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MT-Neuzugang Ivan Martinovic: „Ich kann von Kai noch viel lernen“

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Von: Björn Mahr

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Ivan Martinovic (links) und Andrian Kammlodt.
Mit viel Zug zum Tor: Melsungens Neuerwerbung Ivan Martinovic (links, hier im Testspiel gegen den Großwallstädter Andrian Kammlodt). © Pressebilder Hahn

Als der kroatische Handball-Nationalspieler Ivan Martinovic 2018 aus seiner österreichischen Geburtsstadt Wien nach Deutschland ging, bestritt er sein erstes Testspiel wo? Genau, in Melsungen. Beim Sparkassencup.

Gensungen/Melsungen – An seine ersten Auftritte für den VfL Gummersbach hat er allerdings keine guten Erinnerungen. Nach zwei Vorrundenniederlagen gegen Hannover-Burgdorf und Erlangen reichte es nur für das Spiel um Platz sieben. Immerhin gewannen Martinovic und der VfL diese Partie 34:29 gegen den ThSV Eisenach.

Jetzt hat der Halbrechte die Chance, es besser zu machen. Heute trifft er zum Turnier-Auftakt ab 20 Uhr in der Gensunger Kreissporthalle auf seinen früheren Klub Gummersbach. „Wir können es kaum erwarten, dass die Spiele beginnen“, erklärt Martinovic. Als die Melsunger in die Vorbereitung einstiegen, war er hochmotiviert: „Nach der langen Sommerpause war der Start immer mehr im Kopf. Ich bin froh, dass wir jetzt loslegen.“

Im Gegensatz zu einigen anderen Neuzugängen kennt der 24-Jährige bereits das harte Bundesliga-Geschäft. Nach seinem Abschied 2019 aus Gummersbach stand er drei Jahre bei der TSV Hannover-Burgdorf unter Vertrag und zeigte nicht zuletzt in den Partien gegen die Melsunger seine Klasse. Anfang Mai führte der Kroate die Recken in Kassel zu einem 29:22-Auswärtssieg. Unvergessen: Der Linkshänder überwand nach einem Kempa-Anspiel damals Schlussmann Silvio Heinevetter spektakulär mit einem Wurf hinter dem Rücken.

Das Handball-Einmaleins erlernte Martinovic bei den Fivers Margareten. Beim Wiener Vorzeigeklub spielt sein Bruder Marin. „Ich hoffe, dass er es auch einmal in die Bundesliga schafft“, sagt Ivan Martinovic über den 25-Jährigen, der insbesondere im linken Rückraum Torgefahr entwickelt.

Der Neu-Melsunger verbringt gern Zeit in seiner Heimatstadt. Auch in diesem Sommer war Martinovic, der im 12. Bezirk aufwuchs und in Österreichs Hauptstadt die Schule besuchte, einige Tage in Wien. Einen besonderen Platz hat der Handballprofi, der bei Miriam in festen Händen ist, nicht. Am liebsten ist er bei seiner Familie. Und wenn ihn Freunde dort besuchen, dann geht es zu den beliebten Orten – wie beispielsweise den Stephansdom. Er betont aber: „Ein Wochenende reicht nicht, um Wien zu erkunden.“

Jetzt lebt er in Kassel und hat sich bei dem einen oder anderen Spaziergang schon ein Bild von der documenta-Stadt gemacht. Erste Eindrücke von seinem neuen Team bekommen hat er sowieso schon. Martinovic möchte sich in der kommenden Saison mit der MT für den Europapokal qualifizieren.

Beim 33:24 im ersten Testspiel gegen den TV Großwallstadt deutete er nicht nur seine Qualitäten als Schütze, sondern auch als Passgeber an. Zudem packte er in der Deckung kräftig zu. Er sollte im rechten Rückraum eine spürbare Entlastung für Kapitän Kai Häfner sein. „Ich kann von Kai noch viel lernen“, sagt Martinovic.

Heute teilen sie sich aber erst einmal die Arbeit beim Auftaktspiel des Sparkassencups gegen den VfL Gummersbach. (Björn Mahr)

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