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Interview: Melsunger Kai Häfner über den guten Start bei der Handball-WM und die Aussichten

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Von: Björn Mahr

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Im Zweikampf: Kai Häfner (rechts) und der Serbe Petar Djordjic.
Im Zweikampf: Kai Häfner (rechts) und der Serbe Petar Djordjic. © Imago/wolf-sportfoto

Melsungens Kai Häfner ist ein wichtiger Faktor für das deutsche Spiel bei der Handball-WM. Wir haben mit ihm gesprochen.

Nach zwei WM-Siegen steht fest: Kai Häfner vom Handball-Bundesligisten MT Melsungen ist wie erhofft ein wichtiger Faktor für das deutsche Spiel. Nach dem knappen Erfolg gegen die Serben haben wir mit dem 33-Jährigen gesprochen.

34:33 gegen Serbien – ein Sieg des Kollektivs?

Das war es auf jeden Fall. Es gab immer wieder Momente, in denen ein anderer Spieler in die Bresche gesprungen ist und seinen Teil dazu beigetragen hat, dass wir erfolgreich sind.

Womit waren Sie besonders zufrieden?

Ich finde, dass wir es in der Anfangsphase echt gut hinbekommen haben, viel Tempo zu machen. Wir haben super Angriffe gespielt. Dann ist es etwas ins Stocken geraten, über 60 Minuten ist das aber auch normal. Leider haben wir es nicht geschafft, noch weiter wegzuziehen. Die Abwehr war zu löchrig. Daran müssen wir arbeiten.

Wie schon im Auftaktspiel gegen Katar war das deutsche Team gefühlt klar vorn, hat aber den Sack nicht früh genug zugemacht. Können Sie das schnell abhaken?

Das kann auch mal nach hinten losgehen. Bislang sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Ich hoffe, dass das so bleibt.

Auf Sie ist nach wie vor Verlass. Wie sehr genießen Sie diese WM bislang?

Es ist eine Freude, ein großes Turnier endlich wieder vor Zuschauern zu spielen. Wir haben eine gute Stimmung im Team. Viele sagen, es habe heute Bock gemacht, unserem Team zuzusehen. Mir hat es mindestens genauso viel Spaß gemacht, auf dem Feld zu stehen und zu spielen.

Welche Bedeutung hat dieser Sieg für den Kopf?

Er war sehr wichtig. Wenn wir nicht gewonnen hätten, dann wäre es zäh geworden. Bei diesem Turniermodus musst du mit vier Punkten weiterkommen. Deshalb sind wir erst mal sehr erleichtert.

Wie lautet die Vorgabe für den Vorrundenabschluss?

Gewinnen und im Rhythmus bleiben. Man hat gegen Serbien gesehen, dass jeder Spieler bei uns wichtig ist. Wir brauchen jeden Einzelnen. Gegen Algerien wird auch der eine mehr, der andere ein paar weniger Momente haben. Wenn du nicht den ganzen Kader nutzt, hast du bei einer WM keine Chance.

Inwieweit blicken Sie jetzt auf die Hauptrunde?

Wer da kommt, damit beschäftigen sich bei uns andere. (schmunzelt) Ich habe aber schon etwas mitbekommen. Wir müssen in der Hauptrunde einfach abliefern.

(Björn Mahr)

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