1. Startseite
  2. Sport
  3. MT Melsungen

Von einem Abschied und Abenteuerlust: Handball-Nationalmannschaft nach Sieg in Kiel nun bei den Färöer

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Björn Mahr

Kommentare

Der verabschiedete Patrick Wiencek (vorn links mit Sohn Paul), dahinter die langjährigen Kollegen Till Klimpke, Tobias Reichmann, Kai Häfner Paul Drux, Marcel Schiller und Simon Ernst. Vorn rechts: Johannes Golla.
Erinnerungsfoto: Der verabschiedete Patrick Wiencek (vorn links mit Sohn Paul), dahinter die langjährigen Kollegen Till Klimpke, Tobias Reichmann, Kai Häfner Paul Drux, Marcel Schiller und Simon Ernst. Vorn rechts: Johannes Golla. © Imago/Eibner

Nach Sieg in Kiel: Die deutschen Handballer bestreiten heute in der WM-Qualifikation das Rückspiel bei den Färöer.

Als der zurückgetretene Patrick Wiencek am Mittwochabend in der Kieler Arena aus der Handball-Nationalmannschaft verabschiedet wurde, gab es von jedem Kollegen noch eine dicke Umarmung. Auch der 32-jährige Kai Häfner ließ es sich nach dem 34:26-Erfolg in der WM-Qualifikation gegen die Färöer nicht nehmen, dem nur ein paar Monate älteren langjährigen Auswahlkollegen zu danken. „Ich kenne Bambam seit den Junioren. Es war schon komisch, ihn jetzt zu verabschieden“, sagt Häfner. „Er hat Riesen-Verdienste für die Nationalmannschaft. Er kann stolz sein.“

Trotz Wienceks Rücktritt ist Häfner bei diesem Lehrgang nicht der älteste Akteur im Kader. Sein Melsunger Vereinskamerad Tobias Reichmann feiert im Mai seinen 34. Geburtstag. Obwohl Häfner schon an den vergangenen drei WM-Turnieren in Frankreich, in Deutschland und Dänemark sowie in Ägypten teilgenommen hat, ist seine Lust ungebrochen. „Der Ehrgeiz ist genauso groß vor bei meiner ersten Weltmeisterschaft“, stellt der 32-Jährige genau zwölf Jahre nach seinem Nationalmannschaftsdebüt klar.

Zu einem Startplatz beim Turnier im nächsten Januar in Schweden und Polen fehlt nach dem deutlichen Sieg im Play-off-Hinspiel nicht mehr viel. Den Acht-Tore-Vorsprung dürfte sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in der Partie heute ab 20 Uhr (Livestream bei ZDF.de) in Torshavn nicht mehr nehmen lassen.

Eine Reise zu den Fähringern ist für das Nationalteam ein Abenteuer und ein Novum. „Ich finde es spannend, auf eine Insel zu reisen, die ich auch mal gern in Form eines Urlaubs besucht hätte“, erklärte der deutsche Co-Trainer Erik Wudtke. „Vielleicht werden wir uns am Sonntag noch einen kleinen Ausblick gönnen. Bis dahin gilt aber voller Fokus aufs Spiel.“ Gestern ging es im Flugzeug vom dänischen Billund nach Torshavn.

Häfner sagt: „Ich lasse mich überraschen, was uns da für ein Handballfest erwartet. Wenn man gesehen hat, was die Fans der Färöer in Kiel veranstaltet haben, dann wird die Halle dort brennen.“ Der Halbrechte aus Melsungen war am Mittwoch in der zweiten Halbzeit vom Feld gehumpelt, gab aber am Donnerstag Entwarnung. „Ich bin nur ein bisschen umgeknickt. Über die Nacht ist es nicht schlimmer geworden.“ Auch bei Juri Knorr (Pferdekuss) scheint es nicht schlimmer zu sein. (Björn Mahr)

Auch interessant

Kommentare