Nach Sieg der MT gegen Flensburg: Jubel um das Team der Stunde

Super Stimmung in der Flensburger Arena: Die mitgereisten Melsunger Fans wie Christina Brassel (rechts) feiern nach dem Spiel mit MT-Torwart René Villadsen (Vierter von links). Der Grund für den Jubel steht im Hintergrund auf der Anzeigetafel. Foto:  Alibek Käsler/nh

Kassel. Nach Triumph in Flensburg steht Handball-Bundesligist MT Melsungen im Blickpunkt. Wir haben nachgefragt, wie Fans, Spieler und Verantwortliche den Abend von Flensburg erlebt haben.

Den Handballern der MT Melsungen muss es wie ein Traum vorkommen. Mit 10:0 Punkten in die Bundesliga-Saison gestartet und überdies den Angstgegner SG Flensburg-Handewitt am Wochenende in die Knie gezwungen. Kein Wunder also, dass die Mannschaft von Trainer Michael Roth im Blickpunkt steht. Der Jubel nach dem Sieg in Flensburg ebbt nicht ab. Was Fans, Medien, Spieler und Verantwortliche zu dem Triumph in der Hölle Nord sagen:

Die Presse

Das Flensburger Tageblatt drückt die Niederlage der heimischen Mannschaft mit drei Worten aus: „Melsungen trumpft auf.“ Das Fachmagazin Handballwelt schreibt auf seinem Online-Portal, dass sich in der Flens-Arena ein Spitzenspiel entwickelt habe, die Mannschaften hätten auf Augenhöhe agiert. Der Titel lautete: „Melsungen stürmt die Hölle Nord.“ Und das Magazin Handballwoche fasst die Situation so zusammen: „Die MT Melsungen ist das Team der Stunde in der Handball-Bundesliga.“

Die Spieler

Die Rückfahrt im Bus dauerte lang. Um kurz vor 3 Uhr am Sonntagmorgen kamen die MT-Handballer in Nordhessen an. „Alle waren super drauf. Die komplette Zeit lief Musik. Da kann man so eine Tour überstehen“, witzelt Timm Schneider und verrät, dass das eine oder andere Siegerbierchen geflossen sei. Vor allem Rechtsaußen Johannes Sellin präsentierte sich in bester Partylaune - und das hielt Spielmacher Schneider gleich mal mit seinem Smartphone fest. Der Videoclip landete sofort beim sozialen Netzwerk Facebook.

Wie bei allen MT-Akteuren hatte auch bei Schneider diese Partie in Flensburg Spuren hinterlassen. Weil es ständig hin und her und knapp zuging, sei das Spiel für den Kopf sehr belastend gewesen. „Ich war richtig platt. Körperlich und mental. Aber dafür umso glücklicher“, sagt der Neuzugang aus Lemgo. Und für die Party im Bus hätten sie die letzten Reserven mobilisiert.

Die Fans

Trotz aller Unkenrufe hatten dann doch ein paar MT-Fans den Weg in die Flens-Arena gefunden. Die, die beim historischen Moment dabei waren, genossen jede Sekunde nach der Schlusssirene: Erinnerungsfotos in allen Variationen. Torwart René Villadsen kehrte sogar lange nach dem Abpfiff noch mal auf das Parkett zurück. „Wir waren auf dem Feld, bis wirklich alles weggeräumt war“, berichtet Christina Brassel, die den Abend mit Fahrgemeinschaft Gabi Braun in einem Brauhaus in Flensburg ausklingen ließ. Auf der Rückreise gab es noch einen Zwischenstopp in Lübbecke, wo der THW Kiel zu Gast war. „Wir wollten einen der MT-Verfolger unter die Lupe nehmen“, sagt Brassel schmunzelnd.

Der Manager

Bei der Pressekonferenz blieb der Platz neben MT-Trainer Roth leer. Nur das Schild mit dem Namen Axel Geerken stand dort. „Ich hätte dieses Spiel gern live vor Ort miterlebt“, sagt der Melsunger Manager. Stattdessen verfolgte Geerken die packenden Minuten vor dem Liveticker zu Hause. Außerdem habe er einen „Spion“ in der Flens-Arena gehabt, wie er sagt, der ihn mit Informationen versorgt hätte. Für das Nervenkostüm sei der Samstagabend strapazierend gewesen. „Ich habe gelitten“, gesteht Geerken. Anschließend trank er ein Glas Bier auf die Jungs.

Der Hallensprecher

Normalerweise ist er die Stimme in der Rothenbach-Halle. Am Samstag lauschte Bernd Kaiser den Worten Jens Nählers, der die Partie in der Flens-Arena live bei Radio HNA kommentierte. „Die Stimmung kam super rüber. Ich hatte die Bilder vor Augen“, sagt Kaiser. Das hätte zumindest ein bisschen entschädigt. Kaiser konnte aus terminlichen Gründen nicht mit nach Flensburg fahren.

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