„Die Tendenz ist positiv“

Interview mit den MT-Melsungen-Profis Kai Häfner und Julius Kühn vor Spiel heute gegen GWD Minden

Melsunger Rückraumspieler: Julius Kühn.
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Melsunger Rückraumspieler: Julius Kühn.

Die Länderspielpause ist vorbei – Handball-Bundesligist MT Melsungen kämpft wieder um Punkte. Heute ab 19.05 Uhr bekommt es das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo in der Kasseler Rothenbach-Halle mit Schlusslicht GWD Minden zu tun. Wir haben im Vorfeld mit den beiden erfahrenen MT-Rückraumkräften Kai Häfner und Julius Kühn gesprochen.

Kassel – Die Länderspielpause ist vorbei – Handball-Bundesligist MT Melsungen kämpft wieder um Punkte. Heute ab 19.05 Uhr bekommt es das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo in der Kasseler Rothenbach-Halle mit Schlusslicht GWD Minden zu tun. Wir haben im Vorfeld mit den beiden erfahrenen MT-Rückraumkräften Kai Häfner und Julius Kühn gesprochen, die erstmals seit langer Zeit nicht zu einem Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft eingeladen worden waren.

Ein Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft – und das ohne Julius Kühn und Kai Häfner. Wie haben Sie die Länderspielwoche erlebt?

Häfner: Ich habe mir die Spiele im Fernsehen angeschaut. Es waren gute Auftritte der deutschen Mannschaft. Ich habe die Woche dazu genutzt, um an mir, an meiner Form zu arbeiten. Mein voller Fokus gilt der Partie gegen Minden.

Kühn: Ich habe nur die Ergebnisse mitbekommen. Es war auch mal ganz schön, am Wochenende vom Handball abzuschalten und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Es war eine gute Gelegenheit, ein paar Wehwehchen auszukurieren. Sehr gefreut habe ich mich über die Rückkehr von meinem guten Freund Simon Ernst in die Nationalmannschaft.

Normalerweise müssen Sie immer nach internationalen Einsätzen den Schalter umlegen. Jetzt konnten Sie sich auf die Aufgabe gegen Minden lange vorbereiten. Wie bewerten Sie die Situation?

Kühn: Bei mir ist die Vorfreude auf das nächste MT-Spiel schon sehr, sehr groß. Die Vorbereitungszeit ist natürlich extrem kurz. Aber wir wissen von Roberto, wie intensiv er uns auf eine Begegnung einstimmen kann. Wir haben schon am Montagabend lange Video geschaut. Das war auch wichtig.

Häfner: An ein richtiges Training war in der vergangenen Woche nicht zu denken. Wir waren ja nicht so viele Spieler. Nun bleiben uns nur zwei Tage zur Vorbereitung. Und die Spieler, die weg waren, hatten noch dazu ein strammes Programm.

Heute gegen Minden gefordert: MT-Kapitän Kai Häfner.

Mit welchen Erwartungen blicken Sie auf diese Woche?

Häfner: Sie ist extrem wichtig für uns. Wir hatten vor der einwöchigen Pause bis zum Abbruch ein gutes Spiel in Hamburg, leider gab es dafür keine Punkte. Jetzt müssen wir unbedingt gegen Minden gewinnen.

Kühn: Es ist ja klar: Wir brauchen vier Punkte aus dieser Woche. Allerdings gilt unsere ganze Aufmerksamkeit erst einmal nur der Partie gegen Minden. Die Tendenz ist positiv. Wir wollen ein gutes Handballspiel abliefern. Es soll nach einem überzeugenden Heimsieg aussehen.

Zu den Personen: Kai Häfner und Julius Kühn

Kai Häfner (31, aus Schwäbisch-Gmünd) ist langjähriger deutscher Nationalspieler. 2019 wechselte er von der TSV Hannover-Burgdorf zur MT Melsungen. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

Julius Kühn (28, aus Duisburg) ist seit 2014 deutscher Nationalspieler. Der Rückraumschütze wechselte 2017 vom VfL Gummersbach zur MT Melsungen. Kühn ist verheiratet.

Wie stark schätzen Sie den Kontrahenten ein?

Häfner: Die Gäste darf man nicht am Tabellenstand messen, die hatten auch schon einige enge Spiele dabei. Und es wird bei denen der Tag kommen, an dem sie erstmals punkten. Aber nicht gegen uns. Dennoch erwartet uns ein schweres Spiel.

Kühn: In der Mindener Mannschaft steckt trotz des letzten Tabellenplatzes noch viel Qualität. Schon in der Vorbereitung hatte GWD gute Ergebnisse erzielt. Den Gegner darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Roberto hat uns auch davor gewarnt, jetzt einen Gang zurückzuschalten. (Björn Mahr)

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