Am Mittwoch gegen Lemgo 

Das Hurra-Team ist bei der MT Melsungen zu Gast

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Volle Konzentration: Lemgos Rechtsaußen Bobby Schagen nimmt Maß vor einem Siebenmeter beim Sparkassen-Cup im August. Mittwoch ist er mit dem TBV zu Gast in der Rothenbach-Halle. 

Dem TBV Lemgo geht es ein bisschen wie der MT Melsungen in der Vorsaison. Der Handball-Bundesligist aus Ostwestfalen hat eine Reihe von verletzten Stammspielern zu beklagen.

Kassel – Aber die Mannschaft von Trainer Florian Kehrmann macht aus der Not eine Tugend. „Sie spielen locker drauf los und haben sichtlich Spaß am Handball“, lobt MT-Trainer Heiko Grimm. Am Mittwoch bekommen es die Nordhessen mit dem Lipper Hurra-Team zu tun. Anwurf in der Rothenbach-Halle ist um 19 Uhr.

Keine Frage, der TBV kann zu einem extrem unangenehmen Gegner mutieren: „Wenn die Lemgoer ihr Tempospiel aufziehen, geraten sie schon mal in einen Rausch“, sagt Michael Allendorf. Der MT-Linksaußen weiß, wovon er spricht. Das zeigt ein Blick in die Vergangenheit.

Historie

Kein anderer Bundesligist war häufiger in Nordhessen zu Gast als der TBV. Schon zu Melsunger Zweitliga-Zeiten waren die Lipper Stammgast beim Sparkassen-Cup, kamen zu vielen Freundschaftsspielen in die Region und leisteten somit auch Handball-Entwicklungshilfe. Gewann der Deutsche Meister von 1997 und 2003 damals praktisch jedes dieser Gastspiele, so hat sich die Tendenz inzwischen verändert.

Seit den beiden MT-Siegen in der Saison 2016/17 mit 32:27 und 33:29 haben die Melsunger von sechs Duellen zwei gewonnen. 2017/18 gab es zwei Unentschieden (33:33, 26:26), danach folgten Niederlagen beim Turnier in Ilsenburg (28:30) und in Lemgo (26:28). Der aktuelle Trend allerdings ist positiv: Dem 31:27 im letzten Saisonspiel im Juni folgte beim Sparkassen-Cup ein 27:24.

Gegenwart

Einem 32:28-Auftaktsieg in Wetzlar folgte eine bittere Heimpleite. Beim 24:32 gegen Magdeburg führte der TBV 19:15 (36.), geriet dann aber aus dem Tritt und verlor die letzten 24 Minuten 5:17. Dennoch enttäuschte Lemgo nicht und verlangte dem Favoriten alles ab.

Neben einer guten Moral zeichnet die Mannschaft ihr angesprochenes Tempospiel aus. Und weil der Rückraum personell auf Kante genäht ist, setzt Trainer Kehrmann auf das Spiel über die Außenpositionen. Der Weltmeister von 2007 war früher selbst ein exzellenter Rechtsaußen. Mit dem Niederländer Bobby Schagen und dem Isländer Bjarki Elisson haben sich die Lemgoer zwei Top-Leute für die Flügel geangelt. Rechtsaußen Schagen kam aus Stuttgart, sein Pendant Elisson aus Berlin. Mehr als die Hälfte der Lemgoer Tore gehen auf das Konto der beiden Außen. Sie haben offensichtlich auch Spaß am Handball.

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