die MT gegen die Eulen Ludwigshafen ran. Und machten es bis zum letzten Freiwurf spannend.

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