Deutsches Team kommt gegen Spanien zu spät auf Touren – Kühn trifft fünfmal

HNA-Schnellcheck: Handballer verlieren die EM-Neuauflage

Auch in Magdeburg im Einsatz: Bernd Kaiser, sonst als MT-Pressesprecher tätig, fungierte beim Länderspiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft als Hallensprecher. Hier im Bild zu sehen mit dem DHB-Maskottchen Hannibal. Foto: Mahr

Magdeburg. 21 Monate nach dem Titelgewinn bei der Europameisterschaft in Polen traf die deutsche Handball-Nationalmannschaft nun wieder auf Spanien. Unser Schnellcheck.

Vor 6500 Zuschauern in Magdeburg gab es für die selbst ernannten Bad Boys diesmal eine 24:26 (10:12)-Niederlage.

Wie viel MT Melsungen steckte denn in dieser Partie? 

Zwar hatte Bundestrainer Christian Prokop bekanntermaßen auf Rechtsaußen Tobias Reichmann verzichtet, aber mit den Rückraumstrategen Julius Kühn und Finn Lemke waren zumindest zwei Akteure der MT im Kader. Und noch ein bekanntes Melsunger Gesicht war neben dem Spielfeld in Aktion zu erleben: MT-Pressechef Bernd Kaiser führte den ganzen Nachmittag in der Mageburger durchs Programm. Nach der Partie der Männer fand noch ein Testspiel der deutschen Frauen gegen die Auswahl der Niederlande. Dabei waren aufseiten der Gäste mit den beiden Bad Wildungerinner Anouk Nieuwenveg und Rinka Dujindam zwei Nordhessinnen.

Wie war das Spiel? 

Die deutsche Deckung stand von Beginn an ganz ordentlich – Abwehrchef Lemke hat gezeigt, dass er unverzichtbar für dieses Team ist. Die Probleme der DHB-Auswahl lagen eindeutig im Angriff. In diesem Mannschaftsteil leistete sich der Gastgeber zu viele Fehler. So geriet der Europameister mit 5:7 ins Hintertreffen.

Gut, dass Andi Wolff im deutschen Tor den Iberern einige Bälle wegnahm. Höhepunkt: In der 27. Minute bekam der Gast drei Chancen innerhalb kürzester Zeit – doch der Mann aus Kiel war zur Stelle. Wolff trug damit dazu bei, dass seine Mannschaft zur Pause lediglich mit 10:12 hinten lag.

Allerdings wurde es nach dem Wechsel auch erst mal nicht besser: 11:16 (45.). Prokop brachte im zweiten Durchgang Kühn – und der bereitete gleich mal das 12:16 von Hendrik Pekeler vor (36.). Kurz darauf traf er dann selbst zum 14:16 (39.) – wobei Vereinskamerad Lemke für ihn die Räume geschaffen hatte. Was einmal klappt, klappt auch oft ein zweites Mal: 15:16 durch wen? Genau, Kühn (40.). Für die Aufholjagd gab es „Deutschland, Deutschland“-Sprechchöre. Zum 18:18 war Kühn erfolgreich. Der Ausgleich brachte allerdings nicht die nötige Sicherheit ins Spiel. Die neu formierte spanische Mannschaft präsentierte sich aber auch abgeklärt und provozierte Fehler des Olympia-Dritten. Bester deutscher Schütze war Kühn mit fünf Toren.

Gab es einen Mann des Spiels? 

Also beim THW Kiel spielt Andreas Wolff zurzeit eine untergeordnete Rolle. Im Adlertrikot hinterließ er einen überzeugenden Eindruck – mit 15 Paraden.

Wie war die Stimmung in der Getec-Arena? 

Einige Plätze waren leer geblieben. Aber wer schon mal in Magdeburg bei einem Handballspiel war, der weiß: Wenn die Partie erst mal läuft, dann geht hier richtig die Post ab. Als das Team einlief, gab es ein Feuerwerk in der Hallenecke, wo sich die Mannschaftskabinen befinden – stimmungsvoller geht kaum. Jeder Ballgewinn, jede Abwehraktion wurden von den Zuschauern frenetisch bejubelt. An den 6500 Fans in der Arena lag es nicht, dass die DHB-Auswahl erst zu spät auf Touren kam.

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