Freitag geht es in Berlin los

Handballer in die Vorbereitung auf die Olympia-Qualifikation gestartet: Auf Kiels Stars ruhen die Hoffnungen

Zurück in der deutschen Handball-Nationalmannschaft: Die Kieler Hendrik Pekeler (im Foto von links), Patrick Wiencek und Steffen Weinhold.
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Zurück bei der Nationalmannschaft: Die Kieler Hendrik Pekeler (im Foto von links), Patrick Wiencek und Steffen Weinhold.

Es sind noch drei Tage bis zum deutschen Auftaktspiel bei der dreitägigen Olympia-Ausscheidung in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Es zeichnet sich aber schon jetzt ab, auf welchen Handballern im DHB-Team besondere Hoffnungen ruhen werden. Der Kieler Block mit Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek und Steffen Weinhold soll der Nationalmannschaft schon im Eröffnungsspiel am Freitag Sicherheit geben.

Kassel – Es sind noch drei Tage bis zum deutschen Auftaktspiel bei der dreitägigen Olympia-Ausscheidung in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Es zeichnet sich aber schon jetzt ab, auf welchen Handballern im DHB-Team besondere Hoffnungen ruhen werden.

Der Kieler Block mit Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek und Steffen Weinhold soll der Nationalmannschaft schon im Eröffungsspiel am Freitag ab 15.15 Uhr (ARD) gegen Schweden die Sicherheit geben, die der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) noch bei der Weltmeisterschaft im Januar gefehlt hat.

Nach ihrem freiwilligen WM-Verzicht ist das Trio nun ebenso ins Team von Bundestrainer Alfred Gislason zurückgekehrt wie der Berliner Fabian Wiede. „Die Kieler bringen eine Menge Qualität rein“, sagt Torjäger Julius Kühn von der MT Melsungen. „Mit den Rückkehrern sind wir in der Breite stärker besetzt und können besser durchwechseln“, stellt Rechtsaußen Timo Kastening fest.

Deutscher Rechtsaußen: Timo Kastening von der MT Melsungen.

In Ägypten hatte Gislason eher notgedrungen auf Sebastian Firnhaber setzen müssen. Diesmal wurde der Erlanger nicht nominiert. Pekeler und Wiencek sollen sich im Innenblock nun vorrangig die Aufgabe mit dem Flensburger Johannes Golla teilen, der durchaus zu den Entdeckungen des WM-Turniers gehörte. „Ich habe mir die deutschen Spiele im Fernsehen angeschaut und gesehen, wie überragend Johannes verteidigt hat“, erklärte Wiencek am Montag bei einer virtuellen Pressekonferenz des DHB.

Golla traf am Montag als letzter deutscher Profi in Berlin ein. Nachdem er sich beim Bundesligaspiel am Sonntag in Minden leicht verletzt hatte, wurde der frühere Melsunger erst noch einmal in Flensburg untersucht. Gislason hat nun alle 19 Akteure zur Verfügung.

Allerdings schonte er am ersten Tag noch den einen oder anderen Spieler. Insbesondere die Kieler sollten langsam einsteigen. Sie hatten nach einer zweiwöchigen Quarantäne direkt sieben Begegnungen in 13 Tagen absolviert. Gislason kann sich diesen Luxus erlauben, weil er über Jahre ihr Chefcoach in Kiel war und sie sein System bestens kennen. „Die Jungs brauchen keine Eingewöhnungszeit. Sie haben den Vorteil, dass sie mit mir schon lange zusammengearbeitet haben“, betonte der Isländer gestern. Zuletzt nahmen Wiencek, Pekeler und Weinhold Anfang November an einem Lehrgang der Nationalmannschaft teil. Damals gab es für den Olympia-Dritten von Rio 2016 zwei Siege in der EM-Qualifikation gegen Bosnien-Herzegowina und in Estland.

Dass sie für die Weltmeisterschaft dann abgesagt haben, kam allerdings bei Torwart Andreas Wolff nicht gut an. Der Schlussmann vom polnischen Spitzenklub hatte vor dem Turnier im Januar seine ehemaligen Kieler Vereinskameraden für ihren Entschluss scharf kritisiert. Die Angelegenheit ist aber kein Thema mehr. „Es war gar nicht so schlimm. Wir kennen Andi, er redet gern viel. Wir haben die ganze Sache mit Humor genommen“, erklärte Wiencek. Die einzige Bemerkung nach ihrer Rückkehr bekamen die THW-Stars von Gislason beim gemeinsamen Essen. „Er hat uns mit dem Spruch empfangen: Schön, dass Ihr wieder da seid“, berichtete Kreisläufer Wiencek.

Mit dem Einsatz der Kieler Ausnahmekönner steigen die Chancen des DHB-Teams auf eine erfolgreiche Qualifikation für die Sommerspiele in Tokio. „Der einzige Druck ist der, dass wir gewinnen wollen“, sagt Wiencek.

Neben den Schweden warten am Wochenende auch noch die Slowenen (Samstag, 15.35 Uhr/ZDF) sowie die Algerier (Sonntag, 15.45 Uhr/ZDF). Die beiden Erstplatzierten qualifizieren sich für das olympische Turnier. (Björn Mahr)

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