Melsungen gegen Balingen-Weilstetten

DHB-Pokal: MT kämpft sich ins Viertelfinale

Darf sich auf das Viertelfinale im Pokal freuen: Michael Roth, Trainer der MT Melsungen. Archivfoto: Schachtschneider

Melsungen. Die Helden ließen sich nicht lumpen. Und bei ihrer ersten Bewährungsprobe nach dem „Wunder von Kiel“ nichts anbrennen. Mit einem allerdings glanzlosen 27:23 (12:10)-Erfolg gegen HBW Balingen-Weilstetten erreichten die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen das Viertelfinale im DHB-Pokal.

Die MT nährt damit die Hoffnung auf die zweite Teilnahme nach 1996 am Final-Four in Hamburg. Der Beginn gestaltete sich zäh. Das war für die Gäste eine gute und für die MT zunächst einmal eine schlechte Nachricht. Denn die fand überhaupt nicht ins Spiel und nur wenig Mittel gegen die aggressive Balinger 3:2:1-Deckung. Allein Torwart Sandström präsentierte sich in Kieler Form, woraus seine Vorderleute indes kein Kapital schlagen konnte. Ganze drei Treffer nach zehn Minuten waren eine enttäuschende Ausbeute.

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So blieb der Außenseiter dran, überstand dabei auch zwei Unterzahlsituationen, ehe MT-Trainer Roth reagierte. Doch auch mit Jonathan Stenbäcken (für Patrik Fahlgren) und Alexandros Vasilakis (für Malte Schröder) lief‘s nicht. Technische Fehler, Fehlpässe und ein statisches Melsunger Angriffsspiel ließen den Gast immer frecher werden. Ehe kurz vor der Pause, zumindest für Momente, doch noch die Post abging. Bei Allendorfs Tempogegenstoß (29.) sowie zwei MT-Treffern durch Karipidis und Vasilakis innerhalb von 30 Sekunden zur 12:10-Halbzeitführung.

Doch auch der konnte die Bremsen in Melsungens Offensive nur schwer lösen. Stattdessen steigerte sich der nach 19 Minuten eingewechselte Torwart Katsigiannis und leitete mit zwei Paraden den 13:13-Ausgleich (35.) durch Kai Häfner und Felix König ein. Im Positionsangriff bieder, beim Tempogegenstoß konsequent – das reichte bis dahin, um dem Kiel-Bezwinger Paroli zu bieten. „Ich werd‘ wahnsinnig“, ärgerte sich ein MT-Fan.

Doch bevor es soweit war, versuchte Michael Roth per Auszeit seine Reihen zu ordnen. Seine Worte wurden zunächst nur von Michael Allendorf erhört, der von Linksaußen traumhaft sicher einlochte, ohne dass sich seine Mannschaft vorentscheidend absetzen konnte. Und dabei in Unterzahl noch den besten Eindruck machte. Ohne Stenbäcken warfen Fahlgren und Vuckovic einen Zwei-Tore-Vorspung (20:18) heraus, der ohne Felix Danner tapfer verteidigt wurde.

Als Vuckovic dann auf 24:21 erhöhte (55.), setzte sich zumindest die größere individuelle Klasse der Bartenwetzer durch. Ein Pfund, dass neben dem treffsicheren Allendorf am meisten der sichere Rückhalt Sandström verkörperte. Und in einen kurzen, aber spielentscheidenden Melsunger Schlusspurt mündete. Melsungen: Appelgren, Sandström; Stenbäcken 1, Mansson, Kubes, Fahlgren 3, Schröder 1, Vasilakis 3, Hildebrand, Danner 3, Karipidis 3/2, Allendorf 7, Vuckovic 6, Sanikis. Balingen-Weilstetten: Putera, Katsigiannis; König 2, Foth, Herth 4/3, Tubic 4, Ettwein 1, Schlinger 3, Theuerkauf 3/1, Wessig, Häfner 1, Skvaril, Bilek 1, Liniger 4. Schiedsrichter: Geipel/Helbig. Zuschauer: 1200.

Von Ralf Ohm

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