Anwurf Samstag, 19 Uhr

Fünf Faktoren, die MT Melsungen für einen Erfolg in Lemgo braucht

Klar im Kopf: Melsungens Philipp Müller fordert gegen Lemgo dieselbe Konzentration wie gegen Stuttgart. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Die negativen Eindrücke aus den ersten Wochen dieser Bundesliga-Saison lassen sich nicht mehr korrigieren. Sollten sich die Handballer der MT Melsungen aber nach dem 37:25-Kantersieg gegen Stuttgart in den verbleibenden Pflichtspielen im Oktober schadlos halten, sähe die Welt schon wieder besser aus. „Dafür muss es jetzt aber auswärts klappen“, sagt Melsungens Philipp Müller vor dem heutigen Spiel beim TBV Lemgo (Anwurf 19 Uhr).

Sein Trainer misst dieser Begegnung eine große Bedeutung bei: „Lemgo ist für uns eines der wichtigsten Spiele“, verdeutlicht Michael Roth, der sich von einem möglichen Sieg einen positiven Schub erhofft vor dem Minden-Doppelpack: Mittwoch steigt das Pokal-Achtelfinale bei den Grün-Weißen, drei Tage später erwartet die MT den Aufsteiger in der Rothenbach-Halle.

Aber erst einmal zählt Lemgo. Nur: Bislang sammelte die MT in fremden Hallen kein einziges Pünktchen, und sie ließ kein einziges Mal einem Sieg einen weiteren folgen. Fünf Faktoren, die Melsungen für einen Erfolg in der Lipperlandhalle braucht:

1. Kameradschaft: Vor dem Spiel gegen Stuttgart gab es die große Aussprache – da seien deutliche Worte gefallen, berichtet Abwehrstratege Müller. Er sagt aber auch: „Die Kameradschaft ist so groß, dass wir uns die Meinung sagen können und jeder mit Kritik umgehen kann. Die Mannschaft ist gefestigt.“ Den Beweis lieferten die Spieler prompt gegen Stuttgart. Dieser Teamgeist ist nun auch gegen Lemgo gefragt.

2. Spielmacher: Eigentlich sollte Nenad Vuckovic in seiner Abschiedssaison nur noch Regie führen, wenn Patrik Fahlgren oder Timm Schneider nicht fit sind. Jetzt schafft es der 36-jährige Serbe, regelmäßig Akzente zu setzen und damit den Konkurrenzkampf auf der Mitte-Position anzuheizen. So hat Roth die Möglichkeit, kräftig zu variieren. Schneider litt zuletzt noch unter den Folgen einer Grippe. „Es kann durchaus sein, dass er Samstag anfängt“, erklärt der Coach. Schneider dürfte besonders motiviert sein: Er spielte bis 2015 für Lemgo.

Wir übertragen das Spiel live im Radio.

3. Konzentration: „Unsere Form ist da“, sagt Philipp Müller, und dafür hat er eine einfache Erklärung: „Wir sind wieder klar in der Birne.“ Was der 32-Jährige damit meint: Nach dem Schock-Zustand zu Saisonbeginn würden sie endlich konzentriert zu Werke gehen. Bei den Lippern gilt, die Anfangsphase bloß nicht zu verschlafen. Ein Blick auf den Februar dieses Jahres dürfte Mut machen. Da feierte die MT einen souveränen 31:22-Sieg in Lemgo – zur Pause stand es bereits 16:8. Überragender Werfer damals: Rechtsaußen Johannes Sellin mit elf Treffern. Und der ist ja aktuell auch wieder gut drauf.

4. Überraschungseffekt: Trotz verletzter Spieler hat die MT einen so breiten Kader, dass auch ein Ersatzmann für Überraschung sorgen könnte – also jemand, den die Lemgoer nicht auf der Rechnung haben. Marino Maric zum Beispiel und Johannes Golla können am Kreis Unruhe stiften, Dener Jaanimaa kann mit seiner Dynamik zwei Verteidiger auf sich ziehen oder selbst abschließen. Und wenn Torwart Johan Sjöstrand keinen Siebenmeter entschärft, kann immer noch Svetislav Verkic eingreifen.

5. Fans: Die Stimmung in der Rothenbach-Halle war zuletzt phänomenal. Zum Auswärtsspiel in Lemgo werden wohl mehr als 150 Anhänger mitreisen, vermutet Markus Martin vom Fanclub MT-Trommler. Dem ersten Melsunger Auswärtssieg in dieser Saison steht also nichts mehr im Weg.

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