Ex-Melsunger Stenbäcken und Mansson spielen mit Lemgo Sonntag bei der MT

Vor der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Die ehemaligen Melsunger Jonathan Stenbäcken (links) und Anton Mansson gastieren mit Lemgo in Kassel. Foto: Hahn

Lemgo/Melsungen. Im Lipperland hatten die Handball-Fans in den vergangenen Tagen viel Gesprächsstoff.

Der unerwartet klare 26:20-Heimsieg des TBV Lemgo über den VfL Gummersbach war ebenso Thema wie der junge Spieler, der erstmals bei einem Bundesliga-Spiel der Ostwestfalen auf der Bank Platz nahm. Dieser hört auf den Namen Zerbe, Lukas Zerbe. Sein Onkel Volker, mittlerweile Sportlicher Leiter bei den Füchsen in Berlin, ist als früherer Nationalspieler und Mitglied der TBV-Meistermannschaften von 1997 und 2003 eine Handball-Legende in Lemgo.

Der 18-Jährige, für den zuletzt fehlenden Niederländer Arjan Haenen in den Kader gerückt, kam auf rechtsaußen noch nicht zum Einsatz. Durchaus möglich, dass der Linkshänder sein Debüt am Sonntag ab 15 Uhr in der Partie bei der MT Melsungen gibt. In der Kasseler Rothenbach-Halle werden viele Augen allerdings auf zwei Lemgoer Neuzugänge gerichtet sein: Anton Mansson und Jonathan Stenbäcken spielten bis zum Frühling 2014 für die MT und genossen in Nordhessen große Sympathien bei Kollegen und Fans.

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DAS ABWEHRSPIEL

Seitdem die beiden Schweden mit ihrem neuen Klub am 9. Juli dieses Jahres in die Vorbereitung einstiegen, war absehbar, dass das Duo eine wichtige Rolle im Defensiv-Konzept von Trainer Florian Kehrmann spielen würde. Dass es sich gelohnt hat, die beiden Skandinavier für den Mittelblock zu nominieren, zeigte etwa der jüngste Erfolg gegen Gummersbach – angesichts von nur 20 Gegentreffern. „Es ist natürlich ein Vorteil, dass wir uns durch die Zeit in Melsungen so gut verstehen“, sagt Stenbäcken. Und Mansson ergänzt: „Wir spielen gern zusammen und haben eine gute Kommunikation.“ Beim 26:20-Erfolg harmonierten sie zudem hervorragend mit Torwart Nils Dresrüsse.

Defizite traten lediglich bei den Auswärtsbegegnungen zu Tage. Da war die Deckung nicht immer griffig. Insofern ein Problem, als die Lemgoer ihr gefürchtetes Tempospiel nur aus einer sattelfesten Verteidigung aufziehen können.

DAS ANGRIFFSSPIEL

Schöpferische Pausen? Fehlanzeige. Mansson muss 60 Minuten am Kreis ran. Jetzt noch mehr, weil sein Landsmann Gustav Rydergard vergangene Woche an der Schulter operiert wurde. Einmal war er sogar schon in der Mannschaft der Woche im Fachmagazin „Handball-Woche“.

„Ich bekomme viele Bälle“, sagt der blonde Hüne über das zusehends besser werdende Zusammenspiel mit Mittelmann Andrej Kogut. „Kogut“, ergänzt Mansson, „ist ein bisschen wie Patrik Fahlgren.“ Schon mit dem MT-Regisseur, zurzeit im Aufbautraining, harmonierte der inzwischen 26-Jährige prächtig.

Sein ein Jahr älterer Kollege Stenbäcken kann durch Routinier Arne Niemeyer im linken Rückraum entlastet werden. Allein gegen die Rhein-Neckar Löwen gelangen „Jonny“ fünf Treffer. Nun will er auch an alter Wirkungsstätte Tore erzielen. Zu Fahlgren, Philipp Müller und Michael Allendorf hat er gelegentlich Kontakt. „Wir müssen auswärts besser auftreten“, sagt Stenbäcken. Eben so wie zuletzt in eigener Halle gegen Gummersbach.

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