Schwere Verletzung

Julius Kühn wird erst nächste Woche operiert - Melsungen plant noch ohne Ersatz

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Schwer verletzt: Für Melsungens Nationalspieler Julius Kühn ist die Saison nach einem Kreuzbandriss beendet. 

Melsungens Rückraum-Ass Julius Kühn wird nach seinem Kreuzbandriss erst nächste Woche operiert. Ausfallen wird er für viele Monate - und natürlich auch für die Heim-WM.

Aktualisiert am 31.10.2018 - Julius Kühn muss sich noch gedulden. Nach seinem Kreuzbandriss wurde der Rückraum-Kanonier des Handball-Bundesligisten MT Melsungen nun doch nicht - wie zunächst geplant - bei Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch in Kassel operiert.

Vielmehr soll nach diversen Rücksprachen auch mit Professor Dr. Kurt Steuer, dem Mannschaftsarzt des Nationalteams, der Eingriff nun voraussichtlich Anfang der nächsten Woche im niederbayrischen Straubing erfolgen.

Julius Kühn nach Sprungwurf schwer verletzt

Kühn hatte sich die schwere Verletzung des rechten Knies am vergangenen Sonntag nach einem Sprungwurf im EM-Qualifikationsspiel der DHB-Auswahl in Pristina gegen den Kosovo zugezogen, das 30:14 gewonnen wurde.

MT-Vorstand Axel Geerken erklärte derweil, dass die Melsunger wie immer den Spielermarkt beobachten, jetzt aber keinen externen Ersatz für den sechs Monate ausfallenden Kühn verpflichten müssten.

„Zum einen haben wir einen großen Kader, der personelle Alternativen auch im linken Rückraum bietet. Zum anderen sind Spieler von der Klasse eines Julius Kühn auch international rar und derzeit sicher nicht zu bekommen“, sagte Geerken.

Handballer Julius Kühn mit Schock-Diagnose - er fällt für die Heim-WM aus

Meldung vom 30.10.2018: Wie bitter! Handball-Bundesligist MT Melsungen muss mindestens ein halbes Jahr auf Julius Kühn verzichten. Der Torjäger und XXL-Schrank unter den Handballern erlitt einen Kreuzbandriss.

Heiko Grimm bringt es auf den Punkt: „Das ist ein Schock“, sagt der Trainer der MT Melsungen. Nicht ohne Grund. Der heimische Handball-Bundesligist muss für lange Zeit auf seinen besten Torjäger verzichten. 

MT-Vorstand Axel Geerken sagt: "Mit Julius Kühn fällt nicht nur unser bester Torschütze, sondern auch ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Mannschaftsgefüge für längere Zeit aus. Das ist ein wirklicher Nackenschlag.”

Handball-Nationalmannschaft: Julius Kühn fällt lange aus

Julius Kühn hat sich beim EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft im Kosovo einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Damit fällt der 25 Jahre alte Profi mindestens sechs Monate aus.

Grimm geht davon aus, dass die Saison für den Halblinken gelaufen ist. Bei einem Sprungwurf kurz nach der Pause hatte es den MT-Profi am Sonntagabend erwischt. Für ihn war die Partie, die die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes standesgemäß 30:14 gewann, sofort beendet. 

Doppelt bitter: Kühn wird folglich die Weltmeisterschaft im eigenen Land Anfang nächsten Jahres (hier alle Infos dazu) verpassen. Die Nachricht ist also auch für Bundestrainer Christian Prokop ein herber Schlag.

Nationalspieler Julius Kühn

Handballer Julius Kühn: Kreuzbandriss

Für Kühn ging es am Montag in Kassel direkt zum Arzt, um Gewissheit zu bekommen. Leider bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen. „Auf solch einen Top-Spieler so lange Zeit verzichten zu müssen, ist ein natürlich eine Hiobsbotschaft“, kommentiert Trainer Grimm die Diagnose. 

Kein Wunder, denn der 1,98 große Hüne war in der bislang eher durchwachsenen Saison so etwas wie eine Lebensversicherung für die MT. Mit 62 Treffern belegt er in der Bundesliga den dritten Platz der Torjäger-Liste. Am heutigen Donnerstag, 30.10., wird Kühn von Mannschaftsarzt Gerd Rauch operiert. "Bei günstigem Heilungsverlauf ist mit einer Ausfallzeit von rund sechs Monaten zu rechnen”, erklärt der anerkannte Kniespezialist.

Dem MT-Coach gehen langsam, aber sicher die Rückraum-Spieler aus. Neben Kühn muss Grimm auf Michael Müller verzichten. Der Halbrechte hatte sich Mitte Oktober während einer Trainingseinheit den Mittelfuß gebrochen, musste operiert werden und wird mindestens bis Jahresende ausfallen. Zudem klagte Timm Schneider nach dem jüngsten Heimsieg gegen den Bergischen HC über eine Sehnenreizung am Fuß.

Finn Lemke könnte für Julius Kühn in den Rückraum

Immerhin verfügt die MT über einen breiten Kader. In solch kritischen Situationen ergäben sich für andere die Chance, in die Bresche zu springen, sagt Grimm. Dabei denkt er zuerst an Finn Lemke, den stabilen Anker in der Abwehr. Der Kapitän kam in den ersten Saisonspielen nur in der Abwehr zum Einsatz. Weil Lemke zum Auftakt angeschlagen war, wollte ihm Grimm die nötige Zeit geben, um wieder hundertprozentig fit zu werden. 

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

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