MT nach dem Auftritt im EHF-Cup

Mit solchen Leistungen geht die Saison der MT den Bach runter

Redebedarf: MT-Trainer Heiko Grimm (Mitte) nutzt eine Auszeit, um seine Spieler wieder auf Kurs zu bringen. 
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Redebedarf: MT-Trainer Heiko Grimm (Mitte) nutzt eine Auszeit, um seine Spieler wieder auf Kurs zu bringen. 

Handball-Bundesligist MT Melsungen verpasst es beim 32:28 gegen Piräus, für ein gutes Polster zu sorgen. Die Leistung in der zweiten Hälfte bringt die Fans auf die Palme.

Die Fans machten ihrem Unmut Luft. „Wir wollen euch kämpfen sehen!“, skandierten die Anhänger der MT Melsungen. Abermals mussten die Zuschauer in der Kasseler Rothenbach-Halle einen erschreckenden Auftritt mit ansehen. Am Samstagabend stand nicht Handball-Bundesliga, sondern Europapokal auf dem Programm. Die MT gewann 32:28 (19:13) gegen Olympiakos Piräus – aber: Die Ausgangsposition für das Rückspiel in Griechenland am kommenden Sonntag ist alles andere als komfortabel.

Das Erreichen der Gruppenphase im EHF-Cup gerät somit in Gefahr. Übertragen auf den Fußball, ließe sich das Ergebnis mit einem 2:1-Sieg vergleichen. „Das war nichts“, kommentierte Finn Lemke. Der MT-Kapitän dachte an die Leistung der zweiten Hälfte. Die Erklärung seines Trainers hörte sich so an: „Ab dem Stand von 21:13 hat jeder einen Schritt weniger gemacht“, sagte Heiko Grimm.

MT Melsungen gegen Olympiakos Piräus: Zunächst alles nach Plan

Bis zu diesem 21:13 lief alles nach Plan. Nach leichten Startschwierigkeiten drehten die Gastgeber nach einer Viertelstunde auf und überrannten den Gegner förmlich. Aus einem 6:7 (11. Minute) machte die MT eine 19:13-Pausenführung. Bis dahin sei alles okay gewesen, sagte Dimitri Ignatow, der für Tobias Reichmann spielen durfte. Aber dann: Grimm wechselte durch, „und vielleicht haben wir es dann etwas zu locker genommen“, sagte der junge Rechtsaußen. Piräus fand Lücken und verkürzte Stück für Stück – das brachte die Fans auf die Palme.

Und abermals stellen sich etliche Frage: Was ist da los mit der MT? Warum bricht sie ein? Warum schafft sie es nicht, selbst gegen ein griechisches Team aus Halbprofis ein Schützenfest zu feiern? Und: Hat sie nicht begriffen, worum es geht? Anstatt für ein wohliges Polster zu sorgen, wurden böse Erinnerungen an Balingen wach.

Diese negativen Vorboten betreffen ja nicht nur den EHF-Cup. Wenn die Mannschaft es weiter so schleifen lässt, geht die gesamte Saison den Bach runter. Zumal sich in diesem Zusammenhang eine weitere Frage stellt: War die tolle Serie mit Siegen gegen drei Top-Teams nur ein kurzer und zufälliger Höhenflug? In ihrer aktuellen Verfassung ist es jedenfalls schwer vorstellbar, dass die MT unter den besten fünf Teams der Liga mitmischt. Und nicht zu vergessen: In gut zwei Wochen steht das Viertelfinale im DHB-Pokal auf dem Programm.

Hoffnung auf erfolgreiche Spielzeit der MT Melsungen schwindet

Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Spielzeit schwindet in dieses Tagen. Weil allzu offensichtlich ist, dass Mannschaft und Trainer auf negative Wendungen innerhalb eines Spiels keine Antwort haben. Und weil die Befürchtung besteht, dass da zwar hervorragende Einzelkönner am Werk sind, aber kein gut harmonierendes Gesamtgebilde auftritt.

Was zudem irritiert: Die Spieler reden permanent davon, die Kurve kriegen zu wollen. Sie beschwören eine bessere Einstellung. Mehr Kampfgeist. Zu sehen ist davon allerdings – wenig bis gar nichts. Und aus dieser Tatsache ergibt sich noch eine Frage: Schafft es der Trainer nicht, den nötigen Biss zu wecken, ist er nicht in der Lage, die nötigen Prozent herauszukitzeln? Angesichts des Mammutprogramms bleiben Grimm ohnehin nicht viele Einheiten, um Einfluss zu nehmen.

Ausgerechnet in der entscheidenden Phase präsentiert sich die MT so fragil und mitunter lustlos wie zu Saisonbeginn. Da sind die Fans zu Recht sauer.

MT Melsungen gegen Olympiakos Piräus im Europapokal- die Bilder

MT Melsungen gegen Olympiakos Piräus im Europapokal
nein © Andreas Fischer
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Ziel erreicht: Die Handballer der MT Melsungen haben Olympiakos Piräus mit 20:19 geschlagen und damit die Gruppenphase des EHF-Cup erreicht. 

Die nächsten Gegner für die MT Melsungen stehen fest: Nach dem 20:19-Sieg bei Olympiakos Piräus wissen die Handballer, auf wen sie in der Gruppenphase des EHF-Cups treffen.

Welch ein Kraftakt und welch eine Leistungssteigerung. Die Handballer der MT Melsungen haben es geschafft - sie fahren kommenden April zum Final Four nach Hamburg.

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