Ex-Nationalspieler zur Reha in Rotenburg

Handball-Legende Deckarm beim Sparkassencup: Empfang hier ist bombastisch

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Erinnerungsfoto: Joachim Deckarm mit Arnd Kauffeld (vorn links) sowie (hinten von links) Franz Wagner (früher Jahn Gensungen), Christoph Koch (Gensungen/Felsberg), Harald Fischer, Rolf Günther, Jörg Anacker (alle früher Jahn Gensungen) und Ingo Lange (Sparkasse).

Bekannte Handballer waren am Wochenende einige in der Gensunger Kreissporthalle - aber nur eine Handball-Legende: Joachim Deckarm.

Der frühere Nationalspieler, der 1979 in einem Europacupspiel im ungarischen Tatabanya folgenschwer mit dem Kopf aufschlug und danach zu einem Pflegefall wurde, weilt für eine einwöchige Reha in Rotenburg und schaute sich einige Begegnungen beim Sparkassencup an. Begleitet wurde der 65-Jährige von seinem Bruder Herbert und Reiner Birkel (früher TV Eitra).

Von Gensungen/Felsbergs früherem Zweitliga-Kapitän und jetzigem Trainer Arnd Kauffeld erhielt Deckarm ein Trikot, auf dem alle Torschützen aus den beiden Vergleichen Gensungen gegen Gummersbach 1978/79 verewigt sind. Deckarm sagt über …

…den Sparkassencup: Ich war ja schon einige Male als Gast dabei. Mir gefällt dieses Turnier sehr, weil ich viele junge Handballer in Aktion erleben kann. Der Empfang, der mir hier bereitet wird, ist bombastisch. In Eisenach wurde mir fünf Minuten lang stehend applaudiert.

…den VfL Gummersbach:Seitdem ich in Gummersbach lebe, schaue ich mir wieder regelmäßig die Spiele der Mannschaft an. Die Begeisterung für meinen alten Verein hört nicht auf. Dass das Team abgestiegen ist, war einfach Pech. Ich hoffe, dass der VfL schnell in die 1. Bundesliga zurückkehrt. Dafür brauchen sie aber eine gut funktionierende Mannschaft.

…die deutsche Nationalmannschaft: Das Team ist auf einem gutem Weg. Ich traue den Jungs für die EM und die Olympischen Spiele im nächsten Jahr einiges zu. Ich denke allerdings, dass die Mannschaft insgesamt erst noch einige Erfahrungen sammeln muss.

…den Besuch in Gensungen:Bevor ich mir in der Halle die Spiele angesehen habe, war ich noch auf dem Friedhof in Gensungen. Es war mir ein großes Bedürfnis, an den Gräbern von Günter Böttcher und Burkhart Prinz ein paar Minuten innezuhalten. Günter war ein Nationalmannschaftskollege von mir, und mit ihm spielte ich unter Hardy Prinz in der deutschen Junioren-Auswahl. Die Zeit auf dem Friedhof war sehr emotional. Ich habe mich an viele schöne Momente erinnert.

…seinen 65. Geburtstag am 19. Januar dieses Jahres: Es war schon sehr besonders, wie wir mit dem Bus des VfL zum WM-Spiel der deutschen Mannschaft in die Kölner Arena gefahren sind. Und natürlich bleibt mir unvergessen, als die 20 000 Zuschauer für mich „Happy birthday“ gesungen haben. 

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