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Sein Traum vom Final Four in Köln: Johannes Golla mit der SG Flensburg-Handewitt in der Champions League

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Von: Björn Mahr

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Torwurf: Johannes Golla kommt vor Ali Zein (links) und Dika Mem (beide Barcelona) zum Abschluss.
Torwurf: Johannes Golla kommt vor Ali Zein (links) und Dika Mem (beide Barcelona) zum Abschluss. © Imago/Lobeca

Der frühere Melsunger Handballer Johannes Golla tritt heute mit der SG Flensburg-Handewitt in der Königsklasse gegen den FC Barcelona an.

Kassel – Seitdem Kreisläufer Johannes Golla im Sommer 2018 von der MT Melsungen zur SG Flensburg-Handewitt gewechselt ist, hatte er viermal das Vergnügen, mit den Nordlichtern gegen den FC Barcelona zu spielen. Die Bilanz: vier Niederlagen in der Champions League. In dieser Saison verloren Golla und die SG in der Gruppenphase zweimal gegen die Spanier – einmal 21:25, einmal 22:29. „Wir haben zweimal ganz gut gespielt, aber unsere Chancen nicht gut genutzt“, sagt der Ex-Melsunger. „Ich hoffe, dass es jetzt endlich mal gegen Barcelona klappt.“

Flensburg trifft im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse heute ab 18.45 Uhr (Dazn) auf die fast ausnahmslos mit Weltklassespielern bestückte Mannschaft. „Es wäre doch eine tolle Sache, wenn es zwei deutsche Klubs nach Köln schaffen würden“, betont Golla. Heute (20.45 Uhr, Servus TV und Dazn) ist auch noch der norddeutsche Rivale THW Kiel bei Paris Saint-Germain gefordert.

Flensburg gelang es erst ein einziges Mal, Barcelona zu bezwingen. Das war beim Final Four 2014 in Köln, als die SG in der Vorschlussrunde mit 41:39 nach Siebenmeterwerfen triumphierte und einen Tag später unter dem damaligen Coach Ljubomir Vranjes auch den Titel eroberte. Golla war damals erst 16 Jahre alt – er stand gerade erst vor dem Wechsel von Eintracht Wiesbaden zum Melsunger Nachwuchs. Das Spiel der SG gegen Barca erlebte er nur vor dem Fernseher: „Ich war noch nie beim Finalturnier in Köln.“ Das könnte sich für den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft in diesem Jahr ändern. Ein Schritt fehlt ihm und den Flensburger Kollegen noch bis zum Final Four am 18./19. Juni in der Lanxess-Arena.

„Ich hoffe, dass unsere Halle richtig voll wird. Das würde uns natürlich noch mehr puschen“, stellt Golla klar. Es gibt noch Sitz- und Stehplatzkarten im Vorverkauf. In der Bundesliga machte das Team von Coach Maik Machulla zuletzt viel richtig. Von den vergangenen sieben Partien entschied die SG sechs für sich, zudem gab es ein 29:29 bei den Rhein-Neckar Löwen. Am Sonntag gab Golla nicht nur erstmals bei einer Landtagswahl in Schlesweg-Holstein seinen Wahlzettel ab, sondern feierte mit der SG auch einen 26:21-Sieg in Hannover. Im Achtelfinale der Königsklasse hatten die Flensburger den starken ungarischen Vertreter Szeged ausgeschaltet.

Barcelona ist allerdings noch mindestens eine Klasse stärker. Trainiert wird das Team vom ehemaligen Hannoveraner Coach Carlos Ortega. „Der Gegner ist auf jeder Position doppelt weltklasse besetzt“, macht Golla deutlich. Zu Barcas Kader zählen allein vier aktuelle französische Olympiasieger: Melvyn Richardson, Timothey N’Guessan, Dika Mem und Ludovic Fabregas. Dazu kommen der kroatische Star Luka Cindric und der spanische Nationaltorwart Gonzalo Perez de Vargas. So steht schon fest, dass sich der in Abwehr und Angriff eingesetzte Golla in seinem fünften Aufeinandertreffen mit Barcelona über mangelnde Arbeit nicht zu beklagen braucht.

Die Viertelfinals

Acht Klubs machen sich noch Hoffnungen auf das Erreichen des Final Fours der Champions League in Köln. Alle Paarungen des Viertelfinales: Paris Saint-Germain - THW Kiel (heute 18.45 Uhr), SG Flensburg-Handewitt - FC Barcelona (heute 20.45 Uhr), Telekom Veszprem - Aalborg Handbold (morgen 18.45 Uhr), Montpellier HB - Lomza Kielce (morgen 20.45 Uhr). 

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