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Huskies, Hamburg und ein heißes Tänzchen: Handball-Bundesligist MT Melsungen empfängt HSV

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Von: Björn Mahr

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Heute mit der MT gefordert: Tobias Reichmann (links) und Alexander Petersson.
Heute mit der MT gefordert: Tobias Reichmann. © ANDREAS FISCHER

Handball-Bundesligist MT Melsungen erwartet heute ab 19.05 Uhr den HSV Hamburg.

Kassel – Setzt die MT Melsungen ihre kleine Erfolgsserie fort? Kann die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo auch heute ab 19.05 Uhr (Sky) in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den HSV Hamburg punkten? Aus den vergangenen vier Begegnungen holte die MT in der Handball-Bundesliga 7:1 Punkte. Allerdings war das 22:22 zuletzt in eigener Halle gegen den SC DHfK Leipzig etwas schmeichelhaft. Noch dazu ist es für die Nordhessen eine besondere Woche: Am Sonntag wird ab 18.30 Uhr noch das Pokal-Viertelfinale beim TBV Lemgo nachgeholt. Wir blicken auf die anstehende Partie.

Der Fokus

Seit Tagen werden die Melsunger nicht müde zu betonen, dass ihr Hauptaugenmerk nur auf dem Hamburg-Spiel liegt. „Das Wichtigste ist, dass wir den vollen Fokus auf diesem Spiel haben. Sonst machen wir einen großen Fehler“, warnt Parrondo. Mit Lemgo könne sich sein Team danach beschäftigen.

Ein Grund zur Freude hatte der Spanier gestern schon: Er gehört neben seinen Landsleuten Xavier Pascual und Jordi Ribera sowie den Dänen Nikolaj Jacobsen und Guillaume Gille zu den Nominierten für die Wahl zum IHF World Coach 2021.

Die Einstimmung

Nach dem Training am Dienstag ging es für Rechtsaußen Tobias Reichmann in die Kasseler Eissporthalle – sein Sohn Karl Henry bestritt in der Drittelpause des DEL2-Auftritts der Huskies mit der U9 der Eishockeyjugend ein Einlagespiel. Ob er aus dem Abend etwas mitnehmen kann? „Auf jeden Fall, dass sie gewonnen haben“, sagt Reichmann schmunzelnd. „Eishockey ist ein geiler Sport. Es geht ordentlich zur Sache.“ Heute dürfte ihm und seinen Kollegen auch nichts geschenkt werden. Der 33-Jährige erwartet „ein heißes Tänzchen“. Bei der 25:26-Hinspielniederlage hatte Reichmann wegen einer Meniskus-OP gefehlt.

MT-Akteur: Alexander Petersson.
Erfahrener MT-Akteur: Alexander Petersson. © Dieter Schachtschneider

Die Lehren

Gegen Leipzig war es der MT nicht gelungen, eine überzeugende Leistung im Angriff zu zeigen. Im Gegenteil: Sie produzierte technische Fehler ohne Ende. „Wir müssen mehr Geduld aufbringen“, fordert der erfahrene Alexander Petersson klar. Ansonsten drohen den Gastgebern wieder viele Ballverluste – und damit jede Menge Gegentore aus erster und zweiter Welle.

Das Personal

Petersson wurde genauso wie Andre Gomes (beide Corona) ohne Vorbereitung gegen Leipzig eingesetzt. „Ich hatte zehn Tage nichts machen dürfen. Körperlich bin ich noch nicht wieder bei hundert Prozent“, sagt der Isländer. Doch er weiß auch, dass in dieser Woche „der nötige Wille“ eine große Rolle spielt. Petersson will Kapitän Kai Häfner im rechten Rückraum ein paar Verschnaufpausen ermöglichen. Neben den langzeitverletzten Finn Lemke und Domagoj Pavlovic kann Parrondo auch auf Youngster Paul Kompenhans nicht zurückgreifen. Nach überstandener Covid-Erkrankung steckt er mit Athletikcoach Florian Sölter noch im Aufbautraining. „Ich hoffe, dass ich dann am Sonntag dabei sein kann. Ein Pokal-Viertelfinale erlebt man ja auch nicht alle Tage“, erklärt das MT-Talent.

Jan Forstbauer Früherer Melsunger
Jan Forstbauer, früherer Melsunger © Imago/Lobeca

Der Gegner

„Hamburg spielt eine großartige Saison. Ich rechne mit einem engen Duell“, sagt Parrondo. Erst zwei Partien absolvierten die „Hamburg spielt eine großartige Saison. Ich rechne mit einem engen Duell“, sagt Parrondo. Erst zwei Partien absolvierten die Hamburger allerdings im Jahr 2022: Es setzte Niederlagen gegen Berlin (27:30) und in Wetzlar (25:26). Der letzte Sieg des HSV liegt einige Zeit zurück: 25:23 gegen Hannover (18. Dezember). Trotz exzellenter Akteure wie Johannes Bitter und Casper Mortensen besticht der Kontrahent durch ein gutes Kollektiv. „Die Hamburger spielen frech auf“, weiß MT-Torwart Silvio Heinevetter. Großen Respekt hat er vor HSV-Trainer Torsten Jansen. Der Weltmeister von 2007 war einst sein Nationalmannschaftskollege: „Toto ist ein super Typ.“

Das Wiedersehen

Hamburg reist mit dem Ex-Melsunger Jan Forstbauer an. „Es ist schön, nach sechs Jahren mal wieder in der Halle zu spielen und ein paar Fans wiederzusehen“, sagt der 29-Jährige. Natürlich hofft er, dass auch etwas Zählbares herausspringt: „Das Spiel wird eine große Herausforderung. Für uns gilt es, alles reinzuwerfen.“ Für ihn wird es auch insofern ein besonderes Spiel, als er auf einen zukünftigen Teamkollegen trifft. Heinevetter wechselt genauso wie er zum TVB Stuttgart. (Björn Mahr)

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