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Handball-Profi, Talkgast und Maskottchen: Timo Kastening von der MT Melsungen im Fokus

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Von: Björn Mahr

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Als Zuschauer beim Wintergame in Hannover dabei: Timo Kastening (links), hier mit dem ehemaligen Fußball-Profi Leon Andreasen.
Als Zuschauer beim Wintergame in Hannover dabei: Timo Kastening (links), hier mit dem ehemaligen Fußball-Profi Leon Andreasen. © Florian Petrow

Handball-Profi Timo Kastening von der MT Melsungen arbeitet am Comeback, schlüpft aber auch in andere Rollen.

Kassel - Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist zurzeit in aller Munde. Auch Timo Kastening vom Bundesligisten MT Melsungen freut sich darüber, dass das Team von Bundestrainer Alfred Gislason bei der WM in Polen und Schweden erfolgreich ist. Der National-Rechtsaußen, der nach überstandenem Kreuzbandriss noch kein Kandidat für das Turnier war und an seinem Comeback für die MT arbeitet, sagt aber auch: „Es tut weh, nur Zuschauer zu sein, weil die Mannschaft so einen überragenden Job macht.“

Kastening verfolgt das Geschehen allerdings aus etwas ungewohnter Position. Für Sportdeutschland.tv ist er bei diversen Spielen der Weltmeisterschaft als Co-Kommentator im Einsatz. „Ich nutze die Zeit, um mich mal in dieser Rolle auszuprobieren, um mal zu schauen, ob das später für mich was sein könnte“, erklärt der 27-Jährige. Er meint die Zeit nach Ende seiner Handballer-Karriere.

Der Melsunger Profi ist aber in diesen Tagen noch in anderer Funktion zu erleben. So ist er neben den Ex-Weltmeistern Pascal „Pommes“ Hens und Michael „Mimi“ Kraus ständiges Mitglied beim Online-Talk „Harzblut“ von Handball-Legende Stefan Kretzschmar. „Ich mag die Charaktere“, sagt Kastening.

Kurz vor Weihnachten war er beim Eishockey-Wintergame in Hannover dabei. Da er aber für ein Charityspiel im Rahmenprogramm zwischen den Teams Kinderherz Hannover und Per-Mertesacker-Stiftung noch nicht fit war, konnte er nur von der Ersatzbank zusehen – genauso beispielsweise wie der frühere Fußball-Bundesliga-Profi Leon Andreasen. „Ich war für die Kollegen so etwas wie das Maskottchen“, erklärt der Handballer schmunzelnd.

Die meiste Zeit verbringt er aber seit vergangener Woche bei den Trainingseinheiten der MT. Genauso wie die anderen Rekonvaleszenten David Mandic und Domagoj Pavlovic arbeitet er intensiv an seiner Rückkehr aufs Feld. „Es fühlt sich gut an“, betont der Rechtsaußen. Allerdings macht er mehr als acht Monate nach dem Kreuzbandriss noch nicht das komplette Programm mit. Wenn sich das Team ohne die zurzeit noch fehlenden WM-Teilnehmer mit einem Fußballspielchen aufwärmt, dann absolviert er stattdessen mit Athletikcoach Florian Sölter einige spezielle Übungen für das operierte linke Knie.

Ein bisschen moralische Unterstützung bekommt er vom Melsunger Nationalmannschaftskollege Julius Kühn, der vor ein paar Jahren die gleiche Verletzung erlitt. „Wir reden über das eine oder andere. Wenn es mal knackt, dann sagt er mir, es sei gar nicht schlimm. Das gibt dir natürlich Ruhe“, berichtet Kastening.

Ob er schon am Sonntag, 12. Februar, zum Restrundenauftakt beim Bergischen HC wieder auflaufen kann, lässt sich noch nicht genau sagen. Der Linkshänder erklärt: „Ich hoffe, dass ich dann dabei sein kann.“ Vielleicht kann er sogar bei zwei Benefizspielen am Samstag, 4. Februar, ab 15 Uhr in Lohfelden gegen den Ligarivalen ASV Hamm-Westfalen und am 5. Februar ab 16 Uhr in Rotenburg gegen die gastgebende TGR eingesetzt werden. (Björn Mahr)

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