„Als Schwede fällt’s dir leicht, in Dänemark zu leben“

Interview: Ex-Melsunger Torwart Johan Sjöstrand vor Wiedersehen mit der MT

Erinnerungsfoto: Torwart Johan Sjöstrand (links), Linksaußen Michael Allendorf (rechts) sowie der frühere MT-Spielmacher Patrik Fahlgren (im Hintergrund) sind gute Freunde geworden.
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Erinnerungsfoto: Torwart Johan Sjöstrand (links), Linksaußen Michael Allendorf (rechts) sowie der frühere MT-Spielmacher Patrik Fahlgren (im Hintergrund) sind gute Freunde geworden.

So schnell kann’s gehen. Vor zwei Monaten war Johan Sjöstrand noch Torwart des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Nun trifft er mit seinem neuen Klub Bjerringbro-Silkeborg im Europacup am Sonntag ab 18.30 Uhr (Jysk-Arena) auf die MT.

Kassel – So schnell kann’s gehen. Vor zwei Monaten war Johan Sjöstrand noch Torwart des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Nun trifft er mit seinem neuen Klub Bjerringbro-Silkeborg im Europacup am Sonntag ab 18.30 Uhr (Jysk-Arena) auf die MT. Wir haben vorab mit dem 33-Jährigen gesprochen.

Hat sich in dieser Woche ein Kreis geschlossen?

Inwiefern?

2009 war Flensburg ihre erste Station im Ausland und Michael Knudsen ihr Teamkollege. Am Dienstag waren Sie bei seinem Abschiedsspiel: Silkeborg gegen Flensburg.

Das Ganze fühlt sich für mich in dieser Woche insgesamt ein bisschen komisch an – auch wegen des Aufeinandertreffens mit der MT. Ich denke aber, dass Michael Knudsen, der für mich ein überragender Handballer war, einen schönen Abschied bekommen hat. Leider durften nur 500 Zuschauer in der Halle dabei sein.

Der Höhepunkt der Woche steht allerdings erst noch bevor, oder?

Ja. Ich freue mich, die MT-Jungs wieder zu treffen. Mit einigen davon habe ich lange zusammengespielt. Doch wir müssen auch festhalten, dass wir das schwerste Los bekommen haben. Wobei es die MT bestimmt umgekehrt genauso betrachten wird.

Wie waren die ersten Wochen in neuer Umgebung?

Sehr gut. Wir hatten ein paar Tests, und da sah unser Spiel schon ziemlich gut aus. Auch sonst kann ich nicht klagen. Meine Freundin und ich wohnen zehn, 15 Minuten von Silkeborg entfernt auf einem Dorf, und wir haben unsere Pferde dabei. Als Schwede fällt’s dir leicht, in Dänemark zu leben. Es ist auch Skandinavien – und damit auch Heimat.

Was erwarten Sie vom ersten Pflichtspiel?

Es ist schön, dass es jetzt richtig losgeht. Dass es die Paarung schon vor ein paar Monaten gab, spielt keine Rolle mehr. Melsungen hat jetzt einen anderen Trainer und ein paar neue Spieler. Es werden andere Spiele als im Februar. Falls unser Trainer ein paar Tipps braucht, kann ich ihm bestimmt den einen oder anderen Hinweis geben. Ich kenne ja ein paar Jungs ganz gut.

Kann es nach der langen Zwangspause überhaupt einen Favoriten geben?

Für mich ist die MT schon der Favorit. Melsungen ist eine Bundesliga-Mannschaft, und die deutsche Liga ist ein bisschen stärker als die dänische. Dennoch rechne ich mit engen Spielen.

Inwiefern sind Sie besonders motiviert?

Es ist mein erstes Pflichtspiel für meinen neuen Klub. Da ist es egal, wer der Gegner ist – ich möchte einfach zeigen, dass ich ein guter Torwart bin. Die Probleme mit meinem linken Knie habe ich mit entsprechender Trainingssteuerung gut im Griff. Wenn meine Kollegen laufen, dann sitze ich eben auf dem Rad.

Sie treffen Ihren langjährigen Zimmerkollegen Michael Allendorf wieder. Welche Erinnerungen kommen da hoch?

Wir haben auch abseits der Sporthalle viel Zeit miteinander verbracht – und auch mal das eine oder andere Bierchen getrunken, wenn mal keine handballerischen Verpflichtungen auf dem Programm standen. Das bleibt unvergessen. (Björn Mahr)

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