Manager soll Roth entlasten – vier Fakten zum Derby

MT heute in Wetzlar: Geerken doch auf der Bank

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Wer hat hier das Sagen? MT-Manager Axel Geerken (links) wird Trainer Michael Roth auf der Bank unterstützen – wie auf diesem Bild beim Gastspiel in Hannover.

Kassel. Es geht wieder los. Mit dem Hessenderby bei der HSG Wetzlar beginnt für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen heute die Restrunde.

Anwurf in der Rittal-Arena ist um 19 Uhr. Vier Fakten zum Spiel der MT in Wetzlar:

1. Der Melsunger Manager sitzt wieder auf der Trainerbank. Eigentlich sollte es nur vorübergehend sein. Eigentlich wollte Axel Geerken die MT-Spiele in der Restrunde wieder aus dem Zuschauerraum verfolgen. Doch nach der Hinrundenanalyse im Trainingslager auf Fuerteventura kamen die Verantwortlichen des Teams überein, diese Regelung bis zum Saisonende beizubehalten. Wenn es etwa mit dem Kampfgericht oder den Schiedsrichtern etwas zu klären geben sollte, wird Geerken in Erscheinung treten. „So kann sich unser Trainer noch mehr auf das Spiel konzentrieren“, weiß der Melsunger Vorstand. Teammanager Sandor Balogh wird dafür aus der ersten Reihe die Statistik führen. Nur vier Verantwortliche sind auf der Bank erlaubt.

Wir übertragen das Derby live bei Radio HNA. Co-Kommentator ist MT-Spieler Johannes Sellin.

Dass er in der Rittal-Arena auf der Bank Platz nehmen wird, ist noch aus einem anderen Grund etwas Besonderes. Er lebt mit seiner Familie in Wetzlar-Dutenhofen und war einst Torhüter der HSG. Zum letzten Mal auf dem Feld stand er für die Mittelhessen am 27. September 2008. Da fungierte Geerken schon als Geschäftsführer des Klubs, half aber beim 27:27 im Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt aus, weil Schlussmann Zoran Djordjic ausgefallen war.

2. Es wird ein stimmungsvoller Abend. 4200 Karten wurden im Vorverkauf abgesetzt. Es ist absehbar, dass die Halle mit 4400 Zuschauern ausverkauft sein wird. Auch mehr als 100 Anhänger der MT werden sich auf den Weg nach Mittelhessen machen. „Wenn wir einen guten Tag erwischen, ist einiges möglich. Wir werden gut auf Wetzlar vorbereitet sein“, verspricht Melsungens Coach Michael Roth. Aber auch sein Gegenüber Kai Wandschneider ist bekannt dafür, dass er sein Team gut einstellen wird: „Es ist für beide Mannschaften ein Neustart. Keiner weiß zurzeit, wo er steht.“

3. Die Wetzlarer müssen wieder einen Spieler ehren. Im vergangenen Winter freuten sich die HSG-Verantwortlichen darüber, dass ihr Verein drei Europameister stellte: Torwart Andreas Wolff, Mittelmann Steffen Fäth und Kreisläufer Jannik Kohlbacher. Zwar scheiterte Kohlbacher bei der WM im Januar in Frankreich mit dem deutschen Team im Achtelfinale an Katar, dafür stand aber ein anderer Wetzlarer Profi im Endspiel in Paris. Kristian Björnsen, 1,91 m großer Rechtsaußen, gewann mit der Auswahl Norwegens Silber. „Ich freue mich sehr für ihn“, erklärt Wandschneider.

4. Beide Mannschaften haben personelle Probleme. Die MT muss neben Marino Maric und Gabor Langhans noch ihren Top-Torjäger Johannes Sellin (Muskelverletzung) ersetzen. Felix Danner und Nenad Vuckovic sind indes einsatzbereit. Auf Seiten der Hausherren fehlen nach wie vor die Langzeitverletzten Joao Ferraz und Maximilian Holst. Immerhin: Mittelmann Philipp Weber und der mazedonische WM-Teilnehmer Filip Mirkulovski haben einen Muskelfaserriss auskuriert. Zudem gibt der vor der Serie verpflichete Philipp Pöter – er kam wie Weber aus Leipzig – endlich seinen Einstand bei der HSG. Wegen gesundheitlicher Probleme hatte er Sportverbot bekommen.

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