1. Startseite
  2. Sport
  3. MT Melsungen

MT am Sonntag beim HC Erlangen: Julian Fuchs wie ein alter Hase

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Julian Fuchs (links) und Arnar Freyr Arnarsson.
Unterstützung von den Erfahrenen: Julian Fuchs (links) und Arnar Freyr Arnarsson. © Dieter Schachtschneider

Im Vergleich zu Florian Drosten (18), Florian Potzkai (18) und Manuel Hörr (17), die allesamt im Anschlusskader des Handball-Bundesligisten MT Melsungen stehen oder standen – Drosten hat nun einen Profivertrag – und gerade zur U18-Nationalmannschaft des DHB eingeladen wurden, ist Julian Fuchs beinahe schon ein alter Hase.

Kassel – „Fuchsi“, wie ihn seine Teamkollegen auch rufen, geht mit 21 Jahren schon in seine dritte Saison bei den Profis. Nicht jede hat er vollständig bestritten, sein Debüt gab er am 11. Februar 2021 gegen Essen – sein erstes Tor erzielte er per Siebenmeter ebenfalls an diesem Tag. Dennoch war das vergangene Spiel gegen Hannover-Burgdorf ein ganz besonderes für Fuchs. Und das macht ihm natürlich auch Hoffnung für die kommende Aufgabe beim HC Erlangen am Sonntag (16.05 Uhr/Sky).

Gegen die TSV Hannover-Burgdorf stand der 21-Jährige zuletzt von Beginn an auf dem Feld. Und er machte seine Sache richtig gut. Gegen den starken Torhüter Domenico Ebner behielt Fuchs lange eine Weiße Weste, am Ende kam er auf vier Tore. Vier von sieben in vier Spielen in dieser Saison. Immer wieder suchten seine Mitspieler den Pass auf den Rechtsaußen aus Korbach – sicherlich auch, weil die Hannoveraner lieber ihm die Wurfchance gaben als dem erfahrenen David Mandic auf der anderen Seite. „Sie haben sicher gedacht: Gebt dem jungen Rechtsaußen mal den Ball und nicht dem erfahrenen Linksaußen“, sagt Fuchs selbst. „Von mir haben sie aber noch nicht so das Wurfbild, das ist sicher ein Vorteil für mich gewesen“, fügt er an.

Für Fuchs persönlich sei es ein Spiel gewesen, in dem es gut gelaufen ist. Ein Höhepunkt wie sein erstes Spiel, sein erstes Tor, das erste Mal in Kiel aufzulaufen. „Wichtiger wäre aber gewesen, dass wir das Spiel gewinnen – da ist es ganz egal, wie viel und wie gut ich spiele“, sagt Fuchs. In der vergangenen Saison habe er sich viel von Tobias Reichmann und Timo Kastening abgeschaut, nun ein gutes Verhältnis zu Dimitri Ignatow. Reichmann ist jetzt auch nicht mehr da, Kastening noch verletzt.

Besonders auffällig gegen Hannover aber: Fuchs ist integriert, bekommt das Vertrauen des Trainers und seiner Kollegen. Und auch, wenn es mal nicht klappt, bauen die Erfahrenen ihn auf. So wie nach einem von nur zwei Fehlwürfen gegen Hannover zum Ende des Spiels. Fuchs setzte sich danach auf die Bank und wurde von Arnar Freyr Arnarsson liebevoll an den Schultern gepackt. Am Sonntag müssen die Melsunger dann aber wieder härter zupacken, damit es mit dem ersten Auswärtssieg der Saison was werden kann. Fuchs will dabei mithelfen. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare